Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
04.12.2023 07:35

ROUNDUP: Rüstungsfirmen nehmen laut Bericht trotz Auftragsflut weniger ein

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die Einnahmen der 100 größten Rüstungskonzerne der Welt sind trotz des Ukrainekriegs zurückgegangen. Sie lagen 2022 laut einem am Montag vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlichten Bericht bei 597 Milliarden Dollar (rund 543,4 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von 3,5 Prozent entspricht. Grund sind Kapazitätsprobleme. Gleichzeitig haben die Firmen deutlich mehr Aufträge akquiriert. Sipri rechnet deshalb für die kommenden Jahre mit beträchtlich höheren Gewinnen.

Am stärksten zu den Einnahmerückgängen trugen Unternehmen in den USA und Russland bei. US-Rüstungsfirmen verzeichneten laut Sipri Einnahmen von zusammen 302 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Rückgang von 7,9 Prozent. Russische Firmen hatten einen Rückgang von 12 Prozent zu verkraften. Die vier deutschen Firmen auf der Sipri-Liste - Rheinmetall , Thyssenkrupp , Hensoldt und Diehl - meldeten dagegen ein durchschnittliches Plus von 1,1 Prozent. Für transeuropäische Unternehmen wie Airbus errechnete Sipri Einnahmen von 19,7 Milliarden Dollar und einen Zuwachs von 9,6 Prozent. Auch Unternehmen in Israel, der Türkei und Südkorea verzeichneten höhere Einnahmen.

Sipri erklärte, wegen der russischen Invasion in die Ukraine und weltweiter Spannungen sei die Nachfrage nach Waffen und Rüstungsgütern 2022 in die Höhe geschnellt. Die Unternehmen hätten derzeit jedoch zu wenig Kapazitäten. "Viele Rüstungsfirmen sind beim Umstellen der Produktion auf hochintensive Kriegsführung auf Hindernisse gestoßen", sagte Sipri-Rüstungsexpertin Lucie Béraud-Sudreau.

In Nordamerika und Europa brauchten viele Unternehmen lange, um ihre Produktion auszuweiten. Damit hätten sie schon vor dem Ukrainekrieg Schwierigkeiten gehabt. Ein Teil ihrer unerledigten Aufträge stamme noch aus dieser Zeit. Dazu kämen Rohstoffknappheit, die steigende Inflation sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lieferketten und die Personalsituation. Die 2022 eingegangenen Aufträge würden sich wohl erst in zwei bis drei Jahren in den Bilanzen der Unternehmen niederschlagen, sagte Sipri-Forscher Nan Tian.

2022 hatte der Ukraine-Krieg praktisch keine Auswirkung auf die Einnahmen der größten US-Rüstungsfirmen. Sie arbeiteten immer noch Aufträge aus der Zeit vor dem Krieg ab. So ist General Dynamics zwar das einzige Privatunternehmen in den USA, das 155-Millimeter-Granaten herstellt, die in der Ukraine massenweise verschossen werden. Dennoch verzeichnete es 2022 einen Einnahmerückgang um 5,6 Prozent und erklärte, man sehe lediglich Signale für eine höhere Nachfrage. Der Raketenspezialist Lockheed Martin schob einen Auftragsberg von 150 Milliarden Dollar vor sich her, verzeichnete jedoch einen Einnahmerückgang von 8,9 Prozent und rechnete angesichts der langen Produktionszyklen nicht mit kurzfristigen Einnahmesteigerungen wegen des Ukrainekrieges.

Deutsche Rüstungsunternehmen verzeichneten immerhin ein Einnahmeplus. Sie nahmen 9,1 Milliarden Dollar ein, wobei nur ThyssenKrupp einen Rückgang verzeichnete. Die Rüstungseinnahmen von Airbus stiegen um knapp 1,7 Milliarden auf gut 12 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von 17 Prozent.

Unternehmen im Nahen Osten und Ostasien waren auf die verstärkte Nachfrage anscheinend besser vorbereitet. Die israelische Rüstungsfirma Rafael, Baykar aus der Türkei und das südkoreanische Unternehmen Hyundai Rotem meldeten steigende Einnahmen vor allem durch Aufträge aus Europa. Bei Baykar stiegen sie sogar um 94 Prozent. Türkische Unternehmen profitierten auch von Waffenlieferungen in den Nahen Osten.

