Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.04.2025 17:27

Analyse: Deutsches Finanzpaket nicht mit EU-Regel vereinbar

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mit dem von der designierten Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur kann Deutschland einer Analyse zufolge die EU-Schuldenvorgaben nicht einhalten. Nach Berechnungen von Experten der Brüsseler Denkfabrik Bruegel ließen die derzeitigen EU-Finanzvorschriften die vorhergesehenen Ausgaben nicht zu - "es sei denn, sie werden durch Haushaltseinsparungen an anderer Stelle ausgeglichen", schreiben die Autoren. Selbst mit einer von der EU-Kommission angebotenen Ausnahmeregel für Investitionen in Rüstungsgüter seien die Berliner Vorhaben unvereinbar mit dem Regelwerk.

Die Experten bezeichnen die Situation als ein Dilemma. Denn zwar sei es aus europäischer Sicht eine gute Nachricht, "dass Deutschland endlich die Fesseln seiner Schuldenbremse abgeworfen hat". Gleichzeitig dürfe es bei der Einhaltung der Schuldenregeln, dem sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakt, keine Ausnahme nur für Deutschland geben.

Deutschland hatte sich für strenge Regeln eingesetzt

Die europäischen Schuldenregeln gelten für alle Mitgliedsländer der EU. Sie schreiben unter anderem vor, dass der Schuldenstand eines Mitgliedstaates 60 Prozent der Wirtschaftsleistung nicht überschreiten darf. Gleichzeitig muss das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gehalten werden. Wer die Grenzen übertritt, riskiert ein Strafverfahren. Der Pakt war im vergangenen Jahr reformiert worden - vor allem Deutschland hatte sich für vergleichsweise strenge Regeln stark gemacht.

Um für solide Finanzen zu sorgen, muss jedes Land zusammen mit der EU-Kommission einen vierjährigen Haushaltsplan aufstellen. In diesen haben sich einige Länder zu einer erheblichen Haushaltskonsolidierung verpflichtet. Der Plan aus Deutschland steht derzeit noch aus. Die neue Regierung könne sich aber nicht leisten, in diesem deutlich geringere Ausgaben für etwa Infrastruktur zu planen, als sie zugesagt hat, schreiben die Autoren.

Experten schlagen erneute Reform der EU-Schuldenregeln vor

Als eine "saubere" Lösung des "Dilemmas" sehen die Bruegel-Experten eine erneute Reform der EU-Schuldenregeln, "nicht nur zum Vorteil Deutschlands, sondern auch aller anderen EU-Länder, insbesondere derjenigen, die derzeit harte Einschnitte bei den öffentlichen Investitionen planen". Im Zuge von Europas Aufrüstungsbemühungen hatte die EU-Kommission bereits eine Ausnahmeregel für Verteidigungsausgaben vorgeschlagen.

Neue Regierungskoalition schloss Milliarden-Finanzpaket

Anfang März hatte sich die wohl künftige neue Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD auf ein Finanzpaket von historischem Ausmaß für Verteidigung und Infrastruktur geeinigt. Zusammen mit den Grünen verabschiedete der alte Bundestag mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit Änderungen im Grundgesetz, um die dort verankerte Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zu lockern und ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz im Umfang von 500 Milliarden Euro zu schaffen./rdz/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   14 15 16 17 18    Berechnete Anzahl Nachrichten: 764     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 07:30 EQS-News: Pyrum und UNITANK gründen Joint Venture für den ...
09.01.2026 07:30 EQS-News: SFC Energy AG erweitert strategische Partnerschaft...
09.01.2026 07:23 Moskau: Russland schoss mit Mittelstreckenrakete Oreschnik
09.01.2026 07:22 DAX-FLASH: Solider Start vor US-Arbeitsmarktdaten
09.01.2026 07:15 Zu feuchtes Parkett: NBA-Spiel in Chicago abgesagt
09.01.2026 07:00 EQS-News: TeamViewer erfüllt pro-forma Topline-Prognose fü...
09.01.2026 06:35 ROUNDUP/Ausnahmezustand in Deutschland: Die eisige 'Elli' is...
09.01.2026 06:35 ROUNDUP: Zwei Verletzte in Portland bei Kontrolle durch Gren...
09.01.2026 06:35 ROUNDUP/Berliner Blackout: Krisenmanagement wird geprüft
09.01.2026 06:35 ROUNDUP: Iran-Proteste spitzen sich zu - Internet-Blackout
09.01.2026 06:35 ROUNDUP: Russland feuert ballistische Rakete auf Ukraine
09.01.2026 06:35 ROUNDUP/Tödliche Schüsse: US-Stadt zweifelt an fairen Ermi...
09.01.2026 06:35 ROUNDUP: Strenger Winter, Gasspeicher leeren sich - Grund zu...
09.01.2026 06:34 Trump ordnet massive Käufe von Hypothekenanleihen an
09.01.2026 06:32 Trump stellt neue Russland-Sanktionen in Aussicht
09.01.2026 06:26 Zwei Dutzend Lastwagen stecken auf A7 im Schnee fest
09.01.2026 06:25 Ausnahmezustand in Deutschland: Die eisige 'Elli' ist da
09.01.2026 06:22 Trump deutet Treffen mit Venezuelas Oppositionsführerin an
09.01.2026 06:22 Ex-Botschafterin in Kiew wird Wirtschafts-Ombudsfrau
09.01.2026 06:21 Lula stoppt Strafmilderung für Bolsonaro nach Putschversuch
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
10.01.2026

AVENUE SUPERMARTS LTD
Geschäftsbericht

Ägypten
Verbraucherpreisindex (CPI)

TOKYO FINANCE LTD
Geschäftsbericht

PTC INDUSTRIES LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services