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23.04.2026 17:07

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.04.2026 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: Tauziehen um Straße von Hormus und Verhandlungen dauert an

TEHERAN/WASHINGTON/BERLIN - Im Iran-Krieg dauert das Ringen um eine Wiederaufnahme von Verhandlungen an - während die Blockade der Straße von Hormus die Weltwirtschaft weiter unter Druck setzt. US-Präsident Donald Trump ist bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, damit der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges macht. Dies meldeten das US-Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten des Weißen Hauses.

Trump gibt Teheran nur noch wenig Zeit

TEHERAN/WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke. Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag. Die USA wie auch der Iran warnten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen.

Trump: US-Marine soll jeden Minenleger versenken

WASHINGTON - Im Kampf gegen mutmaßliche Seeminen in der Straße von Hormus verschärft US-Präsident Donald Trump sein Vorgehen. Er wies die Marine seines Landes an, alle Schiffe zu beschießen und zu versenken, die Minen in der Meerenge ausbringen würden, wie Trump auf Truth Social mitteilte.

ROUNDUP: Iran-Krieg belastet Stimmung in den Unternehmen der Eurozone

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im April wegen der Folgen des Iran-Kriegs weiter verschlechtert und deutet auf ein Ende des Wachstums hin. Vor allem hohe Öl- und Gaspreise sowie die Sorge vor möglichen Lieferengpässen lassen die Firmen pessimistischer in die Zukunft schauen. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 2,1 Punkte auf 48,6 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit 17 Monaten.

Großbritannien: Unternehmensstimmung hellt sich überraschend auf

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im April überraschend verbessert. Als Grund verwiesen Experten auf Hamsterkäufe von Verbrauchern aus Sorge vor den Auswirkungen des Iran-Krieges. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Punkte auf 52,0 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London laut einer ersten Schätzung mitteilte. Der Indikator liegt damit noch etwas deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 49,8 Punkte erwartet.

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - In den Vereinigten Staaten haben mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Hilfsanträge legten in der vergangenen Woche um 6.000 auf 214.000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg erwartet, waren aber im Schnitt nur von 210.000 Anträgen ausgegangen. Der Wert für die Vorwoche wurde um 1.000 auf 208.000 nach oben revidiert.

ROUNDUP: EU beschließt neue Russland-Sanktionen - Kredit für Ukraine

BRÜSSEL - Die EU hat neue Russland-Sanktionen beschlossen und den Weg für ein 90 Milliarden Euro schweres Unterstützungsdarlehen für die Ukraine freigemacht. Einen Tag nach Ende der Blockade des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gab die zyprische EU-Ratspräsidentschaft den erfolgreichen Abschluss der formellen Entscheidungsverfahren für die beiden Projekte bekannt. Damit können die neuen Sanktionen in Kraft gesetzt und die Auszahlung der ersten Darlehensbeträge an die Ukraine geplant werden.

GKV-Chef hält Beitragssenkungen für möglich

BERLIN - Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung stellt Beitragssenkungen in Aussicht, sollten die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) durchkommen. "Das Gesetz von Frau Warken hat das Potenzial, die Beiträge zu stabilisieren", sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Oliver Blatt, dem Nachrichtenportal "t-online". "Wenn ihr Entwurf eins zu eins umgesetzt wird, könnten die Beiträge im Schnitt über alle Kassen hinweg - man traut sich das ja kaum auszusprechen - sogar sinken", fügte Blatt hinzu.

EU-Kommission will keine Übergewinnsteuer einführen

BRÜSSEL - Die EU-Kommission erteilt der von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und europäischen Kollegen geforderten Sondersteuer auf überhöhte Krisengewinne von Energiekonzernen eine Absage. "Die Kommission hat derzeit keine Pläne, Übergewinnsteuern einzuführen, und wir werden nicht darüber spekulieren, ob solche Maßnahmen in Zukunft eingeführt werden oder nicht", sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

SPD-Generalsekretär: 'Die Übergewinnsteuer muss kommen'

BERLIN - SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf legt zur Forderung nach einer Übergewinnsteuer auf kriegsbedingte Extra-Profite der Mineralölkonzerne nach. Die Verantwortung, zusätzliche Krisengewinne zurückzugeben, liege bei den Konzernen. "Ich erwarte daher, dass auf europäischer Ebene die Zurückhaltung endlich abgelegt wird und schnellstmöglich Einigkeit in dieser Frage herrscht. Wir tragen unseren Teil dazu bei und halten den Druck auf die EU-Kommission aufrecht. Die Übergewinnsteuer muss kommen", sagte Klüssendorf der Deutschen Presse-Agentur in Berlin weiter.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la



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