Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.06.2026 16:54

ROUNDUP 3/Social Media: Prien für 13 als gesetzliche Altersgrenze

(neu: Details aus der Pressekonferenz, Reaktionen)

BERLIN (dpa-AFX) - Familienministerin Karin Prien plant für die Nutzung von Social Media bei Kindern eine Altersgrenze von 13 Jahren. Ausnahmen soll es aber für "nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote" geben, darunter auch Messenger-Dienste, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Für Teenager zwischen 13 und 18 sollen abgestufte Schutzvorkehrungen gelten. Für eine wirksame Altersüberprüfung setzt sie auf die sogenannte EUDI-Wallet ab 2027.

"Ich setze mich dafür ein, dass uns eine europäische Lösung gelingt", kündigte Prien an. "Für den Fall, dass auf europäischer Ebene keine ausreichenden und zeitnahen Fortschritte erzielt werden, werde ich parallel die notwendigen nationalen Regelungen vorbereiten." In jedem Fall wolle sie mit der Gesetzgebung noch dieses Jahr beginnen. In der schwarz-roten Koalition müsse man noch "in die politische Abstimmung" gehen, sagte die Ministerin. Einen Kompromiss hält sie aber für möglich.

56 Empfehlungen

Prien bezog sich auf eine Empfehlung der von ihr eingesetzten Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt". Hintergrund ist die Sorge vor gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Teenager, einerseits durch Inhalte wie Pornografie, Hass oder Mobbing, andererseits durch überlange Nutzungszeiten. Aus Sicht der Expertenkommission zeigen etwa 300.000 Jugendliche Suchtverhalten.

Die 18 Expertinnen und Experten hatten seit September beraten und der Ministerin jetzt 56 Handlungsempfehlungen vorgelegt. Bei der Frage nach Nutzungsverboten für Kinder oder Jugendliche boten sie zwei unterschiedliche Varianten.

Uneins bei Altersgrenzen

Die eine Option ist die von Prien bevorzugte - eine "gesetzliche Mindestaltersgrenze von 13 Jahren" und für die Altersgruppe von 13 bis 18 Jahren "abgestufte Schutzstandards". "Riskante Funktionen sollen standardmäßig deaktiviert werden", heißt es dazu.

In Option zwei heißt es, man solle auf "eine einheitliche gesetzliche Altersgrenze" verzichten. Stattdessen solle auf EU-Ebene der Digital Services Act um eine verbindliche Regelung ergänzt werden, "wonach Accounts, Dienste oder einzelne Funktionen für bestimmte Altersgruppen beschränkt werden, sofern von ihnen besondere Wirkungs- oder Nutzungsrisiken ausgehen", wie es im Expertenbericht heißt.

Andere Länder mit härteren Vorgaben

Die von Prien bevorzugte Lösung läuft auf eine im internationalen Vergleich weiche Beschränkung hinaus: Sie soll nur für Kinder gelten und Ausnahmen zulassen. Australien hatte hingegen die Nutzung von Social Media bis zum Alter von 16 Jahren verboten; ähnliche Verbote auch für Jugendliche werden in Großbritannien und Frankreich sowie anderen EU-Ländern geprüft.

Einig ist sich die deutsche Expertenkommission darin: "Für beide Alternativen gilt, dass nationale Alleingänge vermieden werden sollen." Zur Begründung heißt es, die relevanten Plattformen böten ihre Dienste grenzüberschreitend an, nationale Vorgaben seien kaum durchzusetzen.

Plattformen in die Pflicht nehmen

Insgesamt plädieren die Expertinnen und Experten dafür, weniger die Kinder und Jugendlichen in die Pflicht zu nehmen als die Plattformanbieter. Sie empfehlen "einen verbindlichen Katalog sicherer und altersgerechter Voreinstellungen", die vor allem die Suchtgefahr eindämmen sollen. So sollen keine algorithmisch gesteuerten Feeds oder Empfehlungssysteme mehr möglich sein, keine personalisierte Inhaltsausspielung und keine personalisierte Werbung, keine suchtverstärkenden Endlos-Feeds oder Appelle wie "Deine Freunde warten auf dich".

