Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
03.06.2026 06:26

Viele Länder-Einwände gegen Sparpaket bei Gesundheitskosten

BERLIN (dpa-AFX) - Gegen die Milliarden-Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben formiert sich Widerstand unter den Ländern. Vor der ersten Beratung über den Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im Bundesrat in der kommenden Woche melden Ausschüsse der Länderkammer zahlreiche Kritikpunkte an. Gefordert wird die Streichung mehrerer vorgesehener Ausgabenbremsen bei Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und Pharmabranche. Der Bundesrat stimmt in seiner Sitzung am 12. Juni darüber ab, welche der Ausschussempfehlungen er sich zu eigen macht.

Der federführende Gesundheitsausschuss mahnt unter anderem: "Die Sparmaßnahmen dürfen nicht zu einem Kliniksterben führen und in einer kalten und ungesteuerten Strukturbereinigung münden." Zur Konsolidierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen müsse auch der Krankenhaussektor seinen Beitrag leisten. Durch die geplanten Maßnahmen seien aber eine "hohe Insolvenzgefahr" und eine überproportional starke Belastung zu erwarten.

Entlastung der Kassen um 16 Milliarden Euro

Das vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Paket soll die gesetzlichen Kassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten, um ein erwartetes Defizit auszugleichen und neue Anhebungen der Zusatzbeiträge zu vermeiden. Warken plant Ausgabenbremsen bei allen Leistungserbringern - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Der Entwurf soll am 12. Juni auch in den Bundestag kommen. Der Bundesrat kann zunächst Stellung dazu nehmen. Das Gesetz ist nicht zustimmungsbedürftig, die Länder könnten es aber bremsen.

Bei den Kliniken sollen Ausgaben von 4,6 Milliarden Euro vermieden werden. Die zuständigen Ausschüsse der Länderkammer empfehlen als Forderung, mehrere Instrumente dafür zu streichen - etwa, dass Tariflohnsteigerungen, die über eine bestimmte Schwelle hinausgehen, nicht mehr voll von den Kassen getragen werden, sondern nur noch zur Hälfte. Auch ein Limit für Anstiege beim "Pflegebudget" solle gestrichen werden. Daraus werden - ausgegliedert aus der generellen Klinikvergütung - die Kosten fürs Pflegepersonal finanziert.

Einwände gegen Kürzung bei Zahnersatz

Vorbehalte aus den Bundesrats-Ausschüssen werden auch bei weiteren Teilen des Sparpakets deutlich. Wenn Festzuschüsse für Zahnersatz von 60 auf 50 Prozent gesenkt würden, lasse dies allgemeine Kostensteigerungen etwa für Labore außer Betracht. Auf Versicherte kämen Belastungen zu. Dass bestimmte Operationen erst nach dem Einholen einer zweiten ärztlichen Meinung von den Krankenkassen vergütet werden sollen, führe zur Gefahr von Wartezeiten.

Ablehnung kommt aus den Ausschüssen auch zur geplanten Abschaffung finanzieller Anreize für Praxen für schnellere Terminvermittlungen, was die Bundesregierung mit ausgebliebenen Verbesserungen begründet. Ebenfalls abgelehnt werden Regelungen zu größeren Preisrabatten, die Apotheken und Arzneimittelhersteller den Kassen gewähren müssen. Eine Stärkung des Produktions- und Forschungsstandorts solle stärker berücksichtigt werden.

Auch Regelungen für Beamte anpassen

Angemahnt wird von den Bundesrats-Ausschüssen auch eine größere Mitfinanzierung der Krankenkosten von Bürgergeldbeziehern durch Steuergeld aus dem Bundeshaushalt. Die anstehenden Reformen müssten - aus Gründen der Akzeptanz - auch ihren Niederschlag in der Versorgung von Beamtinnen und Beamten finden. Etwaige Änderungen bei der Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge fällig werden, seien "unter der Maßgabe zu prüfen, dass die Belastungen der breiten Mitte der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler nicht weiter erhöht werden". Im Entwurf geplant ist eine zusätzliche Anhebung 2027.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte mit Blick auf die geballten Einwände aus den Ländern: "Nina Warken muss endlich erkennen, dass besonders Sozialgesetze nicht in wissenschaftlichen Zirkeln gemacht werden." Es brauche vielmehr den politischen Diskurs. "Dabei gilt es, mindestens die Regierungsfraktionen einzubinden", mahnte Brysch./sam/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 704     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
03.06.2026 07:35 ROUNDUP/Wahl in UN-Sicherheitsrat: Deutschland droht Wackelp...
03.06.2026 07:35 ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für ASML auf 1900 Euro - ...
03.06.2026 07:35 ROUNDUP: Supreme Court erlaubt Neuzuschnitt der Wahlkreise i...
03.06.2026 07:35 ROUNDUP: Warum für Taxis und Mietwagen unterschiedliche Reg...
03.06.2026 07:33 ANALYSE-FLASH: Berenberg startet Douglas mit 'Buy' - Ziel 16...
03.06.2026 07:30 EQS-News: voestalpine AG: voestalpine steigert Ergebnis trot...
03.06.2026 07:30 EQS-News: Deutsche Rohstoff AG: US-Bohrprogramm 2026 verläu...
03.06.2026 07:19 Devisen: Euro stabil über 1,16 Dollar
03.06.2026 07:02 EQS-News: Beendigung Aktienrückkauf-Programm 2024-2026 und...
03.06.2026 07:00 EQS-Adhoc: Veränderungen im Verwaltungsrat (deutsch)
03.06.2026 06:47 Supreme Court erlaubt Neuzuschnitt der Wahlkreise in Alabama
03.06.2026 06:44 DAX-FLASH: Träger Start erwartet - Rekorde in Japan und USA...
03.06.2026 06:35 ROUNDUP/Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfre...
03.06.2026 06:32 JPMorgan belässt Daimler Truck auf 'Overweight' - Ziel 50 E...
03.06.2026 06:30 Krieg und Ministerin bescheren Solarbranche Sonderkonjunktur
03.06.2026 06:29 Zu künftigen Fluggastrechten in der EU weiter keine Einigung
03.06.2026 06:28 BGH prüft Rückkehrpflicht für Mietwagen nach jedem Auftrag
03.06.2026 06:27 Mieterbund warnt: Millionen Mieter von Wohnkosten überlastet
03.06.2026 06:27 Studie: Aus für Frührente würde Milliarden sparen
03.06.2026 06:26 Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenzt
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
03.06.2026

SHIVA GRANITO EXPORT LIMITED
Geschäftsbericht

PCB LTD.
Geschäftsbericht

PERSHING SQUARE HOLDINGS LTD.
Geschäftsbericht

NAVODAY ENTERPRISES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services