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| 22.03.2026 15:49 Israel bestätigt direkte Einschläge in Arad und Dimona TEL AVIV/TEHERAN (dpa-AFX) - Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten. Die Zerstörungen seien "katastrophal", mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer. Keine neuartigen Raketen Der Sprecher betonte, es habe sich aber nicht um neuartige Raketen des Irans gehandelt, sondern um ballistische Raketen, wie sie seit Kriegsbeginn immer wieder eingesetzt worden seien. Andere Raketen dieser Art seien vorher durchaus von der Raketenabwehr abgefangen worden. "Ich habe viele Fragen dazu bekommen, wie die Iraner eine spezielle Rakete abgefeuert haben, die man angeblich nicht stoppen könne oder ähnliches", sagte der Militärsprecher. "Das sind lediglich Versuche des Irans, Angst zu verbreiten und ein Bild des Sieges zu vermitteln." Bilanz seit Kriegsbeginn Seit Kriegsbeginn am 28. Februar habe der Iran mehr als 400 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. Etwa 92 Prozent der Geschosse seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden. In dem Zeitraum von gut drei Wochen habe es vier direkte Einschläge in israelischen Städten gegeben - in Tel Aviv, Beit Schemesch, Arad und Dimona. Dazu kommen Einschläge von Raketentrümmern oder von Bomben aus Streumunition. Bei den iranischen Raketenangriffen in Israel habe es bisher nur zivile Opfer gegeben, sagte der Sprecher. Immer wieder Streumunition auf Bevölkerungsgebiete Gegenwärtig bewege sich die Zahl der täglich auf Israel abgefeuerten Raketen zwischen einem hohen einstelligen bis niedrigen 20-er Bereich. Der Iran habe immer wieder Streumunition auf Bevölkerungszentren abgefeuert, auch bei einem jüngsten Angriff auf Tel Aviv, sagte der Sprecher. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil damit große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzogen werden und das besonders für Zivilisten gefährlich ist. Nach Angaben des Sprechers beträgt der Radius der kleineren Sprengladungen nach der Aufspaltung des Geschosses etwa zehn Kilometer. Kein Kommentar zur Sicherheit von Atomreaktor Der Militärsprecher wollte sich nicht zur Frage äußern, warum die Raketen in Arad und Dimona nicht von der Raketenabwehr gestoppt werden konnten. Auf die Frage, ob es Sorge um die Sicherheit des israelischen Atomreaktors in der Nähe von Dimona gebe, sagte er: "Kein Kommentar." Iranische Staatsmedien hatten berichtet, die Raketenangriffe auf die Wüstenstädte hätten einer Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt./le/DP/nas Weitere Nachrichten |
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