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02.04.2026 11:09

OTS: KfW / KfW Research: Iran-Krieg drückt auf die Stimmung im Mittelstand

    KfW Research: Iran-Krieg drückt auf die Stimmung im Mittelstand
Frankfurt am Main (ots) -

- Geschäftsklimaindex sinkt in allen Wirtschaftsbereichen
- Hauptgrund für den Rückgang sind die unsicheren Geschäftsaussichten
- Bei den Großunternehmen fällt die Stimmung noch etwas tiefer als im
  Mittelstand

Bis Ende Februar deuteten viele Indikatoren auf einen wirtschaftlichen
Aufschwung in Deutschland hin. Doch der Krieg im Iran hat nun fast alles in
Frage gestellt. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen ist im
März um 3,6 Zähler auf minus 18,2 Punkte gefallen. Damit liegt die Stimmung in
den Unternehmen deutlich unter der Nulllinie, die für den langfristigen
Durchschnitt steht.

Haupttreiber dieser negativen Entwicklung des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers
waren die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten, die um 7,6 Zähler
auf nun minus 19,2 Punkte absackten. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage
bewerteten die mittelständischen Unternehmen dagegen sogar leicht besser als
noch im Februar. Die KfW wertet für den Geschäftsklimaindex Ergebnisse der
ifo-Konjunkturumfrage aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und
Hauptwirtschaftsbereichen.

"Die Verunsicherung in den Unternehmen ist groß. Solange der Krieg im Iran
anhält, wird das auch so bleiben. Der Aufschwung in Deutschland wird sich
verzögern und weniger stark ausfallen als erhofft", sagte Dr. Dirk Schumacher,
Chefvolkswirt der KfW.

Der Rückgang des mittelständischen Geschäftsklimas zog sich im März durch alle
Wirtschaftsbereiche. Am stärksten trübte sich die Stimmung im Verarbeitenden
Gewerbe ein. Allein das Bauhauptgewerbe zeigte sich mit nur einem minimalen
Rückgang relativ robust.

Bei den Großunternehmen fiel das Geschäftsklima noch etwas stärker als im
Mittelstand, nämlich um 4,7 Zähler auf minus 21,1 Punkte. Auch hier waren alle
Wirtschaftsbereiche betroffen.

Die Daten zeigen zudem, dass die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Öl- und
Gaspreise dazu führen, dass die Unternehmen deutlich höhere Erwartungen an
künftige (Absatz-)Preise haben. Dies ist sowohl bei den mittelständischen als
auch bei den Großunternehmen der Fall. Das Ausmaß des Anstiegs erinnert an die
Zeit der Corona-Pandemie 2020/21. Allerdings sind die internationalen
Lieferketten anders als vor fünf Jahren noch weitgehend intakt und der Konflikt
regional begrenzt. Im schlechtesten Fall könnte es aber zu einer
selbsterfüllenden Prophezeiung kommen, sollte die Nachfrage nach vermutet
knappen Gütern kurzfristig in die Höhe schnellen und die Preise treiben.

Das aktuelle Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Servic
e/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/KfW-ifo-Mittelstandsbaromet
er/?redirect=80065)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen
Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https
://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html
?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press
emitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6248500
OTS:               KfW


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