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08.05.2026 11:02

OTS: Initiativkreis Ruhr GmbH / Delegation aus Konzernvorständen und ...

    Delegation aus Konzernvorständen und Ministerpräsident Wüst übergibt
Modellprojekte an Bundesregierung in Berlin / Innovationen aus dem
Ruhrgebiet und NRW als Blaupause für ganz Deutschland (FOTO)
Berlin / Essen (ots) - Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung setzt der
Initiativkreis Ruhr ein konstruktives Zeichen: Vertreterinnen und Vertreter von
Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen und dem Ruhrgebiet haben ein gemeinsames
Positionspapier an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche übergeben.
Begleitet wurde die Übergabe in Berlin von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Industrie geht in Vorleistung mit erprobten Lösungen

Der Ansatz ist ungewöhnlich: Das Papier "Modellprojekte für Deutschland"
(https://initiativkreis-ruhr.de/modellprojekte-fuer-deutschland/) ist kein
reiner Forderungskatalog, sondern formuliert konkrete Angebote. Vorgestellt
werden 15 erfolgreiche Projekte aus NRW und dem Ruhrgebiet, die unmittelbar an
Vorhaben des Koalitionsvertrags anknüpfen. Die Projekte stammen aus den fünf
Schlüsselbereichen Industrie, Energie, Bau, Digitale Sicherheit und Gesundheit.
Alle Projekte sind explizit auf Übertragbarkeit angelegt. Für jedes Vorhaben
sind Skalierungslogiken und Hebel definiert. Vom Ammoniak-Cracker über die
digitale Erfassung von Schlaglöchern bis hin zum Institut für Künstliche
Intelligenz in der Medizin: Die Ruhrwirtschaft zeigt, was der neue Standard für
Deutschland sein könnte. Nun ist die Politik am Zug.

Blaupausen aus dem größten Ballungsraum Europas

Das Ruhrgebiet macht es vor. Das Projektpapier verdeutlicht, dass viele Lösungen
bereits heute skalierbar sind: "EDGITAL" (Hochtief) überwacht mehr als 2.000
Kilometer Straße digital und ist damit deutlich über den Pilotstatus hinaus. Der
Ammoniak-Cracker von Uniper und thyssenkrupp Uhde in Gelsenkirchen-Scholven wird
rund vier Tonnen Wasserstoff pro Tag produzieren und dient als Blaupause für
eine geplante Großanlage in Wilhelmshaven mit mehreren hundert Tonnen täglich.
Zugleich zeigen die Projekte, wo Handlungsbedarf besteht: Planungs- und
Genehmigungsverfahren müssen beschleunigt, regulatorische Rahmenbedingungen klar
und verlässlich gestaltet werden. Nur so lassen sich industrielle Innovationen
zügig in die Anwendung bringen.

Ruhrgebiet als Reallabor für Wandel und Transformation

"Nicht klagen, sondern einen Beitrag leisten. Das ist der Anspruch dieses
Papiers", sagt Guido Kerkhoff, Moderator des Initiativkreises Ruhr und CEO von
Klöckner & Co. "Die Unternehmen im Ruhrgebiet und in NRW stehen seit Jahrzehnten
für Wandel. Viele Antworten auf die großen Transformationsfragen werden hier
bereits erfolgreich umgesetzt. Diese Erfahrungen bringen wir konstruktiv,
lösungsorientiert und im Schulterschluss mit der Bundesregierung ein."

Am Papier arbeiteten namhafte Partnerunternehmen des Initiativkreises Ruhr,
darunter Hochtief, Evonik, RWE, Steag Iqony Group, Klöckner & Co und der
Duisburger Hafen. Sie eint die Überzeugung, dass die großen wirtschafts- und
industriepolitischen Herausforderungen nur durch eine enge Zusammenarbeit von
Politik und Wirtschaft zu bewältigen sind.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begrüßte den Ansatz: "Die
Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zeigen: Transformation entsteht dort, wo
entwickelt, gebaut und skaliert wird. Hier werden Herausforderungen nicht nur
beschrieben, sondern in konkrete Lösungen übersetzt. Genau dieser
Unternehmergeist und diese Hands-on-Mentalität stärken unseren
Wirtschaftsstandort."

Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst unterstrich die Signalwirkung des
Papiers: "Das Ruhrgebiet steht wie kaum eine andere Region dafür, dass Wandel
gelingt, wenn man ihn entschlossen gestaltet. Vom chemischen Recycling über
wasserstofffähige Kraftwerke bis hin zu innovativen Pflegemodellen: Was der
Initiativkreis Ruhr vor Ort auf den Weg bringt, macht Mut. Mit gezielter
Förderung, weniger Bürokratie und modernen Verfahren unterstützen wir als
Landesregierung diesen Weg konsequent. Bereits heute macht das zentrale
Förderportal "Nordrhein-Westfalen fördert" mit 100 Förderprogrammen
Unterstützung einfacher und transparenter zugänglich. Unser Ziel: Was im Revier
funktioniert, soll schnell und unkompliziert überall in Deutschland möglich
werden."

Ein Spiegel für ganz Deutschland

Mit 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das
bevölkerungsreichste Bundesland. Das Ruhrgebiet ist zudem mit über 5 Millionen
Menschen auf rund 4.400 km² der größte Ballungsraum Deutschlands und zählt zu
den fünf größten Metropolregionen in Europa. Ein Erfolg hier ist somit kein rein
regionaler Erfolg, sondern kann Strahlkraft für ganz Deutschland entfachen.

Die teilnehmenden Unternehmen:

Accenture, Contilia, Bryck Startup Alliance, Duisport, Evonik, Hochtief,
Klöckner & Co, LEG, Materna, RWE, Steag Iqony Group, Thyssenkrupp Uhde, TÜV Nord
Group, Uniper, Universitätsmedizin Essen

Pressekontakt:

Katja Mazurek
Leiterin Kommunikation & Pressesprecherin
Initiativkreis Ruhr GmbH
Telefon: +49 201 89 66-660
E-Mail: mailto:mazurek@i-r.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116034/6271326
OTS:               Initiativkreis Ruhr GmbH


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