"Unternehmen in China, Indien, Japan und Taiwan haben alle von anhaltenden Investitionen der Regierung in die Modernisierung des Militärs profitiert", sagte Sipri-Experte Xiao Liang. Solche Firmen hätten in der Regel ein starkes Netz lokaler Zulieferer und könnten so Unterbrechungen der globalen Lieferkette abmildern und auf zusätzliche Aufträge schneller reagieren. Rafael hat auch ein Werk in Deutschland.

Insgesamt lagen die Einnahmen der 100 weltgrößten Rüstungsunternehmen 2022 nach Sipri-Angaben trotz des Rückgangs immer noch deutlich über denen von 2015, als das Institut erstmals chinesische Unternehmen in seine Top-100-Liste aufnahm. Die größte Gruppe stellen nach wie vor US-Unternehmen, von denen 42 auf der Liste stehen, die 51 Prozent der Gesamteinnahmen erwirtschafteten. Auf Platz zwei folgten chinesische Firmen, die einen Einnahmezuwachs von 2,7 Prozent auf 108 Milliarden Dollar meldeten und damit 18 Prozent der Gesamteinnahmen für sich verbuchten.

Von russischen Unternehmen gab es laut Sipri nur wenige Daten. Daher wurden 2022 nur zwei von ihnen in die Liste aufgenommen. Sie verzeichneten einen Einnahmerückgang von 12 Prozent auf 20,8 Milliarden Dollar. Als wichtigste Gründe nannte Sipri die hohe Inflation und den Rückgang russischer Waffenexporte. Außerdem arbeiteten die Firmen Rüstungsbestände aus Sowjetzeiten auf, was nicht so gut bezahlt werde./roy/DP/zb



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
AIRBUS SE 147,960 EUR 26.02.24 14:12 Xetra
GENERAL DYNAMICS COR... 273,750 USD 23.02.24 22:00 NYSE
HENSOLDT AG INHABER-... 33,580 EUR 26.02.24 14:22 Xetra
HYUNDAI MOTOR CO. LT... 89,000 USD 14.11.18 17:31 FINRA ot...
RHEINMETALL AG 420,500 EUR 26.02.24 14:23 Xetra
THYSSENKRUPP AG 4,411 EUR 26.02.24 14:22 Xetra
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 386     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
26.02.2024 14:35 Orban sichert Zustimmung für Nato-Beitritt Schwedens zu
26.02.2024 14:35 ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Vitesco auf ...
26.02.2024 14:30 Habeck will Speicherung von CO2 auf hoher See ermöglichen
26.02.2024 14:28 Regierung warnt: Weniger Wachstum durch Fachkräftemangel
26.02.2024 14:25 BGH: Bei Insiderhandeln nicht zugunsten der Angeklagten rech...
26.02.2024 14:25 Özdemir sieht in Bauernprotesten Chance für weitgehende EU...
26.02.2024 14:20 ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Ziel für Hensoldt auf ...
26.02.2024 14:20 CSU will 'Agenda 2030' für Wirtschaft
26.02.2024 14:19 Götze nach Eklat in Dresden: «Habe geweint»
26.02.2024 14:19 Börse Frankfurt-News: "Momentum-ETFs: Der Teufel steck...
26.02.2024 14:17 IRW-News: Great Pacific Gold Corp. : Great Pacific Gold begi...
26.02.2024 14:15 Nawalny-Team will öffentliche Trauerfeier in Moskau organis...
26.02.2024 14:15 Aktien New York Ausblick: Stabil nach Rekordlauf
26.02.2024 14:12 Polnische Bauern beenden Traktor-Blockade bei Frankfurt an d...
26.02.2024 14:11 EQS-Stimmrechte: RWE Aktiengesellschaft (deutsch)
26.02.2024 14:10 GNW-Adhoc: SMART ReceiveT von FutureDial definiert Abläufe ...
26.02.2024 14:09 6,3 Milliarden Euro Forderungen an insolvente Signa Prime
26.02.2024 14:08 IRW-News: Atlas Lithium Corporation: Atlas Lithium fährt mi...
26.02.2024 14:06 Original-Research: Schloss Wachenheim (von First Berlin Equi...
26.02.2024 14:06 POLITIK: Baerbock fordert Israel zur Einhaltung des humanit?...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
26.02.2024

ZECON ENGINEER
Geschäftsbericht

TECHNO ASIA HLDG
Geschäftsbericht

YLI HOLDINGS
Geschäftsbericht

CCM BIOSCIENCE
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services