Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
02.07.2022 20:42

Bund rüstet sich für möglichen Gasstopp

Energie

Berlin (dpa) - Der befürchtete Stopp sämtlicher russischer Gaslieferungen könnte nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eine Preisexplosion bei einigen Stadtwerken zur Folge haben. Habeck und der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller fürchten einen Totalausfall der Lieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1.

Habeck sagte am Samstag bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung «Die Zeit», man habe es vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine mit «einer quasi wirtschaftskriegerischen Auseinandersetzung» zu tun. Das russische Kalkül sei es dabei, über hohe Preise in Deutschland «die Einheit und Solidarität des Landes zu zerstören». Unklar ist laut Habeck aber noch, ob Russlands Präsident Wladimir Putin das Gas tatsächlich abdreht. «Die Frage ist: Macht er es wirklich?» Ausgeschlossen sei es nicht.

Mit Blick auf Versorger wie den in Not geratenen größten deutschen Gasimporteur Uniper sagte der Minister: «Die Unternehmen, die jetzt sehr viel russisches Gas haben, die haben ein echtes Problem.» Entweder der Staat unterstütze sie mit Steuergeld. «Oder man erlaubt den Unternehmen, die Preise weiterzugeben.» Dies sei im Energiesicherungsgesetz vorgesehen. Gespräche über eine wohl nötige Änderung des Gesetzes liefen in der Koalition. Ein Paragraf, der den Unternehmen erlauben würde, die Preise außerhalb der Vertragsbindung weiterzugeben, sei bisher aber nicht aktiviert worden. Denn dies sei «ein sehr, sehr scharfes Schwert».

Sorge vor der «Preisexplosion»

«Das würde bedeuten, dass man für einige Stadtwerke, die dann mit ihren Kunden zu tun hätten, sofort eine Preisexplosion haben würde.» Die Regierung arbeite noch an anderen Möglichkeiten, «die vielleicht den Keil nicht so scharf in die Gesellschaft treiben».

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: «Viele Verbraucher werden schockiert sein, wenn sie Post von ihrem Energieversorger bekommen. Durch das, was Putin uns bei Nord Stream 1 beschert, ist eine Verdreifachung drin.»

Wenn der Gasfluss aus Russland «motiviert länger anhaltend abgesenkt wird, müssen wir ernsthafter über Einsparungen reden», sagte Müller. Die zwölf Wochen bis zum Beginn der Heizsaison müssten für Vorbereitungen genutzt werden.

Habeck setzt beim Gassparen zunächst weiter auf Freiwilligkeit, wie er sagte. Falls Gassparen vorgeschrieben werden müsste, hänge dies auch von den Netzen ab. Es werde dann wahrscheinlich zu Lasten derjenigen Fabriken geregelt, die nicht in einem gemischten Netz hingen, das auch die geschützten Privathaushalte versorge. Dem Präsidenten der Bundesnetzagentur zufolge würden im Falle eines russischen Gas-Lieferstopps Privathaushalte ebenso wie Krankenhäuser oder Pflegeheime besonders geschützt.

Müssten Industriebetriebe von der Gasversorgung getrennt werden, «orientieren wir uns am betriebswirtschaftlichen Schaden, am volkswirtschaftlichen Schaden, an den sozialen Folgen und auch an den technischen Anforderungen des Gasnetzbetriebs», sagte Müller. Müller rief zum Überprüfen und gegebenenfalls effizienter Einstellen von Gasbrennwertkesseln und Heizkörpern auf.

Zehntägige Wartung von Nord Stream 1

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) schließt für den Fall eines Gasnotstandes in der Hansestadt eine Begrenzung des Warmwassers für private Haushalte nicht aus, wie er in der «Welt am Sonntag» deutlich machte.

Am 11. Juli beginnen jährliche Wartungsarbeiten von Nord Stream, die in der Regel zehn Tage dauern. Dann fließt kein Gas durch Nord Stream 1. Die große Sorge ist, dass Russland nach der Wartung den Gashahn nicht wieder aufdreht.

Unterdessen geht die norwegische Regierung davon aus, spätestens ab 2024 noch mehr Gas liefern zu können. «Unternehmen prüfen jetzt Projekte, um ihre Gaslieferungen ab 2024 und 2025 erhöhen zu können», sagte Norwegens Öl- und Energieminister Terje Aasland der «Wirtschaftswoche». Die Unternehmen des Landes hätten noch nie so viel Erdgas vom norwegischen Festlandsockel exportiert wie derzeit. «Wir unterstützen unsere europäischen Freunde dabei, so schnell wie möglich unabhängig von russischem Öl und Gas handeln zu können.»



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 885     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
18.08.2022 03:36 Opioid-Klagen: 650 Millionen Dollar Strafe für Walmart &...
17.08.2022 23:05 Cisco übertrifft Erwartungen - Lieferkettenprobleme lassen ...
17.08.2022 22:32 ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste - Dow unbeeindruck...
17.08.2022 22:16 Aktien New York Schluss: Verluste - Dow unbeeindruckt von Fe...
17.08.2022 21:30 US-Anleihen machen etwas Boden gut nach Fed-Protokoll
17.08.2022 21:26 Devisen: Euro steigt nach Fed-Protokoll auf Tageshoch über ...
17.08.2022 21:21 Britischer Milliardär Ratcliffe will Manchester United kauf...
17.08.2022 21:11 ROUNDUP: Scholz verspricht weitere Entlastungen - und wird n...
17.08.2022 20:50 CDC-Chefin räumt Versäumnisse der US-Behörde im Umgang mi...
17.08.2022 20:50 ROUNDUP/ US-Notenbank: Zinserhöhungstempo dürfte sich absc...
17.08.2022 20:36 US-Notenbank: Zinserhöhungstempo dürfte sich abschwächen ...
17.08.2022 20:30 Scholz besorgt über Lage an ukrainischem Atomkraftwerk Sapo...
17.08.2022 20:26 OTS: Börsen-Zeitung / Kostspielige Abhängigkeiten, Komment...
17.08.2022 20:20 ROUNDUP/Studie: Nutri-Score trägt zu gesünderer Ernährung...
17.08.2022 20:16 Schiff blockiert Mittelrhein-Abschnitt
17.08.2022 20:15 Aktien New York: Dow verringert Minus nach Fed-Protokoll
17.08.2022 20:12 Furioses Finale: Gose und Märtens glänzen mit Freistil-Gold
17.08.2022 20:11 Scholz erneuert Versprechen weiterer Entlastungen für die B...
17.08.2022 20:11 Ex-Vize Pence nach Durchsuchung: Angriffe gegen FBI müssen ...
17.08.2022 20:11 UN-Generalsekretär vor Treffen mit Selenskyj in Lwiw angeko...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
18.08.2022

HELLA GMBH & CO. KGAA
Veröffentlichung des Jahresberichtes

NFON AG
Veröffentlichung des Halbjahresberichtes

SLM SOLUTIONS GROUP AG
Veröffentlichung des Halbjahresberichtes

SFC ENERGY AG
Veröffentlichung des Halbjahresberichtes

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services