"Nicht das Kind muss sich an die digitale Welt anpassen, sondern die digitale Welt an das Kind. Kinder- und Jugendliche aus der digitalen Welt auszusperren, ist kein Schutz", sagte der Kommissionsvorsitzende Olaf Köller. Man müsse sie befähigen, "ihr digitales Leben selbst in die Hand zu nehmen". Auch Prien betonte, hier warte eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Bund, Länder, Kommunen, Wissenschaft, Schulen, Jugendhilfe und Familien. Ziel sei eine zukunftsorientierte Gesamtstrategie.

Handyverbot an Schulen

Die Kommission empfiehlt neben vielen Präventionsmaßnahmen auch ein Verbot für die Nutzung privater Handys in Schulen bis Klasse sieben - im Unterricht und in den Pausen. Prien sagte, dies unterstütze sie schon lange. Sie halte auch einen Konsens der Länder für möglich.

Prien sprach sich zudem für eine Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch aus, um dort "die elterliche Medienerziehung familienrechtlich zu verankern". Vorbild ist die Festschreibung einer "gewaltfreie Erziehung" im Jahr 2000. Dafür will Prien sich mit Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) abstimmen.

Pflichten im Jugendschutz

Hubig unterstützte die Linie, den Anbietern sozialer Netzwerke klare Vorgaben zum Jugendschutz zu machen. "Jede Gaststätte und jedes Kino in Deutschland unterliegt strengen Pflichten zum Jugendschutz." Das müsse auch für milliardenschwere Digital-Plattformen gelten. Auch Altersgrenzen könnten ein richtiger Schritt sein, meinte die SPD-Politikerin.

Von Lehrerverbänden, Parteien und der Verbraucherzentrale Bundesverband gab es gemischte Reaktionen. Der Verband Bildung und Erziehung zum Beispiel meinte, mit den Empfehlungen sei "ein Verbot vom Tisch". Der Deutsche Philologenverband begrüßte hingegen den Vorschlag einer gesetzlichen Altersgrenze./vsr/DP/stw



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
META PLATFORMS INC. ... 557,670 USD 24.06.26 22:00 Nasdaq
SNAP INC. 4,530 USD 24.06.26 22:04 NYSE
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   14 15 16 17 18    Berechnete Anzahl Nachrichten: 981     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
24.06.2026 20:51 Spanien misst heißeste Juni-Tage seit mehr als 70 Jahren
24.06.2026 20:35 Wadephul über Krisen: 'Wir stehen jetzt unter Druck'
24.06.2026 20:29 ROUNDUP 3: Europäer sichern Ukraine anhaltende Unterstützu...
24.06.2026 20:28 Wichtiges Ölfeld im Irak stellt Betrieb ein
24.06.2026 20:24 Aktien New York: Technologie-Werte vor Micron-Zahlen unter D...
24.06.2026 19:48 E5-Staats- und Regierungschefs würdigen Starmer
24.06.2026 19:45 Russland: Oppositionspolitiker muss sieben Jahre in Haft
24.06.2026 19:44 Adidas-Boss: Deutschland-Trikots begehrt wie nie
24.06.2026 19:43 Tusk sagt Ukraine trotz Streits anhaltende Unterstützung zu
24.06.2026 19:43 Macron setzt vor Nato-Gipfel auf Schulterschluss mit USA
24.06.2026 19:26 ROUNDUP 2: Europäer sichern Ukraine anhaltende Unterstützu...
24.06.2026 19:07 Merz versichert: Europäer stärken Nato gemeinsam
24.06.2026 19:03 Chance für Deutschland? IOC ändert Modus der Olympia-Vergabe
24.06.2026 18:56 ROUNDUP: Waffenruhe im Libanon hält weitgehend trotz Verst?...
24.06.2026 18:56 WHO-Chef: 500.000 Hitzetote weltweit pro Jahr
24.06.2026 18:44 «Mehr Griff»: Wo die DFB-Elf laut Klopp noch zulegen kann
24.06.2026 18:39 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx im Minus - Schweize...
24.06.2026 18:27 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwächer - Rheinmeta...
24.06.2026 18:25 EQS-News: Generalversammlung der Highlight Event und Enterta...
24.06.2026 18:22 US-Vorwahl: Mamdani-Kandidaten siegen, Kennedy-Enkel scheite...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
25.06.2026

SOUTH AFRICAN PROPERTY OPP.PLC
Geschäftsbericht

CLEANTECH LITHIUM PLC
Geschäftsbericht

SIGNAUX GIROD
Geschäftsbericht

PINSTRIPES HOLDINGS INC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services