Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
20.05.2022 22:45

ROUNDUP 4: 'Emmelinde' trifft Deutschland - Mutmaßlicher Tornado und Verletzte

(Aktualisierung: Toter und Verletzte)

OFFENBACH/BERLIN (dpa-AFX) - Gewitter, Starkregen und Orkanböen haben in Teilen Deutschlands schwere Schäden verursacht. Zunächst traf es vor allem Nordrhein-Westfalen: Im Raum Paderborn wurden bei heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer. Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) gingen mehrere Meldungen über mutmaßliche Tornados ein, sagte ein DWD-Sprecher. Diese Meldungen müssten aber noch überprüft werden. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gab es Einschränkungen.

In Nordrhein-Westfalen sorgten Starkregen und Orkanböen besonders in Lippstadt und Paderborn für Chaos. "Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen", teilte die Polizei am frühen Abend mit. Die Beamten berichteten von Millionenschäden. Nach dem Unwetter schaufelten geschockte Mieter in Paderborn am Abend Ziegel ihrer zerstörten Dächer in Mülltonnen. In einem Gewerbegebiet seien Dächer von Hallen abgerissen worden und Bleche und Dämmung kilometerweit geflogen, berichtete die Polizei.

Auch im etwa 35 Kilometer entfernten Lippstadt meldete die Feuerwehr einen mutmaßlichen Tornado, der schwere Schäden angerichtet habe. Es habe zerstörte Dächer und umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Fensterscheiben platzten und Autos wurden durch herabfallende Äste zerstört. Teils seien die Bäume schon am Stamm umgeknickt, berichtete die Gemeinde Altenbeken bei Paderborn - wie von der Hand eines Riesen getroffen. Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums sagte, neben Paderborn und Lippstadt seien keine weiteren Orte bekannt, die es ähnlich getroffen habe.

Für Teile des Bundeslandes hatte der DWD im Zuge von Tief "Emmelinde" eine amtliche Unwetterwarnung wegen schwerer Gewitter herausgegeben. Die Meteorologen weiteten die Warnung später auf Teile von Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg aus.

Wegen Ästen und Bäumen auf den Gleisen musste die Bahnstrecke zwischen Paderborn und Altenbeken gesperrt werden. Betroffen seien der Regional- und Fernverkehr, Züge würden umgeleitet, sagte ein Bahnsprecher. Auf der Strecke Köln - Wuppertal - Dortmund/Hamm wurden die ICE- und IC-Züge zwischen Köln und Dortmund über Düsseldorf umgeleitet. Auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Köln/Düsseldorf und Berlin fuhren aufgrund eines Notarzteinsatzes keine ICE zwischen Bielefeld und Hannover. Ob der Einsatz mit dem Unwetter zusammenhängt, wurde zunächst nicht bekannt.

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland blieben trotz massiver Gewitter größere Schäden bis zum Abend aus. Polizei und Rettungskräfte meldeten vereinzelt umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Autos sowie die Überflutung von Kellern. Ein Mann starb in Rheinland-Pfalz, als er einen unter Wasser stehenden Keller betrat: Der 38-Jährige habe dabei einen Stromschlag erlitten, sei dadurch zu Fall gekommen und vermutlich mit dem Kopf aufgeschlagen, teilte die Polizei mit.

Im Mittelfranken in Bayern sind bei einem Unwetter 14 Menschen beim Einsturz einer Holzhütte verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Eine 37 Jahre alte Frau sei mit schwersten Verletzungen in eine Klinik geflogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee. Der Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters mehrere Urlauber in der rund 85 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht. Aus ungeklärter Ursache sei diese dann zur Seite gekippt und zusammengefallen.

Schon vor Beginn der Unwetter kam es zum Start ins Wochenende vielerorts in Deutschland zu Beeinträchtigungen. Im Regierungsbezirk Köln endete der Schulunterricht nach Angaben der Bezirksregierung um 11.30 Uhr, damit die Schülerinnen und Schüler sicher nach Hause kommen konnten. In Rheinland-Pfalz blieben alle Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler geschlossen. Im Ahrtal wurden Mitte Juli 2021 bei einem Hochwasser nach extremem Starkregen 134 Menschen getötet und Tausende Häuser verwüstet. Bis heute leben viele Menschen in Ausweichquartieren.

