Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
20.03.2026 06:35

ROUNDUP/'Akt grober Illoyalität': Merz kündigt Orban Konsequenzen an

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz und die anderen EU-Spitzen haben Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei einem Gipfeltreffen in Brüssel nicht zur Aufgabe seiner Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine bewegen können. EU-Ratspräsident António Costa musste am Freitagmorgen nach dem Spitzentreffen einräumen, dass die Auszahlung der Mittel in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro bis auf weiteres nicht möglich sein wird. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen.

Merz sprach mit Blick auf Orbans anhaltende Blockade von einem "Akt grober Illoyalität" und prognostizierte, das Agieren Orbans werde tiefe Spuren hinterlassen und Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen. Konkret nannte der CDU-Politiker die Verhandlungen über den nächsten langfristigen EU-Haushalt. Bei ihnen könnten EU-Gelder an Ungarn gekürzt oder die Vergabe an noch strengere Bedingungen geknüpft werden.

"Wir sind uns einig, dass wir das, was heute geschehen ist im Europäischen Rat, so nicht hinnehmen", sagte der Merz. Er spielte damit darauf an, dass Orban dem Unterstützungsdarlehen für die Ukraine beim Dezembergipfel eigentlich schon zugestimmt hatte.

Orban will russisches Öl

Das Veto gegen einen notwendigen Beschluss für die Umsetzung legte Orban erst nach einer Unterbrechung von russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline ein. Mitten im ungarischen Wahlkampf wirft er der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Leitung aus politischen Gründen zu verhindern. Orban will seine Blockade erst aufgeben, wenn wieder russisches Öl nach Ungarn fließt.

Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Für notwendige Reparaturen veranschlagte sie zuletzt noch etwa eineinhalb Monate Zeit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Donnerstag in seiner Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten, die Ukraine tue, was nötig sei, um das Darlehen zu bekommen - auch mit Blick auf die Reparatur der Pipeline. Zugleich warnte er die EU, dass eine Fortsetzung der russischen Ölimporte dem Aggressor helfe.

Klarheit über den genauen Zustand der Pipeline, die von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei führt, soll nun eine unabhängige Mission mit EU-Experten bringen. Ob deren Ergebnisse wirklich zu Zugeständnissen Orbans führen können, ist allerdings unklar. Denn in seiner Heimat kämpft er mit einer Anti-Ukraine-Kampagne um seine Wiederwahl und schürt dabei Angst davor, dass Ungarn in den Krieg gezogen werden könnte.

Umfragen zu den Parlamentswahlen in Ungarn sahen Orbans Partei zuletzt hinter der seines Herausforderers Péter Magyar. Sollte Magyar die Wahl gewinnen, könnte es Orbans letzter regulärer Gipfel gewesen sein. Derzeit ist er der dienstälteste Staats- und Regierungschef im Europäischen Rat. Der Rechtspopulist ist bereits seit 2010 durchgängig im Amt.

Braucht es eine Notfall-Lösung?

Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo warf Orban vor, die von Russland angegriffene Ukraine als "Waffe" in seiner Kampagne zur Parlamentswahl am 12. April zu nutzen. "Wir hatten eine Vereinbarung, und ich denke, dass er uns verraten hat", sagte er. Man müsse nun eine Lösung finden, wie man weitermachen könne. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die EU werde auf die ein oder andere Art liefern.

Über konkrete Optionen wollte aber zunächst niemand öffentlich reden. Denkbar ist, dass Deutschland und andere EU-Staaten im Fall einer noch länger anhaltenden Blockade nach anderen Möglichkeiten suchen, die notwendigen Sicherheiten für das geplante Darlehen für die Ukraine bereitzustellen. Derzeit soll der EU-Haushalt genutzt werden, weswegen Ungarn ein Veto-Recht hat.

Forderungen nach einem Entzug der ungarischen Stimmrechte in der EU spielten beim Gipfel keine große Rolle. Grund ist, dass Orban sich derzeit relativ sicher sein kann, dass zumindest der slowakische Ministerpräsident Robert Fico dagegen ein Veto einlegen würde.

Die Slowakei ist wie Ungarn noch immer Abnehmer von russischem Öl und leidet ebenfalls unter dem Ausfall der Lieferungen über die Druschba-Pipeline. Seit längerem schon blockieren beide Länder eine Entscheidung über ein 20. Paket mit EU-Russland-Sanktionen. Beim Gipfel verhinderten sie eine Erklärung aller EU-Staaten zum Ukraine-Krieg./aha/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.060     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
20.03.2026 08:02 OTS: Deloitte / Deloitte-Studie untersucht die Effekte durch...
20.03.2026 07:45 EQS-News: Sondereffekte belasteten das Ergebnis in einem her...
20.03.2026 07:37 Bahn: Reparatur von Rolltreppen am Hauptbahnhof kommt voran
20.03.2026 07:33 dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Leichte Gewinne nach Kur...
20.03.2026 07:31 Schmierstoffhersteller Fuchs trotzt schwierigem Umfeld - 202...
20.03.2026 07:30 EQS-News: Mutares erwartet hohe Transaktionsaktivität im zw...
20.03.2026 07:30 EQS-News: Highlight Communications AG beauftragt Arctic Secu...
20.03.2026 07:30 EQS-News: MAX Automation SE stärkt Kapitalstruktur und verb...
20.03.2026 07:23 EQS-News: Algo Grande Copper vor Bohrstart: Neue Technologie...
20.03.2026 07:20 ANALYSE-FLASH: RBC hebt Rational auf 'Sector Perform' - Ziel...
20.03.2026 07:20 ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Infineon auf 'Overweight' - Zie...
20.03.2026 07:16 Energieagentur: Tempolimit und Homeoffice gegen Ölkrise
20.03.2026 07:15 EQS-Adhoc: ams-OSRAM AG: ams OSRAM veröffentlicht Geschäft...
20.03.2026 07:03 RBC hebt Ziel für Schneider Electric auf 290 Euro - 'Outper...
20.03.2026 07:03 JPMorgan belässt Nemetschek auf 'Overweight' - Ziel 110 Euro
20.03.2026 07:01 EQS-Adhoc: Erfolgreiche Kapitalerhöhung des Helvetia (CH) S...
20.03.2026 07:01 EQS-News: Implenia gewinnt zahlreiche Hochbau-Aufträge in ...
20.03.2026 07:00 EQS-News: FUCHS schließt Geschäftsjahr 2025 mit solidem Er...
20.03.2026 07:00 EQS-News: Newron präsentiert auf dem Jahreskongress 2026 de...
20.03.2026 07:00 EQS-News: CGRE AG erweitert Vorstand (deutsch)
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
20.03.2026

XIWANG SUGAR HLDGS
Geschäftsbericht

KARL THOMSON
Geschäftsbericht

SYMPHONY HLDGS
Geschäftsbericht

STARWOOD EUROPEAN REAL ESTATE FINANCE LTD.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services