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| 19.06.2026 13:53 Prominente fordern Erhalt von Homöopathie auf Kassenkosten STUTTGART/BERLIN (dpa-AFX) - Prominente Politiker wie die ehemaligen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD) setzen sich in einem offenen Brief für den Erhalt von homöopathischen Medikamenten als Kassenleistung ein. "Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger schätzt diesen therapeutischen Ansatz und profitiert davon", heißt es in dem Brief, der vom deutschen Zentralverband homöopathischer Ärzte veröffentlicht wurde, zu Homöopathie und Anthroposophie. Weitere Prominente Unterzeichner des Briefs sind unter anderem der ehemalige SPD-Innenminister Otto Schily, Grünen-Mitgründer Lukas Beckman oder der Porsche-Aufsichtsrat Peter Daniell Porsche. Auch die Schauspieler und Tatort-Kommissare Hans-Jochen Wagner und Felix Klare haben den Brief unterzeichnet. Homöopathie soll bei Kassen eingespart werden Hintergrund ist die anstehende Krankenkassenreform. Bisher waren die Kosten für homöopathische Arzneimittel von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet worden. Das soll sich aber bald ändern. Laut dem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums sollen die Krankenkassen homöopathische Arzneimittel künftig nicht mehr erstatten. "Für die Wirksamkeit homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel und Leistungen liegt keine hinreichende wissenschaftliche Evidenz vor", heißt es dazu als Begründung in dem Gesetzesentwurf. Gesetzlich Versicherte sollen homöopathische Arzneimittel demnach künftig selbst zahlen oder eine private Versicherung zur Kostenübernahme abschließen. Laut Schätzungen in dem Gesetzesentwurf ließen sich die Ausgaben der Krankenkassen durch diese Streichungen um rund 50 Millionen Euro reduzieren. Union und SPD wollen das Gesetzgebungsverfahren für das umstrittene Sparpaket bis zur Sommerpause des Bundestages abschließen. Unterzeichner: "teure Fehlentscheidung" Die Autoren des Briefs führten Studien an, denen zufolge Homöopathie über den Placebo-Effekt hinausgeht. Eine Streichung von Homöopathie als Kassenleistung sei eine "teure Fehlentscheidung zu Lasten von Patientinnen und Patienten", heißt es weiter./jdk/DP/jha Weitere Nachrichten |
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