Zahlreiche Veranstaltungen wurden vorsichtshalber abgesagt. So fiel eine in Bad Münstereifel mit Kardinal Rainer Maria Woelki geplante Dankfeier für Helfer der Flutkatastrophe vom vergangenen Juli aus. In Köln wurden unter anderem der Zoo und der Forstbotanische Garten geschlossen, auch die Friedhöfe sollten ab dem Nachmittag für Besucherinnen und Besucher geschlossen bleiben. Kurios: In Solingen soll ein coronabedingt ausgefallener Weihnachtsmarkt nun erst ab Samstag und somit einen Tag später als geplant nachgeholt werden.

Schon am Donnerstag waren schwere Gewitter über den Westen Deutschlands gezogen, die Schäden waren aber etwas weniger schwer als befürchtet. Zeitweise war der Bahnverkehr in die Niederlande unterbrochen. Auch im Norden kam es zu heftigen Unwettern. Gewitter und Sturmböen lösten in Niedersachsen Hunderte Einsätze der Feuerwehr aus.

Und so soll es weitergehen: Der Deutsche Wetterdienst rechnet für die Nacht zum Samstag im Süden noch mit teils unwetterartigen Gewittern. Sonst sollen die Gewitter Richtung Polen abziehen, das Wetter sich von Westen beruhigen. Am Samstag könnte es dann im Nordosten noch ganz vereinzelt kurze Gewitter mit stürmischen Böen geben, die am Nachmittag nachlassen./kie/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.038     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
06.07.2022 20:49 OTS: Börsen-Zeitung / Gekapert, Kommentar zur EU-Taxonomie ...
06.07.2022 20:43 USA gehen gegen Firmennetz zum Verkauf von iranischem Öl vor
06.07.2022 20:32 Bundestag unterstützt Euro-Einführung in Kroatien
06.07.2022 20:30 US-Notenbank signalisiert weitere deutliche Zinserhöhungen ...
06.07.2022 20:14 KORREKTUR/ROUNDUP: Flatexdegiro stellt Aktienrückkäufe und...
06.07.2022 20:08 Behörden in der Ostukraine raten Zivilisten zur Flucht
06.07.2022 20:05 ROUNDUP 3: Premier Johnson will trotz scharfer Kritik weiter...
06.07.2022 19:57 Aktien New York: Nervöses Auf und Ab vor dem Fed-Sitzungspr...
06.07.2022 19:41 Volkswagen beruft Beauftragte für Menschenrechte
06.07.2022 19:35 Scholz: Russland setzt Energie als Waffe ein - 'Turbo' bei ?...
06.07.2022 19:29 Chef der Bundesnetzagentur ruft zum Gassparen auf
06.07.2022 19:16 DGAP-Adhoc: SECANDA AG (vormals InterCard): Expansion Spanie...
06.07.2022 19:12 Kartellamt mit härterer Wettbewerbskontrolle auch bei Amazon
06.07.2022 19:09 'Lockdown Mode': Apple lässt Hacker-Ziele Geräte besser sc...
06.07.2022 19:07 Gericht: Urteil zu Corona-Impfpflicht für Soldaten am Donne...
06.07.2022 19:05 DGAP-News: Carbios, On, Patagonia, PUMA und Salomon schließ...
06.07.2022 18:58 Medien: Weitere Kabinettsmitglieder stellen sich gegen Johns...
06.07.2022 18:56 Schweriner Staatskanzlei weist neue Vorwürfe zu Nord Stream...
06.07.2022 18:54 Habeck lehnt staatliche Deckelung der Gaspreise ab
06.07.2022 18:47 ROUNDUP 2/Flug-Chaos: Scholz mahnt generell bessere Arbeitsb...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
06.07.2022

CROPENERGIES AG
Bericht zum 1. Quartal

Spanien
Industrieproduktionsindex

Deutschland
Umsätze im verarbeitenden Gewerbe

Deutschland
Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services