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| 30.04.2026 17:47 Deutsche Anleihen erholen sich von jüngsten Kursverlusten FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Donnerstag von den Verlusten der vergangenen Tage erholt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,62 Prozent auf 125,32 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,03 Prozent. Gestützt wurden die Anleihekurse durch den gefallenen Ölpreis. Diese gerieten im Handelsverlauf nach anfänglichen Aufschlägen unter Druck. Das sorgte auch für Beruhigung an den Anleihemärkten. Die erneuten Drohungen gegen den Iran durch US-Präsident Donald Trump hatten zuvor noch die Ölpreise beflügelt und die Anleihekurse belastet. Dies heizte die Inflationssorgen an. Die EZB hat die Leitzinsen im Euroraum trotz des Inflationsschubs infolge des Iran-Kriegs unverändert belassen. Volkswirte erwarten jedoch, dass die Zentralbank im Jahresverlauf die Zinsen anheben wird - möglicherweise schon im Juni. "Je länger der Krieg anhält und je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto stärker wird sich dies voraussichtlich auf die allgemeine Inflation und die Wirtschaft auswirken", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde in Frankfurt. Bereits auf der aktuellen Sitzung des EZB-Rates sei die Möglichkeit einer Zinserhöhung "eingehend diskutiert worden". "Eine Zinsanhebung im Juni ist wahrscheinlicher geworden", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Die EZB wird ihren nächsten Zinsentscheid aber von den aktuellen Entwicklungen im Persischen Golf abhängig machen." Angesichts der konjunkturellen Risiken und den daraus resultierenden preisdämpfenden Effekte erwartet Gitzel aber keinen Zinsanhebungszyklus. Bereits im ersten Quartal hat sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone abgeschwächt. Die Inflationsrate stieg hingegen im April auf 3,0 Prozent. Die EZB strebt auf mittlere Sicht lediglich 2,0 Prozent an./jsl/he Weitere Nachrichten |
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