Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
18.07.2026 16:16

Weniger Förderung - Solarbranche von Reformplänen alarmiert

Erneuerbare Energien

Berlin (dpa) - Branchenverbände sehen den Ausbau der Solarenergie in Deutschland durch Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums bedroht. Vor allem die vorgesehene Streichung der Förderung für neue kleine Solaranlagen ab 2027 könne Investitionen in Milliardenhöhe einbrechen lassen und bundesweit Zehntausende Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk gefährden, warnte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) hatte am Freitagabend seine Entwürfe für die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das sogenannte Netzpaket öffentlich gemacht. Demnach ist für die Betreiber von Solaranlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung, die ab 2027 errichtet werden, eine garantierte Vergütung von nur noch maximal 36 Monaten vorgesehen. 

Nach dieser Übergangsphase sollen sie auf eine Direktvermarktung umsteigen. Direktvermarktung heißt, dass der Strom über einen Dienstleister an Strombörsen verkauft wird. Dabei schwanken die Preise, sie sind kaum kalkulierbar.

«Die Pläne sind gänzlich aus der Zeit gefallen. Sie halten Privathaushalte länger in fossiler Energieabhängigkeit und gefährden Zehntausende Jobs in der Solarbranche», sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Ähnlich reagierte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). «Statt verlässlicher Investitionsbedingungen schafft die Bundesregierung neue Unsicherheit», meinte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser.

Geringere Entschädigung bei Zwangsabschaltung von Anlagen

Für neue Solar- und Windkraftanlagen, die in Regionen errichtet werden, die bereits Netzengpässe haben, soll es künftig verringerte Ausgleichszahlungen geben, wenn diese Anlagen zeitweise abgeschaltet werden müssen, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Auch das sieht der BSW kritisch: Damit würden große Teile Deutschlands zu Sperrzonen für erneuerbare Energien.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht als entscheidenden Fehler, dass die Bundesregierung die Folgen eines unzureichenden Netzausbaus auf diejenigen verlagere, die die Energiewende überhaupt erst möglich machten. Die Vorgaben für die Netzbetreiber blieben vielfach unverbindlich, während Betreiber erneuerbarer Anlagen stärker in die Pflicht genommen würden, stellte 
Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner fest.

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) kritisierte, weiterhin gebe der langsamste Netzbetreiber das Tempo der Energiewende vor. «Ein modernes Industrieland braucht bundesweit schnelle, digitale und verlässliche Anschlussprozesse», sagte BNE-Geschäftsführer Robert Busch.

Auch Kritik von Grünen und Linken

Für die Linke äußerte sich die stellvertretende Fraktionschefin Janine Wissler: «Das Kernproblem bleibt, dass Katherina Reiche durch die Änderungen am EEG erneuerbare Energien unwirtschaftlicher macht. Das ist für Anbieter von erneuerbaren Energien eine Katastrophe.»

Der Grünen-Wirtschaftspolitiker Michael Kellner sagte, das Netzpaket nehme zu einseitig Rücksicht auf die Netzbetreiber. Ihnen blieben sechs Jahre Zeit zum Beseitigen von Netzengpässen. «Hier wird der Ausbau vertrödelt. Sonnenstrom vom Dach wird mit dem Paket massiv beschränkt. Das ist falsch. Wir könnten die Energie gut gebrauchen, auch und gerade fürs Kühlen mit Klimaanlagen», fügte Kellner hinzu.

Reiche hält an Ökostrom-Ziel fest

Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird seit dem Jahr 2000 der Ausbau von Ökostrom in Deutschland gefördert. 2025 lag der Anteil von Wind, Sonne, Biomasse und Co. an der Stromerzeugung nach Angaben der Energiebranche bei 58 Prozent. 2030 sollen es 80 Prozent sein. An diesem Ziel hält Reiche erklärtermaßen fest. Mit der EEG-Reform will sie die Kosten der Förderung reduzieren. 

Ihr Ministerium hatte schon im Januar einen ersten Entwurf erarbeitet, der bei Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Umweltminister Carsten Schneider (ebenfalls SPD) auf Widerspruch stieß. Befürchtet wurde ein Ausbremsen der Energiewende.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 431     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
25.07.2026 13:20 Wann kommt Teil zwei der Regierungsumbildung?
25.07.2026 13:20 Das denkt Mercedes über ein Duo Antonelli und Verstappen
25.07.2026 13:14 Besatzungsbehörden: Tote nach ukrainischen Angriffen
25.07.2026 12:38 NBA-Legende James noch mal auf Titeljagd - Trump ätzt
25.07.2026 12:35 ROUNDUP: Paramount setzt Warner-Übernahme nach Wettbewerbsk...
25.07.2026 12:35 ROUNDUP: Huthi-Miliz im Jemen droht Saudi-Arabien mit Vergel...
25.07.2026 12:35 ROUNDUP/Trump zu Medien: 'Wenn ich weg bin, seid ihr alle pl...
25.07.2026 12:20 Riesen-Rakete Starship absolviert 13. Testflug weitgehend na...
25.07.2026 12:20 Tote nach russischem Drohnenschlag auf Sumy
25.07.2026 12:19 Waldbrände bei Bordeaux: Mehr als 110.000 Menschen evakuiert
25.07.2026 12:18 Rom bietet ukrainischem Ex-Minister Fedorow Job an
25.07.2026 12:18 Kiews Gegenangriffe: Versandhändler evakuiert Mitarbeiter
25.07.2026 12:18 Österreich: 'Turbo-Beitritt auf Antrag' für Ukraine in EU ...
25.07.2026 12:12 Nach Schüssen: Mehr Sicherheit bei Gala-Dinner mit Trump
25.07.2026 12:11 Sozialverband: Linnemann muss sich im Kabinett unbeliebt mac...
25.07.2026 12:11 Arbeitgeber fordern Korrekturen bei Rentenreform
25.07.2026 12:10 DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert
25.07.2026 12:06 Linnemann mit 'Höllenrespekt' vor künftigem Amt
25.07.2026 12:03 Gönner: Industrie verliert monatlich 15.000 Arbeitsplätze
25.07.2026 12:03 Batterieexperte zu Varta: 'Schlag für die Batterieindustrie'
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
26.07.2026

AAMAL CO QSC
Geschäftsbericht

SMC GLOBAL SECURITIES LTD /IN/
Geschäftsbericht

COMMERCIAL BANK OF QATAR
Geschäftsbericht

BANQUE SAUDI FRANSI
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services