Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
01.03.2024 12:45

ROUNDUP 2/Protest gegen Tesla: Aktivisten richten sich auf Wochen im Wald ein

(neu: mehr Details und Hintergrund)

GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Die Umweltaktivisten im besetzten Wald nahe der Tesla -Fabrik in Grünheide bei Berlin haben sich auf einen wochenlangen Protest eingerichtet. "Je länger die Besetzung dauert, desto besser", sagte eine Sprecherin der Initiative "Tesla stoppen" am Freitag. Die Besetzung des Waldstücks aus Protest gegen die geplante Erweiterung des Tesla-Geländes begann in der Nacht zum Donnerstag. Die Initiative rief weitere Unterstützer auf, das Camp zu besuchen und noch Material wie Bauholz, Sägen, Kletterausrüstung und Hängematten mitzubringen. "Wir hoffen, dass noch mehr Leute vorbeikommen."

Im Camp neben der E-Autofabrik von Elon Musk halten sich nach Angaben der Initiative um die 80 bis 100 - teils vermummte - Umweltaktivisten auf. Sie errichteten Baumhäuser in mehreren Metern Höhe, spannten Seile zwischen den Kieferbäumen und schlugen Zelte auf. Die Protestinitiative will die Rodung des Waldes für eine Tesla-Erweiterung verhindern.

Der E-Autobauer plant, neben dem 300 Hektar großen bestehenden Werksgelände einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten zu errichten. Dafür sollen mehr als 100 Hektar Wald weichen.

Die Erweiterungspläne von Tesla waren auch bei einem Bürgerentscheid vor einigen Tagen mehrheitlich abgelehnt worden. Zudem gibt es zwischen dem Unternehmen und dem zuständigen Wasserverband Streit wegen einer Überschreitung von Abwassergrenzwerten.

Kritik an Kommunikation von Tesla

Angesichts des Widerstands gegen die Tesla-Fabrik in Grünheide haben die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) dem Autobauer zu einer offensiveren Kommunikation und Informationspolitik geraten. "Es ist eine ein bisschen ungewöhnliche Strategie, mit niemandem zu sprechen, außer mit den zuständigen Stellen", sagte der UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp am Freitag im RBB-Inforadio. "Da ist sehr viel Luft nach oben, weil man ja Botschaften senden kann, die auch die Kraft haben zu überzeugen", meinte Schirp. So sei kaum bekannt, dass Tesla für das Werk "keinen einzigen Euro Fördergeld" vereinnahmt habe. 1200 der 12 000 Beschäftigten - also ein Zehntel - seien aus der Arbeitslosigkeit heraus eingestellt worden.

Polizei hält sich zurück

Die Polizei sieht keinen Anlass, das Zeltlager im Wald aufzulösen, beobachtet das Geschehen dort aber. "Man hat auch weiterhin ein Auge drauf", sagte ein Sprecher. Der Protest im Kiefernwald kann bis zum 15. März fortgesetzt werden, wie die Polizei entschieden hatte.

Von der Initiative hieß es: "Wir sind gesprächsoffen, lassen uns aber nicht aus dem Wald verdrängen." Die Initiative "Tesla stoppen" wollte am Freitag auch beim Klimaprotest in Berlin sprechen, zu dem die Klimabewegung Fridays for Future aufgerufen hatte. An diesem Samstagnachmittag ist in Grünheide ein Waldspaziergang aus Protest gegen Tesla geplant und ein Klavierkonzert im Wald.

Tesla äußerte sich auf Nachfrage bislang nicht zu dem Protestcamp neben der Fabrik - auch die Gemeinde Grünheide nicht. Unterstützung bekommen die Umweltaktivisten von der Bürgerinitiative vor Ort.

Forderung an Brandenburgs Regierungschef

Die Bürgerinitiative Grünheide rief Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu auf, das Camp zu besuchen und mit den Besetzern zu sprechen. Im Wald bei der E-Autofabrik kamen am Donnerstag um die 100 Aktivisten zusammen, von denen etliche auch bei Protestaktionen im Hambacher Forst oder im Braunkohle-Dorf Lützerath dabei waren.

