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| 13.03.2026 11:56 Aktien Frankfurt: Verluste vor dem Wochenende wegen hohem Ölpreis FRANKFURT (dpa-AFX) - Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran meiden die Anleger bei deutschen Aktien weiter das Risiko. Sie bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Kriegs-Ereignisse im Nahen Osten lieber vorsichtig, was auch mit dem anhaltend hohen Ölpreis in Zusammenhang steht. An den vergangenen beiden Montagen hatte es zweimal ein böses Erwachen gegeben wegen des Nahostkonfliktes. Gegen Mittag wurde das Minus aber immerhin etwas kleiner. Zuletzt gab der Dax um ein halbes Prozent auf 23.479 Punkte nach. Auf Wochensicht bahnt sich so für den deutschen Leitindex ein ähnlich hohes Minus an - vor allem vom düsteren Montag bedingt, an dem der Dax mit 22.927 Punkten auf ein Tief seit Mai abgesackt war. Der MDax fiel am Freitag um zuletzt 1,1 Prozent auf 28.932 Zähler, während der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 0,3 Prozent einbüßte. Die Öl- und Gaspreise bleiben entscheidend angesichts größer werdender Konjunktur- und Inflationssorgen. Auch am Freitag pendelte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf hohem Niveau um die 100 US-Dollar-Marke, während der Iran trotz massiver Angriffe der USA und Israels mit weiteren Attacken auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Golfregion droht. Durch die Kursverluste an diesem Freitag weiten sich die Dax-Abgaben seit Kriegsausbruch auf mehr als sieben Prozent aus. Wie der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank schrieb, sind die Aktienmärkte bislang noch nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Anleger glaubten noch an den "Trump-Put", also die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten. "Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen. Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken besonders stark zugesetzt. Vor diesem Hintergrund neigten die Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank auch am Freitag mit Verlusten von bis zu 1,5 Prozent zur Schwäche. Laut dem Barclays-Experten Cau sind sie typische Stagflations-Verlierer, genauso wie Rohstoff- und Konsumwerte. Titel aus den Bereichen Energie, Versorger und Gesundheit sieht Cau auf der anderen Seite als Profiteure. Aber auch Rüstungsaktien wie Rheinmetall sind seit Mittwoch wieder begehrter. Als Gewinner der Krise werden außerdem K+S gehandelt, die ihre Rally am Freitag mit drei Prozent Plus fortsetzten. Spekuliert wird hier auf steigende Düngerpreise wegen wegfallender Kapazitäten in Nahost. Zu den Dax-Werten, die sich positiv abheben konnten, gehörten zwei nach Hochstufungen durch Analysten. Vor allem knüpften Zalando mit einem Kurssprung um acht Prozent an ihre Vortagsrally an, nachdem sie vom Analysehaus Bernstein auf "Market-Perform" hochgestuft wurden. Das Chartbild bei dem Online-Händler hellt sich damit weiter auf. Qiagen verbuchten zudem ein Plus von 1,2 Prozent. Deutsche Bank Research sprach dem Diagnostikspezialisten nach dem jüngsten Kursrutsch eine Kaufempfehlung aus. Übernahmefantasie sei bei der Aktie inzwischen wieder vollständig ausgepreist worden. Die Anleger könnten sich jetzt wieder auf das operative Geschäft und eine nicht ambitionierte Bewertung konzentrieren. Um 8,4 Prozent unter Druck geraten sind am Freitag die Aktien von 1&1 , die auch den Mutterkonzern United Internet nach unten zogen. Verwiesen wurde auf einen Bericht, wonach der O2-Mutterkonzern Telefonica eine erwogene 1&1-Übernahme auf Eis gelegt haben soll, solange es in Deutschland Probleme mit dem Netzausbau gibt. Dies berichtete das spanische Onlinemedium "Okdiario" unter Berufung auf Kreise./tih/stk Weitere Nachrichten |
| Name | Kurs | Währung | Datum | Zeit | Handelsplatz |
|---|---|---|---|---|---|
| COMMERZBANK AG | 30,170 | EUR | 13.03.26 | 13:11 | Xetra |
| DEUTSCHE BANK AG | 25,765 | EUR | 13.03.26 | 13:11 | Xetra |
| K+S AG | 18,510 | EUR | 13.03.26 | 13:11 | Xetra |
| RHEINMETALL AG | 1.598,000 | EUR | 13.03.26 | 13:11 | Xetra |
| UNITED INTERNET AG | 25,940 | EUR | 13.03.26 | 13:10 | Xetra |
| ZALANDO SE | 23,980 | EUR | 13.03.26 | 13:11 | Xetra |
| 1&1 AG | 22,800 | EUR | 13.03.26 | 13:10 | Xetra |
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