Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
31.03.2026 13:43

ROUNDUP 2: Börsenchef Leithner fordert Rentenreform mit mehr Aktien

FRANKFURT/ESCHBORN (dpa-AFX) - Deutsche-Börse-Chef Stephan Leithner fordert Tempo bei einer grundlegenden Rentenreform in Deutschland. "Wir können nicht länger zusehen, dass immer größere Milliardenbeträge aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden müssen, um die Löcher in der Rentenkasse zu stopfen", sagte Leithner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX am Sitz des Dax-Unternehmens in Eschborn.

Klar sei, dass die gesetzliche Rente als eine der drei Säulen der Altersvorsorge erhalten bleibe. "Eine kapitalmarktbasierte betriebliche und private Altersvorsorge muss jedoch eine deutlich stärkere Rolle spielen."

"Druck könnte nicht größer sein"

Die Bundesregierung sei mit der Frühstart-Rente und dem geplanten Altersvorsorgedepot, einem staatlichen Standarddepot aus Wertpapieren, bereits wichtige Schritte gegangen, die "vor kurzem noch undenkbar" gewesen seien, lobte der Börsenchef. Er sei zuversichtlich, dass darauf aufbauend von der Rentenkommission der nächste große Wurf komme. Der Druck, zu einer Lösung zu kommen, "könnte nicht größer sein", sagte Leithner. "Das gilt für Deutschland, aber auch für die europäische Ebene."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekündigt, dass die Bundesregierung eine Neugewichtung der drei Säulen - also gesetzliche Rente sowie private und betriebliche Altersvorsorge - noch in diesem Jahr auf den Weg bringen will. Bis Jahresmitte soll die von Union und SPD eingesetzte Rentenkommission Vorschläge für eine Reform vorlegen.

"Rentenniveau von 48 Prozent reicht hinten und vorne nicht"

Ziel muss nach Leithners Ansicht in Summe ein Rentenniveau sein, das auch für untere Einkommensklassen ein akzeptables Niveau habe. "Mit Blick auf die Lebenshaltungskosten kann man ein Rentenniveau von 48 Prozent nicht anders bezeichnen als unsozial", kritisierte Leithner. "Das reicht hinten und vorne nicht." Ein Gesamtniveau von bis zu 65 Prozent sei vermutlich notwendig. "Aber das ist allein aus der Säule der gesetzlichen Rentenversicherung eben nicht zu finanzieren."

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr gegen große Widerstände ein Rentenpaket beschlossen, dass die Haltelinie für das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent fixiert. Bei dieser Größe wird eine Standardrente ins Verhältnis zum Durchschnittseinkommen gesetzt. Mit Bundesmitteln werden die Renten jährlich so angepasst, dass das Sicherungsniveau vor Steuern nicht unter die Haltelinie sinkt. Allein 2026 sollen mehr als 120 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die gesetzliche Rentenversicherung fließen.

Kinderdepot mit 4.000 Euro Einmalbetrag ab Geburt

Bei der Frühstart-Rente, bei der Kinder ab dem sechsten Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat für ein Depot bekommen sollen, plädiert Leithner für einen deutlichen Anschub per Einmalbetrag: "Sinnvollerweise sollte man die Frühstart-Rente mit 4.000 Euro bei der Geburt eines Kindes beginnen, vor allem wegen des Zinseszinseffektes. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Frühstart-Rente und Altersvorsorgedepot ineinandergreifen, damit man nicht später wieder neue Konten eröffnen muss."

Beim Kinderdepot sollten außerdem steuerfreie Sonderzahlungen möglich gemacht werden, forderte Leithner: "Nehmen wir uns ein Beispiel an den USA: Dort können Großeltern bis zu einem Betrag von 5.000 Euro Zuzahlungen in das Depot leisten. Das ist eine total einfache und wirkungsvolle Geschichte."

Betriebliche Altersvorsorge in jeden Vertrag

Zudem gehört nach Leithners Überzeugung die betriebliche Altersversorgung in "jeden Arbeitsvertrag": "Bisher sind rund 50 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in dem System, es müssten aber 90 Prozent oder mehr sein, wie es in den Niederlanden oder der Schweiz heute schon der Fall ist."

