Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
18.03.2025 15:54

ROUNDUP: Siemens will rund 6.000 Jobs abbauen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Siemens will weltweit rund 6.000 Jobs abbauen, 2.850 davon in Deutschland. Betroffen ist vor allem die zuletzt schwächelnde Sparte Digital Industries (DI), wie das Unternehmen mitteilte.

Konzernchef Roland Busch hatte bereits im Herbst einen Stellenabbau im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich angekündigt, nun gibt es konkrete Zahlen. Der Abbau soll in Deutschland ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen.

5.600 Stellen - 2.600 davon in Deutschland - sollen bis Ende September 2027 im zur Sparte Digital Industries gehörenden Automatisierungsgeschäft wegfallen. Es leidet seit einiger Zeit unter anderem an hohen Lagerbeständen bei Kunden und Händlern, was zu schwacher Nachfrage und schlechter Auslastung der Kapazitäten führt.

Im Automatisierungsgeschäft war der Umsatz deutlich abgesackt. Zuletzt ging der Konzern aber von einer Verbesserung im laufenden Jahr aus. Insgesamt laufen die Geschäfte bei Siemens gut: Im ersten Quartal machte der Konzern einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro.

Veränderte Bedingungen in zentralen Märkten machten Anpassungen notwendig, hieß es von Siemens. "Insbesondere der deutsche Markt ist seit zwei Jahren rückläufig. Daher müssen Kapazitäten in Deutschland angepasst werden." Insgesamt werde der Personalbestand in Deutschland aber "in der Tendenz konstant" bleiben, da Siemens in anderen, wachsenden Bereichen rekrutiere.

Bayern könnte besonders betroffen sein

Nähere Informationen dazu, wo in Deutschland die Stellen abgebaut werden sollen, gibt es noch nicht. Es liegt aber nahe, dass Bayern besonders betroffen sein dürfte, da die meisten Werke der DI dort angesiedelt sind.

Weitere 450 Stellen sollen bis Ende September des laufenden Jahres im Geschäft mit Ladelösungen für Elektrofahrzeuge wegfallen, das Siemens ausgliedern will - 250 davon in Deutschland.

"Aktuell besteht im Markt ein starker Preisdruck und ein begrenztes Wachstumspotenzial für Ladesäulen im unteren Leistungsbereich. Daher fokussiert sich das Geschäft auf Marktsegmente wie die Schnell-Ladeinfrastruktur für Depot und Flotten sowie das Laden unterwegs", hieß es.

Kritik von der Arbeitnehmerseite

Von der Arbeitnehmerseite kam Kritik. "Wir haben kein Verständnis für die geplanten Maßnahmen bei der DI und sind angesichts der massiven geplanten Abbauzahl überrascht und verärgert", sagte die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Birgit Steinborn.

"Wenn die One Tech Company ein Wachstumsprogramm sein soll, dann fordern wir, dass Arbeitsplätze nachhaltig geschaffen statt zugunsten der Profitmarge abgebaut werden", sagte sie. Unter diesem Titel hat Siemens vergangenes Jahr ein Programm angekündigt, mit dem unter anderem Einheiten stärker zusammengebracht werden sollen.

Auch der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner, der ebenfalls im Siemens-Aufsichtsrat sitzt, kritisierte die Pläne. "Auf der einen Seite das zukunftsorientierte Zielbild einer One Tech Company zu entwerfen, und auf der anderen Tausende Stellen abzubauen, ist den Beschäftigten nicht vermittelbar", sagte er.

"Das Vertrauen, dass die Beschäftigten auf dem Weg durch die Transformation und in die neue Aufstellung mitgenommen werden, wird durch solche Maßnahmen ganz schnell zerschlagen und ist dann schwer wieder zu reparieren", so Kerner. "Die Transformation bewältigt man nicht durch Abbau, sondern durch positive Veränderung - also vor allem Weiterentwicklung und Qualifizierung."

Betriebsbedingte Kündigungen seien durch die Standort- und Beschäftigungssicherung ausgeschlossen, sagte Kerner. "Die Frage ist vielmehr, wie man die grundlegend veränderte Unternehmensstruktur der Zukunft durch eine radikale Schrumpfkur erreichen will. Das kann aus unserer Sicht nicht klappen."/ruc/DP/nas



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
SIEMENS AG 254,200 EUR 09.01.26 17:38 Xetra
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 461     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.01.2026 11:00 Berichte: Israel und Hamas bereiten sich auf neue Kämpfe vor
11.01.2026 10:58 Bericht: Iran droht mit Gegenangriff auf Israel und US-Basen
11.01.2026 10:58 Linke: Mehr Hilfe und Schutz für iranische Aktivisten
11.01.2026 10:57 Warken weist Vorwürfe von US-Minister scharf zurück
11.01.2026 10:55 Weniger neue Bausparverträge - Branche meldet Normalisierung
11.01.2026 10:53 Klingbeil will mehr Kooperation bei kritischen Rohstoffen
11.01.2026 10:51 Merz reist für zwei Tage nach Indien
11.01.2026 10:50 Bund lehnt Pflicht-Kontrolle beim Boarding ab - GdP dafür
11.01.2026 10:50 Innenminister nach Berliner Blackout: 'Wir schlagen zurück'
11.01.2026 10:49 Protest im Iran: Solidaritäts-Demos in Berlin und Frankfurt
11.01.2026 10:49 Massenproteste im Iran - Trump stellt Hilfe in Aussicht
11.01.2026 10:48 Viele Bürger haben Online-Behördendienste noch nie genutzt
11.01.2026 10:48 Bauern mit gedrückten Geschäftserwartungen im laufenden Jahr
11.01.2026 10:47 Gewerkschaft sieht wachsende Fachkräftelücke im öffentlic...
11.01.2026 10:47 Nach Strom-Anschlag: Dobrindt kündigt Maßnahmenpaket an
11.01.2026 10:46 Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen
11.01.2026 10:00 Klingbeil will mehr Kooperation bei kritischen Rohstoffen
11.01.2026 08:32 Mit Hund und Familie: Oilers ehren Draisaitl für 1000 Punkte
11.01.2026 07:30 EQS-News: CATL eröffnet in Riad die größte Aftermarket-Ei...
11.01.2026 07:00 Bauern mit gedrückten Erwartungen für 2026
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.01.2026

Jordanien
Verbraucherpreisindex (CPI)

AL-SHEHILI METAL INDUSTRIES CO
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services