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| 25.06.2026 10:23 OTS: PPI AG / Studie: 7 von 10 Banken erwarten höhere laufende Kosten durch ... Studie: 7 von 10 Banken erwarten höhere laufende Kosten durch Retail
Investment Strategy (RIS)
Hamburg (ots) - Die RIS wird weitreichende Änderungen in der
Wertpapier-Compliance mit sich bringen. Dennoch beschäftigt sich derzeit erst
die Hälfte der Institute aktiv mit den neuen Anlegerschutzregeln, nur jedes
Fünfte hat ein Umsetzungsprojekt begonnen. Gleichzeitig erwarten neben den
höheren Kosten nahezu zwei Drittel der Befragten auch einen hohen
Anpassungsaufwand. Diese Zahlen gehen aus einer exklusiven Marktstudie zum
Umsetzungsstand der neuen Vorgaben hervor, welche das Marktforschungsinstitut
forsa im Auftrag der PPI AG durchgeführt hat.
Als Gründe für die Zurückhaltung nennen die Institute vor allem den hohen
Unsicherheitsgrad der regulatorischen Vorgaben (71 Prozent) - die
Veröffentlichung der finalen Rechtstexte stand zum Zeitpunkt der Studie noch
aus. Die Skepsis in der Branche zeigt sich auch an der geringen Zahl der
Befragten, die auf neue Geschäftsfelder oder Wettbewerbsvorteile durch die
geplanten Regeln hoffen (16 Prozent). Gut zwei Drittel der Studienteilnehmer
gehen davon aus, dass der Einfluss der RIS auf das Privatkundengeschäft gering
oder sehr gering ausfallen wird. "Diese Unsicherheit und die vorherrschende
Skepsis führen dazu, dass die Branche abwartet, bis die finalen Rechtstexte
veröffentlicht werden", resümiert Sandra Reinhard, Director bei der PPI AG.
Vor allem den erforderlichen Aufwand in Bezug auf Zuwendungen und zur
Geeignetheitsprüfung sieht knapp die Hälfte der Studienteilnehmer als eher hoch
oder sehr hoch an. Insbesondere die Hersteller von Anlageprodukten (67 %)
erwarten große Anstrengungen, um das neue Preisbildungsverfahren "Value for
Money" umzusetzen. Demgegenüber scheint das Thema Finfluencer bei der breiten
Masse der Institute keine Rolle zu spielen: Keines der 50 befragten Institute
arbeitet mit ihnen zusammen.
MiFID-Expertin Sandra Reinhard plädiert angesichts des zu erwartenden Aufwands
für eine Änderung der derzeitigen Wartetaktik: "Es ist empfehlenswert, sich
frühzeitig mit den neuen Vorgaben zu befassen. Wie wir bereits aus der Umsetzung
der MiFID II-Vorgaben wissen, kosten die nötigen Anpassungen an IT- und
Beratungsprozessen Zeit und andere Ressourcen. Daher sollten Institute bereits
heute klare Prioritäten nach Aufwand- und Nutzengesichtspunkten setzen.
Frühzeitige Weichenstellungen verhindern Engpässe in der Zukunft."
Über die Studie:
Die Studie "Die Retail Investment Strategy (RIS): Politisch moderat, operativ
anspruchsvoll - wie gut sind Banken darauf vorbereitet?" setzt die Marktstudien
der PPI AG zur MiFID-Regulatorik fort. In der Vergangenheit hat das
Beratungsunternehmen regelmäßig den MiFID-Umsetzungsstand in der deutschen
Finanzindustrie erhoben und daraus einen MiFID-II-Readiness-Index entwickelt.
Die aktuelle Untersuchung zur Retail Investment Strategy knüpft inhaltlich an
diese Vorarbeiten an und erweitert sie um eine gezielte Analyse der Auswirkungen
der RIS auf das Retailgeschäft. Sie basiert auf einer Befragung von 50
Finanzinstituten mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) anhand
eines strukturierten Fragebogens. Die Studie wurde im Februar und März 2026 von
forsa durchgeführt und beleuchtet den aktuellen Vorbereitungsstand der Banken
vor Veröffentlichung der RIS. Dieser erste Teil bildet die Basis für den neuen,
fortlaufenden RIS-Readiness-Index der PPI.
Interessierte Finanzinstitute können die Studie hier (https://www.ppi-group.eu/d
e/banken/regulatorik-compliance/wertpapier-compliance/mifid-kernthemen/studie-re
tail-investment-strategy.html?utm_source=finanz-szene&utm_medium=pressemeldung&u
tm_campaign=mifid-studie-2026&utm_id=114&utm_term=ppi_presse) herunterladen.
Über die Retail Investment Strategy (RIS)
Die Retail Investment Strategy ist eine neue, europaweite Finanzmarktrichtlinie,
mit dem die Europäische Union den Kapitalmarktzugang sowie den Anlegerschutz von
Retail-Investoren stärken will. Die RIS-Vorgaben betreffen die gesamte
Wertschöpfungskette von Finanzinstituten und bewirken Änderungen in mehreren
zentralen EU-Rechtsakten: MiFID II, OGAW, AIFMD, PRIIPs, IDD. Inhaltliche
Schwerpunkte sind die Einführung eines neuen Preisbildungsverfahrens ("Value for
Money") sowie Nachschärfungen bei Zuwendungen ("Provisionen") und
Marketingregelungen (v.a. zu "Finfluencern"). Die Veröffentlichung der finalen
Rechtstexte wird im Laufe von 2026 erwartet. Die neuen Regelungen treten 30
Monate nach Publikation in Kraft. Sie gelten sowohl für Hersteller als auch
Vertreiber von Anlageprodukten.
- Ende -
Die PPI AG
Die PPI AG ist seit über 40 Jahren als Beratungs- und Softwarehaus erfolgreich
für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister tätig. Als stabil wachsende
Aktiengesellschaft in Familienbesitz verknüpfen wir Fach- und
Technologie-Know-how, um Projekte kompetent und unkompliziert umzusetzen. Im
Zahlungsverkehr nehmen wir in Europa mit unseren Standardprodukten eine
marktführende Stellung ein. Rund 900 Mitarbeiter konzentrieren sich dabei ganz
auf den Erfolg unserer Kunden.
Pressekontakt:
PPI AG
Geerd Lukaßen, Pressesprecher
+49 151 28788227
mailto:geerd.lukassen@ppi.de
http://www.ppi-group.eu
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65143/6301863
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