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18.03.2026 15:05

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Echte ...

    Echte Technologieoffenheit erfordert deutliche Nachbesserungen am
EU-Automobilpaket / Brossardt: "Strafzahlungen verhindern, faire
Rahmenbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit stärken"
Brüssel (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert
Nachbesserungen am Automobilpaket der EU-Kommission . "Europas Fahrzeugindustrie
steht massiv unter Druck. Erfreulicherweise hat die Kommission erkannt, dass
Handlungsbedarf bei den Flottengrenzwerten besteht. Sie will nun zusätzliche
Optionen zulassen, wie Unternehmen das CO2-Ziel bis 2035 erreichen können. Als
bayerische Wirtschaft bewerten wir jeden Schritt hin zu mehr
Technologieoffenheit grundsätzlich positiv", erklärte vbw Hauptgeschäftsführer
Bertram Brossardt anlässlich eines Politischen Dialogs in Brüssel über die
europäische Fahrzeugindustrie und ergänzte: "Allerdings stellen wir uns das Aus
vom absoluten Verbrenner-Aus anders vor . Wenn Brüssel die europäische
Fahrzeugindustrie wirklich stärken will, brauchen wir dringend Nachbesserungen."

Konkret benennt die vbw drei Kernpunkte zur Anpassung des Automobilpakets:
Erstens ist das Grundproblem der aktuellen Flottenregulierung zu lösen: Es sind
massive Bußgelder vorgesehen , wenn Grenzwerte überschritten werden. Das
bedeutet zusätzliche Belastungen für Unternehmen, aber keinen echten Fortschritt
für den Klimaschutz . "Transformation darf nicht zu Destruktion führen. Strafen
bringen uns nicht weiter, die Wirtschaft braucht Unterstützung", betonte
Brossardt. Zweitens müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass sie das
Erreichen der Ziele für Fahrzeugbauer möglich machen. "Nach der bisherigen Logik
können die Hersteller für Überschreitungen der Flottengrenzwerte auch dann
sanktioniert werden, wenn die Verantwortung für die Zielverfehlung gar nicht bei
ihnen liegt. Mit dem Autopaket muss das anders gelöst werden: Wenn wir mehr
grünen Stahl wollen, brauchen wir einen wesentlich schnelleren Hochlauf der
Wasserstoffwirtschaft . Wenn wir mehr Elektromobilität wollen, brauchen wir eine
flächendeckende Ladeinfrastruktur - für Pkw und Lkw. Wenn wir erneuerbare
Kraftstoffe als Option nutzbar machen wollen, brauchen wir endlich eine faire
Regelung zur Anrechnung ", forderte Brossardt. Als dritten und letzten Punkt
setzt die vbw auf eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit , nicht auf neue
Konflikte. "Local-Content-Vorgaben können eine ambitionierte und entschlossene
Standortpolitik nicht ersetzen. Sie können handelspolitische Konflikte
provozieren und damit der exportorientierten Industrie schaden. Es bleibt dabei:
Wir dürfen Protektionismus nicht mit Protektionismus beantworten", so Brossardt.

Abschließend erklärte Brossardt: "Europas Fahrzeugindustrie muss innovativ
bleiben und auf dem Weg zur Klimaneutralität im Wettbewerb bestehen können: Das
ist unser gemeinsames Ziel. Als bayerische Wirtschaft wollen wir uns dazu
konstruktiv einbringen."

Pressekontakt:

Felix Fend, +49 (0) 89-551 78-335, mailto:felix.fend@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6238481
OTS:               vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.


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