Insgesamt gehe es nicht darum, Gutverdienern Altersvorsorgeprodukte schmackhaft zu machen, sondern "Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen dabei zu unterstützen, Vermögen aufzubauen, das nicht dem unmittelbaren Konsum dient, sondern der Absicherung im Alter".

Kritik an Leithners Vorschlägen kam vom Sozialverband Deutschland. Es müsse vor allem die gesetzliche Rente gestärkt werden, sagte die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. "Eine betriebliche und private Altersvorsorge können nur eine Ergänzung sein." Nicht alle Menschen hätten ausreichend Geld, um es langfristig in Aktien anzulegen.

Leithner sagte, auch ohne staatliche Anreize habe sich einiges getan: 2022 habe es in Europa 19 Millionen Anleger in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) gegeben, inzwischen seien es 33 Millionen, davon mehr als 14 Millionen in Deutschland. "Wir sehen eine ermutigende Dynamik bei jungen Menschen, denen schwant, dass staatliche Vorsorge allein im Alter nicht reichen wird."

"Beste Finanzbildung ist der Depotauszug"

Die Deutschen könnten aber noch viel stärker von der Wertschöpfung an den Kapitalmärkten profitieren. "Der Dax war 2024 und 2025 einer der Indizes weltweit mit der besten Performance. Warum nehmen die Bürger an dieser Wertsteigerung nicht teil? Ich finde das unverständlich", sagte Leithner.

"Die beste Finanzbildung ist der Depotauszug", sagte der Manager. "Zu sehen, da kommen nicht nur 10 Euro hinzu, sondern aus den 10 Euro von vor drei Jahren sind inzwischen 20 geworden." Im Durchschnitt liege die Rendite im Deutschen Aktienindex bei 7 bis 9 Prozent pro Jahr, rechnete Leithner vor. "Selbst, wenn Sie am ungünstigsten Tag gekauft haben, haben Sie 15 Jahre später trotzdem im Durchschnitt eine Rendite von über drei Prozent."/als/ben/zb/DP/stw



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
DEUTSCHE BOERSE AG 250,800 EUR 01.04.26 17:37 Xetra
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   26 27 28 29 30    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.287     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
31.03.2026 15:00 Rekordimport an Flüssigerdgas über deutsche Terminals
31.03.2026 15:00 Original-Research: INDUS Holding AG (von Parmantier & Cie. G...
31.03.2026 15:00 Sprit vor Inkrafttreten der Preisbremse teurer
31.03.2026 15:00 Sanktionen verpuffen - Huawei wächst bei KI und Autos
31.03.2026 14:57 Aktien Frankfurt: Gewinne - Vage Hoffnungen auf Entspannung ...
31.03.2026 14:55
31.03.2026 14:54 ROUNDUP 2: Lebensmittel-Deal zwischen Unilever und McCormick...
31.03.2026 14:53 JPMorgan belässt DHL Group auf 'Overweight' - Ziel 56,50 Eu...
31.03.2026 14:52 Rekordimport an Flüssigerdgas über deutsche Terminals
31.03.2026 14:50 Sprit vor Inkrafttreten der Preisbremse teurer
31.03.2026 14:44 Original-Research: PNE AG (von First Berlin Equity Research ...
31.03.2026 14:41 Trump zu Großbritannien: 'Holt euch euer eigenes Öl'
31.03.2026 14:41 IW: Bürger arbeiten weniger für Sprit als in früheren Krisen
31.03.2026 14:35 EQS-News: Worthington Steel überschreitet die Mindestannahm...
31.03.2026 14:33 IRW-News: Inturai Ventures Corp.: Inturai Ventures treibt di...
31.03.2026 14:30 EQS-Adhoc: RIXX Invest AG: RIXX Invest AG prüft strategisch...
31.03.2026 14:30 APA ots news: OMV und XRG schließen Transaktionen zur Grün...
31.03.2026 14:29
31.03.2026 14:25 Neue Partnerschaft: Ita jetzt Teil der Star Alliance
31.03.2026 14:25 EQS-News: MCE 2026: Midea stellt sein professionelles Servic...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
01.04.2026

AVENTRON AG
Geschäftsbericht

Y.D. MORE INVESTMENTS LTD
Geschäftsbericht

WCM BETEILIGUNGS- UND GRUNDBESITZ AG
Geschäftsbericht

VESYNC CO LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services