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| 13.07.2026 17:45 Wadephul: Abschreckung an Nato-Nordflanke neu ausrichten BODØ (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul verlangt angesichts anhaltender Bedrohungen aus Moskau eine Neuausrichtung von Verteidigung und Abschreckung an der Nato-Nordflanke. "Russland drängt wirtschaftlich und militärisch immer stärker in eine Region, die für unsere Sicherheit von herausragender strategischer Bedeutung ist", warnte der CDU-Politiker vor seiner Abreise zu einem Besuch in Nordnorwegen. Dabei schrecke Russland auch vor Provokationen und hybriden Angriffen nicht zurück. Auch China verstärke seine Präsenz in der Arktis planvoll. Am Dienstag will Wadephul mit seinem norwegischen Kollegen Espen Barth Eide in der Stadt Bodø nördlich des Polarkreises das Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte besuchen. In Bodø liegt auch das Nato-Luftoperationszentrum, das im Oktober in Ergänzung zu bestehenden Zentren in Deutschland und Spanien eröffnet wurde. Es dient der Planung und Koordinierung von Luftoperationen in der Arktis und im Nordatlantik. Deutschland bestellt russischen Botschafter ein Unmittelbar vor dem Besuch machten Deutschland und die anderen EU-Staaten den russischen Inlandsgeheimdienst FSB für das Eindringen in Regierungsnetzwerke und für Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur verantwortlich. Wegen der Vorwürfe bestellte Deutschland den russischen Botschafter ein. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte an, den Botschafter "in den nächsten Tagen" einzubestellen. Warum der Bundesaußenminister nach Norwegen reist Wadephul erklärte, im Nordatlantik verliefen Europas transatlantische Lebensadern wie Datenkabel, Energieinfrastruktur sowie Versorgungswege zu Luft und zunehmend auch zur See. Die Arktis erwärme sich viermal schneller als der Rest der Welt. Schmelzendes Eis schaffe neue Seerouten, öffne den Zugang zu kritischen Rohstoffen wie seltenen Erden - und schaffe so neue Konkurrenz in arktischen Breiten. "Umso dringlicher ist es, dass wir als Nato-Alliierte gemeinsam für Stabilität und Sicherheit im Hohen Norden eintreten."/bk/DP/stw Weitere Nachrichten |
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