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| 16.07.2026 18:59 Huthi-Anführer droht mit Angriffen in Riad - Ziele auch Ölanlagen SANAA (dpa-AFX) - Im Jemen hat Huthi-Anführer Abdel Malik al-Huthi dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, Flughäfen und andere sensible Ziele gedroht. Sämtliche Ölanlagen Saudi-Arabiens und kritische Einrichtungen im Land seien "Ziele für unsere Raketen und Drohnen", sagte al-Huthi in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Die richtige Antwort auf den jüngsten Angriff am Flughafen von Sanaa im Jemen, der von den Huthi kontrolliert wird, sei ein Angriff auf den Flughafen von Riad. Am Montag war es zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, zu einer der schwersten Konfrontationen seit Jahren gekommen. Die Angriffe auf den Flughafen von Sanaa im Nordjemen und auf Ziele in Saudi-Arabien ließen neue Sorgen wachsen, dass der seit 2014 laufende Krieg im Jemen neu entflammen könnte. Zwischen beiden Seiten gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe. "Waffenruhe am seidenen Faden" "Die Waffenruhe hängt am seidenen Faden", sagte Nadwa al-Dawsari, von der US-Denkfabrik Middle East Institute der Zeitung "The National". "Sie war nie wirklich nachhaltig, weil die Parteien grundsätzlich unterschiedlicher Meinung waren über deren Eigenschaften." Die Huthi-Miliz im Jemen ist neben der Hisbollah im Libanon der wichtigste nicht staatliche Verbündete des Irans. Sie hatte im Iran-Krieg die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Die Huthi verfügten zunächst nur über veraltete Waffensysteme aus der früheren Sowjetunion, bauten ihr Arsenal dann aber immer weiter aus. Heute umfasst es eine große Reihe an Raketen, Marschflugkörpern, Drohnen und Drohnenbooten. Sie können damit Schiffe, kritische Infrastruktur und Wohngebiete in der Region direkt gefährden. Huthi können weiter Waffen-Nachschub erhalten Das Arsenal der Huthi wurde bei wiederholten Luftangriffen der USA und Israels zwar stark getroffen, über Schmuggelrouten etwa um das Horn von Afrika können sie aber weiterhin Nachschub für ihre Waffensysteme erhalten - vom Iran aber auch aus anderen Ländern. Der britischen Organisation Conflict Armament Research (CAR) zufolge stammten bei einem großen Fund von Waffen und Waffentechnologie im vergangenen Jahr nur fünf Prozent der Teile aus dem Iran, der Rest stammte demnach aus mindestens 16 weiteren Ländern. Vom Jemen aus kontrollieren die Huthi die Meerenge Bab al-Mandab, die auf der Route zwischen Europa und Asien liegt und die mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Die Huthi haben mit neuen Angriffen auf die Meerenge gedroht, nachdem sie mit Hunderten Angriffen auf die Schifffahrt ab 2023 den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt hatten./jot/DP/men Weitere Nachrichten |
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