Die Umweltschützer kritisieren neben der geplanten Rodung von Wald unter anderem auch den Abbau von Lithium für Batterien. Sie werfen Tesla eine Gefährdung des Trinkwassers vor und schlechten Arbeitsschutz. "Saubere Autos sind eine dreckige Lüge" und "Wasser ist ein Menschenrecht" war auf Plakaten zu lesen.

Ostbeauftragter: Protest bei Planung von Großprojekten auch mitdenken

Mit Blick auf den Widerstand gegen Großfabriken wie Tesla rät der Ostbeauftragte Carsten Schneider den Unternehmen, bei den Menschen am Ort für sich zu werben. Aus Schneiders Sicht sind Industrieansiedlungen auch in Ostdeutschland kein Selbstläufer mehr. "Ich nehme da in Ostdeutschland eine Veränderung wahr", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Früher wurde praktisch jedes Großprojekt begrüßt, solange es nur Arbeitsplätze brachte. Jetzt gibt es vereinzelt auch mal Widerstände. Das muss man bei der Planung künftig mitdenken." Die Erweiterungspläne des US-Elektroautobauers waren bei einem Bürgerentscheid in der betroffenen Gemeinde Grünheide vor einigen Tagen mehrheitlich abgelehnt worden.

Wasserverband berät über Grenzwert-Überschreitungen beim Abwasser

An diesem Freitag berät der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) bei einer außerordentlichen Versammlung, ob er die Abwasserentsorgung bei Tesla einstellen wird. Denn Tesla hat nach amtlichen Messungen bestimmte Abwassergrenzwerte überschritten. Der Landkreis Oder-Spree sieht aber keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung, wie er auf Anfrage mitteilte./mow/DP/jha



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
TESLA INC. 201,880 USD 29.02.24 22:00 Nasdaq
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.270     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
01.03.2024 12:45 ROUNDUP 2/Protest gegen Tesla: Aktivisten richten sich auf W...
01.03.2024 12:44 Verbraucher haben 2023 mehr Eier gegessen
01.03.2024 12:43 Ölpreise legen zu - Deutliche Gewinne auf Wochensicht
01.03.2024 12:43 EQS-News: Abschluss einer verbindlichen Vereinigung zur Ver?...
01.03.2024 12:41 Stubb als neuer Präsident von Finnland vereidigt
01.03.2024 12:39 EQS-DD: EXASOL AG (deutsch)
01.03.2024 12:38 ROUNDUP: Kühne+Nagel mit weniger Umsatz nach Corona-Boom - ...
01.03.2024 12:36 Devisen: Euro bewegt sich zum US-Dollar kaum - SNB-Chef Jord...
01.03.2024 12:35 Deutsche Anleihen geben leicht nach
01.03.2024 12:35 EQS-News: MGI - Media and Games Invest SE meldet signifikant...
01.03.2024 12:33 APA ots news: FMA unterstützt IWF-Empfehlungen für Österr...
01.03.2024 12:32 EU-Kommission zahlt weitere 68 Millionen Soforthilfe an Pal?...
01.03.2024 12:31 EQS-Stimmrechte: TUI AG (deutsch)
01.03.2024 12:26 EQS-DD: SM Wirtschaftsberatungs AG (deutsch)
01.03.2024 12:24 Verdi schließt weitere Aktionen im NRW-Nahverkehr nicht aus
01.03.2024 12:22 ROUNDUP 2: Daimler Truck erwartet überraschend robustes Ges...
01.03.2024 12:20 Arcelor Mittal treibt nach Förderzusage grünen Umbau voran
01.03.2024 12:17 IRW-News: Dr. Reuter Investor Relations: Southern Hemisphere...
01.03.2024 12:16 Aktien Frankfurt: Inflationsdaten bremsen Dax-Rekordjagd
01.03.2024 12:14 Gute Aussichten für Tourismusjahr 2024
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
01.03.2024

WING LEE PROPERTY INVESTMENTS LTD
Geschäftsbericht

WIDGIE NICKEL
Geschäftsbericht

VOLTAIC STRATEGIC RESOURCES
Geschäftsbericht

UR-ENERGY INC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services