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| 31.07.2026 17:13 Devisen: Euro gibt etwas nach - Inflationszahlen bewegen kaum FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach deutlichen Kursgewinnen an den Vortagen hat der Euro am Freitag zum US-Dollar etwas nachgegeben. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1498 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1485 (Donnerstag: 1,1476) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8707 (0,8713) Euro. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung beim Euro. Am Donnerstag hatten überraschend robuste Konjunkturdaten der Gemeinschaftswährung Auftrieb verliehen. Die am Vormittag veröffentlichten Inflationszahlen aus der Eurozone bewegten den Markt kaum. Die Inflation in der Eurozone ist im Juli nach dem Rückgang im Vormonat wieder gestiegen. Das Plus lag jedoch im Rahmen der Erwartungen. Mit 2,9 Prozent liegt die Inflationsrate deutlich über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB. "Klare Indizien für ernstzunehmende Zweitrundeneffekte gibt es bislang nicht", schreibt VP Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Für die EZB bestehe daher kein akuter Handlungsbedarf. "Ob die europäischen Währungshüter auf ihrer nächsten Sitzung im September den Zins anheben werden, darf infrage gestellt werden." Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer vertritt die entgegengesetzte Position: "Die erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran machen auch eine zweite Zinserhöhung durch die EZB immer wahrscheinlicher." Dafür spreche die überraschend gestiegene Kernrate. Zudem nähere sich die Inflation insgesamt immer näher an die Projektionen der EZB an, bei denen die Notenbank zwei Zinserhöhungen unterstellt habe. Eine Leitzinsanhebung im September würde den Eurokurs tendenziell stützen. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85573 (0,85715) britische Pfund, 184,03 (186,99) japanische Yen und 0,9304 (0,9324) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.046 Dollar. Das waren rund 56 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he Weitere Nachrichten |
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