Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
17.01.2026 18:34

ROUNDUP: CSU drängt auf mehr Arbeitszeit-Flexibilität - DGB warnt

BERLIN (dpa-AFX) - Die CSU macht Druck für eine rasche Flexibilisierung der Arbeitszeitregeln in Deutschland. "Die nötigen Reformen müssen wir in diesem Jahr auf den Weg bringen, damit sie wirken können", sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der "Augsburger Allgemeinen". Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Flexibilisierung müsse jetzt von der Bundesregierung schnell auf den Weg gebracht werden. Eine Forderung, die der DGB kritisch sieht.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu schaffen. Dies wurde auch mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf begründet.

Zur Ausgestaltung sollte der Dialog mit den Sozialpartnern geführt werden. Im Koalitionsvertrag heißt es zudem: "Kein Beschäftigter darf gegen seinen Willen zu höherer Arbeitszeit gezwungen werden. Deshalb werden wir Missbrauch ausschließen."

Das Thema war vor wenigen Tagen durch eine Bemerkung von Bundeskanzler Friedrich Merz wieder in den Blickpunkt gerückt. Beim Neujahrsempfang der Wirtschaft in Halle antwortete der CDU-Chef auf die Frage, welches Gesetz er streichen würde, wenn er die Gelegenheit hätte: "Ich würde wahrscheinlich das Arbeitszeitgesetz streichen."

Warnung vor Gesundheitsgefahren für die Beschäftigten

Während Huber die Äußerung guthieß, kritisierte sie der SPD-Sozialexperte und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Bernd Rützel. "Das Arbeitszeitgesetz ist ja ein Gesundheitsgesetz. Will er denn die Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzen?", sagte Rützel der Zeitung. "Das wäre ein Schlag ins Gesicht aller Leute, die morgens aufstehen, in den Betrieb oder ins Büro fahren und den ganzen Tag schuften. Das Arbeitszeitgesetz schützt genau diese Menschen", sagte Rützel.

Er betonte aber, die SPD werde sich an den Koalitionsvertrag halten und mehr Flexibilität durch eine Wochenarbeitszeit schaffen. Niemand werde aber gezwungen, länger zu arbeiten. "Die Pausen bleiben die gleichen. Und wir schaffen eine elektronische Erfassung aller Arbeitszeiten. Jede Minute muss bezahlt werden", stellte Rützel klar.

DGB fürchtet 13-Stunden-Tage

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern hält wenig von einer Flexibilisierung. Das würde faktisch die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages bedeuten, "mit Arbeitstagen von bis zu 13 Stunden in der Folge", bemängelte der DGB in einer Mitteilung. Für Millionen Beschäftigte sei das Arbeitszeitgesetz der einzig verlässliche Schutz vor Überlastung und gesundheitlichen Schäden.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf würde durch die Flexibilisierung nicht besser, sondern schwieriger. "Lange und schlecht planbare Arbeitstage verschärfen Belastungen", stellte der bayerische DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl fest. "Das Arbeitszeitgesetz steht mit dem Acht-Stunden-Tag für Respekt vor der Leistung der Beschäftigten. Es ist das Versprechen, dass das Leben der Menschen nicht nur aus Arbeit besteht - und dieses Versprechen darf nicht gebrochen werden."

Arbeitsministerin: Raus aus der Steinzeit

Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf (CSU) begrüßte das Vorhaben dagegen. "Das Arbeitszeitgesetz muss aus der Steinzeit raus - die Arbeitswelt braucht Luft zum Atmen", sagte die Ministerin. "Ohne ein modernes, flexibles, unbürokratisches und krisenfestes Arbeitszeitgesetz kommt der so dringend benötigte wirtschaftliche Aufschwung nicht. Die Neuerungen sind überfällig." Der Gesundheits- und Arbeitsschutz stehe dabei natürlich nicht zur Disposition. "Das Gesetz muss auch ein Schutzversprechen bleiben", so Scharf./shy/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 977     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
04.03.2026 06:07 Airbnb und Tourismusverband planen Fonds für ländliche Räume
04.03.2026 06:06 Börsen in Ostasien stark im Minus - Kospi verliert weitere ...
04.03.2026 06:05 TAGESVORSCHAU: Termine am 4. März 2026
04.03.2026 06:05 WOCHENVORSCHAU: Termine bis 17. März 2026
04.03.2026 05:59 ROUNDUP/Dubai-Rückkehrer: 'Wussten nicht, ob wir wieder rau...
04.03.2026 05:59 ROUNDUP: Erster Rückholflug für gestrandete Touristen soll...
04.03.2026 05:59 Autobahntunnel nach Brand teilweise wieder frei
04.03.2026 05:58 Kabeldiebstahl legt Bahnstrecke Leipzig-Erfurt weiter lahm
04.03.2026 05:50 INDEX-MONITOR: Lufthansa vor Rückkehr in den Dax - Zalando ...
04.03.2026 05:50 Betriebsversammlung bei VW gibt Ausblick auf Golf 9
04.03.2026 05:50 EU-Kommission legt Vorschlag zur Industrie-Stärkung vor
04.03.2026 05:40 ROUNDUP/Rubio: USA haben Iran nicht wegen Israel angegriffen
04.03.2026 05:40 ROUNDUP: USA und Israel melden Tausende Angriffe auf Ziele i...
04.03.2026 05:40 ROUNDUP: Trump lobt Merz - und attackiert andere Europäer
04.03.2026 05:38 Erster Rückholflug für gestrandete Touristen soll abheben
04.03.2026 05:37 Dubai-Rückkehrer: 'Wussten nicht, ob wir wieder rauskommen'
04.03.2026 05:36 BDI: Keine unmittelbare Gefahr für Konjunktur durch Iran-Kr...
04.03.2026 05:36 TK-Chef: Ausnahmen schwächen die Klinikreform
04.03.2026 05:35 SPD-Minister pocht auf Schutz für Mieter beim Heizungsgesetz
04.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Neue Osnabrücker Zeitung' zum Wehrbericht
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
04.03.2026

MUSICMAGPIE PLC
Geschäftsbericht

WELLFULLY
Geschäftsbericht

WEBIS HOLDINGS PLC
Geschäftsbericht

WAM CAPITAL
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services