Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
07.06.2026 18:53

ROUNDUP: Selenskyj will Europäer am Verhandlungstisch haben

LONDON (dpa-AFX) - Vor dem Londoner Vierer-Gipfel zum Ukraine-Krieg hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass die Europäer an möglichen Friedensgesprächen mit Russland teilnehmen sollen. "Europa muss Teil der Verhandlungen sein und sich stark zeigen", schrieb er vor seinem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer auf X.

Die vier Staats- und Regierungschefs wollten am Abend in der britischen Regierungszentrale in London zusammenkommen, um über eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges zu sprechen. Zudem soll es laut Selenskyj um Militärhilfe für den Abwehrkampf gegen Russland und die gemeinsame Stärkung der europäischen Luftverteidigung gehen. Es sei wichtig, "alles zu erörtern und uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs auf die wesentlichen Punkte zu einigen", schrieb der ukrainische Präsident.

Selenskyj hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag direkte Gespräche vorgeschlagen, war damit aber zunächst auf dessen Ablehnung gestoßen. Trotzdem will sich der ukrainische Staatschef nun mit den europäischen Verbündeten auf mögliche neue Verhandlungen vorbereiten.

Die USA vermitteln seit Anfang vergangenen Jahres zwischen Russland und der Ukraine. Inzwischen sind die Bemühungen aber weitgehend zum Erliegen gekommen und die Amerikaner scheinen das Interesse daran zu verlieren. US-Außenminister Marco Rubio sagte vor zwei Wochen, aus US-Sicht könnten gerne auch andere versuchen, den Krieg in der Ukraine zu beenden.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien waren als sogenannte E3 schon im vergangenen Jahr involviert und nahmen die Rolle der europäischen Unterhändler ein. Zuletzt waren sie aber nur noch Zuschauer. Angesichts des schwindenden Engagements der US-Amerikaner sehen sie nun eine Chance, zurück ins Spiel zu kommen. "Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland", heißt es aus deutschen Regierungskreisen.

Anders als die USA sehen die Europäer sich nicht als Vermittler, sondern als Verbündete der Ukraine. Sie unterstützen das Land massiv mit Waffenlieferungen und belegen Russland gleichzeitig mit Sanktionen, um Druck auf Moskau aufzubauen, den Krieg zu beenden. Wenn sie in die Verhandlungen einsteigen, werden sie an der Seite der Ukraine stehen und nicht als Moderator auftreten.

Putin steht einer europäischen Beteiligung grundsätzlich offen gegenüber, hat aber seine eigenen Vorstellungen. So brachte er den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als europäischen Unterhändler ins Spiel und traf sich mit ihm diese Woche im Moskauer Kreml. Schröder war nach seiner Kanzlerschaft als Lobbyist bei russischen Energieunternehmen eingestiegen. Er hat sich zwar vom russischen Angriff auf die Ukraine distanziert, seine freundschaftliche Verbindung zu Putin aber weiter aufrecht gehalten.

Auf deutscher Seite wird der Vorstoß Putins als Provokation gesehen und nicht ernst genommen. Auch andere Vorschläge wie Ex-Kanzlerin Angela Merkel oder der frühere EZB-Chef Mario Draghi dürften für die Bundesregierung nicht infrage kommen. Sie ist der Auffassung, dass Regierungen den Prozess steuern sollten. "Es spricht einiges dafür, dass die E3 dabei weiter eine wichtige Rolle spielen werden", heißt es aus deutschen Regierungskreisen.

Die Amerikaner sollen aus Sicht der Bundesregierung auf jeden Fall im Boot bleiben. Man wolle "Koordinierung statt Konkurrenz" mit den Amerikanern, heißt es. Und mit den anderen Europäern strebe man eine "größtmögliche Abstimmung" an.

Wie lange es noch bis zu Verhandlungen dauern wird, ist völlig offen. Derzeit nehmen die Kampfhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu. Aber gerade die heftigen Kämpfe mit großen Verlusten auf beiden Seiten könnten die Bereitschaft zu Verhandlungen erhöhen. Auf deutscher Seite erwartet man aber, dass dies "nicht Wochen, sondern Monate dauern" werde.

In London sollte nun - bevor es darum geht, wer die Unterhändler sind - die inhaltliche Linie für mögliche Verhandlungen geklärt werden. Aus deutscher Sicht braucht es für den weiteren Prozess einen "klaren politischen Kompass" und ein "klares Zielbild"./DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 687     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
23.06.2026 21:04 Sterneregen für Spitzenköche - Frauen fehlen
23.06.2026 21:03 Meloni setzt nach Streit mit Trump auf Deeskalation
23.06.2026 21:03 Frankreichs Unterhaus billigt Autonomie-Pläne für Korsika
23.06.2026 21:02 DGB und BDA sehen Licht und Schatten bei Rentenvorschlägen
23.06.2026 20:15 EQS-Adhoc: OHB SE beschließt die Ausgabe von 1.605.388 neue...
23.06.2026 19:57 Aktien New York: Nasdaq tiefrot nach Verkaufswelle in Asien ...
23.06.2026 19:37 AKTIE IM FOKUS 2: SpaceX-Papiere stabilisieren sich nach Gew...
23.06.2026 19:01 Merz stimmt sich vor Nato-Gipfel mit mächtigen Europäern ab
23.06.2026 19:00 EQS-Stimmrechte: Deutsche Bank AG (deutsch)
23.06.2026 19:00 EQS-Stimmrechte: Kontron AG (deutsch)
23.06.2026 18:58 ROUNDUP 2: EU-Vertreter empfangen erstmals Taliban in Brüss...
23.06.2026 18:57 Gericht: Exxon darf zu Enteignungen unter Fidel Castro klage...
23.06.2026 18:41 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gerät in den Sog d...
23.06.2026 18:32 Vertreter aus dem Libanon und Israel verhandeln erneut in US...
23.06.2026 18:32 Weltschifffahrtsorganisation will 11.000 Seeleute evakuieren
23.06.2026 18:27 Aktien Wien Schluss: Verluste - Asien-Börsen belasten
23.06.2026 18:24 JPMorgan belässt Richemont auf 'Overweight' - Ziel 200 Fran...
23.06.2026 18:23 ROUNDUP 2: ARD und ZDF kämpfen in Karlsruhe für höheren R...
23.06.2026 18:16 Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gerät in den Sog der asiat...
23.06.2026 18:15 10 Jahre Brexit-Votum: City of London will Beziehung stärken
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
24.06.2026

CHARIOT
Geschäftsbericht

HENDERSON OPPORTUNITIES TRUST
Geschäftsbericht

TRIPLE POINT ENERGY EFFICIENCY INFRASTRUCTURE CO.
Geschäftsbericht

EVERTZ TECHNOLOGIES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services