Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.02.2026 17:35

ROUNDUP: Erneut Schließfächer in Bank geplündert - 'Arg ist es schon'

STUHR (dpa-AFX) - Erst Gelsenkirchen, jetzt eine kleine Bankfiliale nahe Bremen: Unbekannte haben 14 Schließfächer in einer Volksbank im niedersächsischen Stuhr aufgebrochen. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Wer sind die Täter? Wie hoch ist die Beute? "Zu den Inhalten können wir nichts sagen", meint ein Sprecher der Polizei am Samstagmittag. "Weil wir auch nicht wissen, was die Bankkunden da platziert haben."

"Arg ist es schon"

Von außen deutet am Tag danach nichts auf den Einbruch hin. Keine Polizei mehr, nicht mal ein Absperrband ist zu sehen. Nur einige Kunden, die Geld abheben möchten oder verzweifelt nach Informationen suchen. Ihm sei "beschissen" zumute, meint Klaus Hriesik, der mit seiner Frau vor der verlassenen Filiale in der Kälte ausharrt. "Arg ist es schon, weil die Ersparnisse da drin sind, für den späten Lebensabend."

Seine Frau Irene Hriesik pflichtet ihm bei. "Es sind da auch Schmuckstücke drin", erzählt die Besitzerin eines Schließfachs. "Die bekomme ich ja nicht wieder. Das sind Teile von meiner Mutter oder von meiner Schwiegermutter und das ist natürlich mehr als ärgerlich." Der Fall erinnere sie an Gelsenkirchen - nur dass sie es nie für möglich gehalten habe, einmal selbst betroffen zu sein.

Wie die Täter vorgingen

Ende Dezember hatten sich Einbrecher in Gelsenkirchen von einer benachbarten Tiefgarage aus über mehrere Tage hinweg mit einem Spezialbohrer Zugang zu einem Tresorraum verschafft. Sie brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit Geld, Schmuck und Wertgegenständen in Millionenhöhe.

In Stuhr sei nun alles viel schneller gegangen, berichtet ein Polizeisprecher. Die Täter nutzten am Freitag die Mittagspause von 12 bis 14 Uhr. Laut Polizei brachen die Unbekannten über einen Lichtschacht in den Keller ein. Sie seien zielgerichtet zu dem Raum mit den Schließfächern vorgedrungen, hätten gewaltsam die Tür geöffnet und einige Fächer leer geräumt.

Beißender Geruch und offene Türen

In dem Raum befinden sich laut Bank 718 Schließfächer - davon wurden 14 Fächer aufgebrochen und geplündert. "Alle anderen Fächer sind unversehrt", teilte die Bank mit.

Die Beamten vermuten, dass die Täter nicht genug Zeit für weitere Fächer hatten. Nach der Mittagspause sei eine Mitarbeiterin in den Keller gegangen, berichtet der Polizeisprecher. Sie habe einen "ganz beißenden Geruch" festgestellt, ihr sei sofort übel geworden.

Die Bank alarmierte die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr rückte mit 87 Kräften aus, ein Trupp mit Chemieschutzanzügen und Atemschutz führte Messungen durch. Sie stellten eine unbekannte Flüssigkeit an Türen fest, eine Gefahr für die Gesundheit habe nicht bestanden.

Warum die Täter Flüssigkeit versprühten

Der Hausmeister stellte schließlich Einbruchspuren fest, wie die Polizei weiter mitteilte. Türen, die nicht offen stehen sollten, hätten offen gestanden. Die unbekannte Flüssigkeit mit dem starken Geruch sei wahrscheinlich nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, meint der Polizeisprecher. Manche Täter wollen so die Arbeit der Beamten verzögern oder ihre Spuren verwischen.

Laut Zeugen könnte es sich um drei Einbrecher handeln, sagte der Polizeisprecher. Sie sollen blaue Overalls getragen haben und vermutlich mit einem schwarzen Auto geflüchtet sein. Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen und bittet um Hinweise zu den Tätern und dem Fluchtwagen. Anwohner sollten ihre Überwachungskameras überprüfen.

