Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
09.07.2026 14:54

ROUNDUP 2: Neue Eskalation überschattet Staatsbegräbnis im Iran

(neu: neue Angriffe)

TEHERAN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach den massiven Luftangriffen des US-Militärs wächst im Iran die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die USA bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss. Unterdessen endet mit der Bestattung des getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei eine jahrzehntelange politische Ära in der Islamischen Republik.

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in mehreren Gebieten entlang der Küste des Landes. Auch zivile Infrastruktur wurde zerstört, wie Bilder von Staatsmedien zeigten. Mindestens 14 Menschen seien getötet und 78 weitere verletzt worden, teilte der Pressedienst der Regierung mit. Auf der wichtigen Bahnstrecke Teheran-Maschhad kam der Personenverkehr zum Erliegen.

Im Laufe des Tages griffen Irans Streitkräfte staatlichen Angaben zufolge unter anderem US-Zerstörer und US-Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern an. In der Nacht hatten die Revolutionsgarden mit Raketen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain gezielt. Diese Länder liegen nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt. Die Streitkräfte Jordaniens, das erstmals seit Wochen wieder Ziel von Angriffen wurde, schossen nach eigenen Angaben acht Raketen ab.

Chamenei-Bestattung in Maschhad

Die militärische Konfrontation erfolgte inmitten der Trauerfeiern für Chamenei. Am Donnerstag sollte das frühere Staatsoberhaupt im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad beerdigt werden. Am Mittwoch waren im benachbarten Irak, wo mehrheitlich Schiiten leben, nach offiziellen Schätzungen drei Millionen Menschen zu Trauerfeiern zusammengekommen.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs aber mehrfach zu gegenseitigen Angriffen.

Seine Anhänger verehren Chamenei als Märtyrer, der ihrer Ansicht nach im Widerstand gegen einen militärisch überlegenen Feind gefallen ist. Ein großer Teil der rund 86 Millionen Einwohner im Land dürfte der Staatstrauer jedoch gleichgültig oder ablehnend gegenüberstehen.

Spekulationen über Chamenei-Nachfolger und Sohn Modschtaba

Bereits vor der Bestattung wurde im Iran viel über den Verbleib von Chameneis Nachfolger und Sohn Modschtaba spekuliert. Er war eine Woche nach dem Tod seines Vaters zum neuen Staatsoberhaupt ernannt worden. Öffentlich trat er seither jedoch nicht auf. Das löste Gerüchte über seinen Gesundheitszustand aus, von schweren Verletzungen ist die Rede.

Zwar werden regelmäßig Mitteilungen über die Internetauftritte von Chamenei junior veröffentlicht, Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es von ihm aber noch immer nicht. Seine Abwesenheit dürfte auch innerhalb der politischen und militärischen Staatsführung für Spannungen sorgen. Erste Konflikte zwischen den politischen Lagern wurden bereits öffentlich ausgetragen.

Trump droht mit noch heftigeren Angriffen

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran derweil mit noch heftigeren Angriffen. Die Attacken seien Vergeltungsmaßnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, schrieb er auf der Plattform Truth Social. "Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!" Auch Irans Revolutionsgarden drohten: Sollte das US-Militär seine Aggression wiederholen, werde man die eigenen "vernichtenden Reaktionen" auf weitere US-Stützpunkte in der Region ausweiten, hieß es in einer Erklärung.

Ein großer Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran ist die Straße von Hormus. Die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge hat sich in dem Konflikt für den Iran als stärkstes wirtschaftliches und militärisches Druckmittel entpuppt. Die Wiedereröffnung der Meerenge ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Washington und Teheran Mitte Juni verständigt hatten. Irans Militärführung besteht darauf, laut dem Abkommen allein verantwortlich für die Verwaltung der Meerenge zu sein. Der Schiffsverkehr ist weiterhin stark eingeschränkt.

Straße von Hormus wichtiges Druckmittel für Iran

Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb in einer Lage-Analyse, der Iran sei bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen, sollte dies zur Sicherung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus nötig sein.

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" bereitet sich das Weiße Haus auf eine mögliche mehrtägige oder sogar mehrwöchige militärische Auseinandersetzung mit dem Iran in der Meerenge vor. Die Dauer und die Intensität der neuen Angriffe hingen von den nächsten Schritten Teherans ab, hieß es unter Berufung auf US-Regierungsbeamte.

Ob die USA die neuen Angriffe gewissermaßen duldeten, die Lage militärisch selbst eskalierten oder eine Einigung mit dem Iran erreichten - bei jeder Option gebe es Nachteile, sagte Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security der "New York Times". Am wahrscheinlichsten sei eine Fortsetzung "niedrigschwelligen Geplänkels" gefolgt von "hektischer Diplomatie der Vermittler, dem Entstehen einer neuen und brüchigen Waffenruhe und dann wahrscheinlich noch eine Angriffsrunde", sagte Fontaine./arb/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.163     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.07.2026 16:05 ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für MTU auf 409 Euro - '...
09.07.2026 15:57 Ölpreise geben nach deutlichem Anstieg etwas nach - Iran-Kr...
09.07.2026 15:56 Sozialplan für Zalando in Erfurt abgeschlossen
09.07.2026 15:53 ROUNDUP: EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming...
09.07.2026 15:50 Aktien New York: Nasdaq profitiert von starken Chip-Aktien -...
09.07.2026 15:42 ROUNDUP: Weg frei fürs neue Heizungsgesetz - Karlsruhe weis...
09.07.2026 15:41 Kreml kritisiert Trump, aber nur leicht
09.07.2026 15:37 EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos
09.07.2026 15:32 EQS-News: Great Atlantic Salt Project: Atlas Salt informiert...
09.07.2026 15:27 Stromhilfen: Monopolkommission kritisiert Labyrinth von Sond...
09.07.2026 15:25 Israel weist Berichte über humanitäre Krise in Gaza zurück
09.07.2026 15:23 EQS-DD: Pentixapharm Holding AG (deutsch)
09.07.2026 15:20 Prozesse um Sparkassen-Coup für Gutachten ausgesetzt
09.07.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 09.07.2026 - 15.15 Uhr
09.07.2026 15:17 OTS: Westfalen AG & Co. KG / Westfalen verlagert Wachstum na...
09.07.2026 15:14 ROUNDUP: Lautstarker Protest vor VW-Aufsichtsratssitzung
09.07.2026 15:12 RBC belässt Deutsche Bank auf 'Outperform' - Ziel 35 Euro
09.07.2026 15:12 Ukraine zu Nord Stream: Staatliche Stellen nicht verwickelt
09.07.2026 15:06 Koalition will neues Heizgesetz am Freitag im Bundestag besc...
09.07.2026 15:03 Jefferies belässt Salzgitter auf 'Hold' - Ziel 55 Euro
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
09.07.2026

Argentinien
Börsenfeiertage

HEG
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

SUPREME INFRASTRUCTURE INDIA LTD
Geschäftsbericht

G M BREWERIES
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services