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| 14.03.2026 13:52 Russischer Tanker treibt auf Malta zu VALLETTA (dpa-AFX) - Wegen eines beschädigten Flüssiggas-Tankers aus Russland, der im Mittelmeer treibt, hat Malta einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" werde möglicherweise am Sonntagabend oder Montag maltesische Gewässer vor der Westküste der Insel erreichen, hieß es von dortigen Behörden. Beteiligt sind neben den Schifffahrtsbehörden auch das Außenministerium des EU-Landes sowie der Zivilschutz. Der Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden. Die libysche Küstenwache hatte zunächst berichtet, das Schiff sei untergegangen. Dann tauchten aber Fotos auf, die die "Arctic Metagaz" mit erheblicher Schlagseite zeigen. Behörden warnen andere Schiffe Die maltesischen Schifffahrtsbehörden warnen bereits seit Tagen, der Gastanker könne zur Gefahr für andere Schiffe werden. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, das Schiff treibe in internationalen Gewässern auf die italienische Insel Lampedusa zu. Inzwischen driftet es nach Angaben der Behörden jedoch Richtung Malta - abhängig von Meeresströmungen sowie der Windrichtung. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa befinden sich Einheiten der italienischen Marine - ein Schlepper und falls erforderlich ein Spezialschiff zur Bekämpfung von Umweltverschmutzungen - in der Nähe des Tankers. Zu den Überlegungen gehört, die "Arctic Metagaz" weiter hinaus auf die offene See zu schleppen. In Rom berief Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Krisensitzung ein. Zu den Befürchtungen gehört, dass das Schiff auseinanderbrechen oder sinken könnte. Die Zeitung "Times of Malta" zitierte jedoch einen namentlich nicht genannten Verantwortlichen mit den Worten: "Trotz der massiven Explosion an Bord ist das Schiff immer noch stabil und wird wahrscheinlich nicht sinken - zumindest wohl vorerst nicht."/cs/DP/zb Weitere Nachrichten |
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