Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.04.2025 18:21

WDH/Analyse: Deutsches Finanzpaket nicht mit EU-Regel vereinbar

(fehlende Buchstaben in Zwischenüberschrift ergänzt)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mit dem von der designierten Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur kann Deutschland einer Analyse zufolge die EU-Schuldenvorgaben nicht einhalten. Nach Berechnungen von Experten der Brüsseler Denkfabrik Bruegel ließen die derzeitigen EU-Finanzvorschriften die vorhergesehenen Ausgaben nicht zu - "es sei denn, sie werden durch Haushaltseinsparungen an anderer Stelle ausgeglichen", schreiben die Autoren. Selbst mit einer von der EU-Kommission angebotenen Ausnahmeregel für Investitionen in Rüstungsgüter seien die Berliner Vorhaben unvereinbar mit dem Regelwerk.

Die Experten bezeichnen die Situation als ein Dilemma. Denn zwar sei es aus europäischer Sicht eine gute Nachricht, "dass Deutschland endlich die Fesseln seiner Schuldenbremse abgeworfen hat". Gleichzeitig dürfe es bei der Einhaltung der Schuldenregeln, dem sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakt, keine Ausnahme nur für Deutschland geben.

Deutschland hatte sich für strenge Regeln eingesetzt

Die europäischen Schuldenregeln gelten für alle Mitgliedsländer der EU. Sie schreiben unter anderem vor, dass der Schuldenstand eines Mitgliedstaates 60 Prozent der Wirtschaftsleistung nicht überschreiten darf. Gleichzeitig muss das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gehalten werden. Wer die Grenzen übertritt, riskiert ein Strafverfahren. Der Pakt war im vergangenen Jahr reformiert worden - vor allem Deutschland hatte sich für vergleichsweise strenge Regeln stark gemacht.

Um für solide Finanzen zu sorgen, muss jedes Land zusammen mit der EU-Kommission einen vierjährigen Haushaltsplan aufstellen. In diesen haben sich einige Länder zu einer erheblichen Haushaltskonsolidierung verpflichtet. Der Plan aus Deutschland steht derzeit noch aus. Die neue Regierung könne sich aber nicht leisten, in diesem deutlich geringere Ausgaben für etwa Infrastruktur zu planen, als sie zugesagt hat, schreiben die Autoren.

Experten schlagen erneute Reform der EU-Schuldenregeln vor

Als eine "saubere" Lösung des "Dilemmas" sehen die Bruegel-Experten eine erneute Reform der EU-Schuldenregeln, "nicht nur zum Vorteil Deutschlands, sondern auch aller anderen EU-Länder, insbesondere derjenigen, die derzeit harte Einschnitte bei den öffentlichen Investitionen planen". Im Zuge von Europas Aufrüstungsbemühungen hatte die EU-Kommission bereits eine Ausnahmeregel für Verteidigungsausgaben vorgeschlagen.

Neue Regierungskoalition beschloss Milliarden-Finanzpaket

Anfang März hatte sich die wohl künftige neue Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD auf ein Finanzpaket von historischem Ausmaß für Verteidigung und Infrastruktur geeinigt. Zusammen mit den Grünen verabschiedete der alte Bundestag mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit Änderungen im Grundgesetz, um die dort verankerte Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zu lockern und ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz im Umfang von 500 Milliarden Euro zu schaffen./rdz/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   14 15 16 17 18    Berechnete Anzahl Nachrichten: 423     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 10:15 Ter Stegen meldet sich fit vor Supercup-Finale gegen Real
09.01.2026 10:13 ROUNDUP: Bahn stellt Fernverkehr im Norden wegen Schneesturm...
09.01.2026 09:57 Deutsche Anleihen vor US-Arbeitsbericht kaum verändert
09.01.2026 09:56 EQS-News: Diginex schließt Übernahme von The Remedy Projec...
09.01.2026 09:53 SPD-Chef: Erbschaftsteuer verstößt gegen Leistungsprinzip
09.01.2026 09:52 380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom
09.01.2026 09:52 Deutsche Bank Research senkt Ziel für Traton auf 32 Euro - ...
09.01.2026 09:52 Warburg Research hebt Ziel für Mutares auf 46 Euro - 'Buy'
09.01.2026 09:52 Deutsche Bank senkt Ziel für Redcare auf 200 Euro - 'Buy'
09.01.2026 09:51 Deutsche Bank hebt Ziel für Knorr-Bremse auf 108 Euro - 'Bu...
09.01.2026 09:51 RBC belässt Glencore auf 'Outperform' - Ziel 480 Pence
09.01.2026 09:49 VERMISCHTES/ROUNDUP: Autobahnen in Hessen durch festgefahren...
09.01.2026 09:46 Dialyse-Spezialist FMC macht beim Aktienrückkauf Tempo
09.01.2026 09:45 Klingbeil: Dänemark hat im Grönland-Streit volle Solidarität
09.01.2026 09:45 Jefferies belässt Rio Tinto auf 'Hold' - Ziel 5700 Pence
09.01.2026 09:44 ROUNDUP: Teamviewer erreicht Umsatzziel für 2025 - Aktie mi...
09.01.2026 09:40 Ölpreise legen weiter zu - Geopolitische Risiken treiben
09.01.2026 09:38 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax bleibt klar über 2...
09.01.2026 09:34 Bahn stellt Fernverkehr im Norden wegen Schneesturms ein
09.01.2026 09:28 ROUNDUP 2: Sturm 'Elli' zieht mit geballter Schneeladung üb...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.01.2026

Jordanien
Verbraucherpreisindex (CPI)

AL-SHEHILI METAL INDUSTRIES CO
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services