Zwischen Wut und Hoffnung

"Wir haben zahlreiche Anrufe", sagt der Polizeisprecher. "Weil die Kunden in erster Linie auch bei uns einmal anrufen und die totale Sorge haben, dass ihr persönliches Schließfach angegangen wurde." Die Bank richtete eine Hotline ein und verspricht, alle Betroffenen noch am Wochenende persönlich zu informieren.

Die Ungewissheit sei schwer auszuhalten, meint auch Stephan Drettmann, der am Samstag vor der Filiale steht und auf mehr Informationen hofft. "Ist eine etwas schwierige Situation", sagt der Schließfachbesitzer. "Es ist auch nicht so ganz unerheblich, was dann weg wäre."

Eine andere Kundin schüttelt aufgebracht den Kopf. "Ich bin eigentlich sauer", meint die Frau. "Die Leute haben ihre Ersparnisse da. Das Vertrauen ist hin." Wie konnten die Täter in der Mittagspause über einen Schacht unbeobachtet in den Tresorraum eindringen? Sie verstehe nicht, warum die Bank ihr Sicherheitskonzept nach dem Einbruch in Gelsenkirchen nicht verschärft habe.

Bank: Sicherheit wird regelmäßig geprüft

Die Bank weist die Vorwürfe von sich. "Unsere Sicherheits- und Schutzvorkehrungen entsprechen den aktuellen, banküblichen Standards und werden regelmäßig überprüft", betont eine Mitarbeiterin der Filiale. "Dazu zählen sowohl bauliche als auch organisatorische Maßnahmen." Am Montag soll der Betrieb in der Geschäftsstelle normal weitergehen.

Bankkunde Klaus Hriesik hat kein Verständnis. Es sei tragisch, dass die Bank nicht besser geschützt sei. "Am helllichten Tag mittags steigen die kleinen Gangster hier ein", sagt der Besitzer eines Schließfachs. "Das Ganze kann man nur als grob fahrlässig betrachten."/miu/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.001     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Zeitung' zu Buy European-Plan
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Frankfurter Rundschau' zu Merz-Besuch in den ...
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Südwest Presse' zu Krieg im Iran
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Irankrieg
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zu Merz/Trump
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zu Merz und T...
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Volksstimme' zu Sender-Aus bei ARD und ZDF
05.03.2026 05:34 Pressestimme: 'Augsburger Allgemeine' zu Energiepreisen
05.03.2026 05:00 Studie: Mehr Arbeitszeit für viele Frauen nicht lukrativ
05.03.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum
05.03.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
05.03.2026 04:44 «Schädigung der Nerven»: Aston Martin droht Desaster
05.03.2026 04:30 Schnellere Daten und KI - Bahn plant bessere Reiseinfos
05.03.2026 04:30 Spitzt sich der Eier-Engpass vor Ostern zu?
05.03.2026 04:24 China setzt niedrigstes Wachstumsziel seit Jahrzehnten
05.03.2026 03:35 EQS-News: BYDFi bei der Crypto Expo Europe zur besten All-in...
05.03.2026 03:15 EQS-News: Apacer auf der embedded world 2026: Speicherlösun...
05.03.2026 01:54 US-Gericht: Unternehmen haben Anspruch auf Zoll-Rückzahlung
05.03.2026 01:15 EQS-News: WBBA veröffentlicht globale Bewertungs- und Zerti...
04.03.2026 23:21 Tech-Konzerne sagen Selbstfinanzierung von KI-Strom zu
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
05.03.2026

TESORO GOLD
Geschäftsbericht

TECHGEN METALS LTD
Geschäftsbericht

GASNET AUSTRALIA
Geschäftsbericht

SPIRENT COMMUNICATIONS PLC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services