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| 12.02.2026 12:30 Bayerns Triple-Schritte zum goldenen Mai: «Sind in Position» FußballMünchen (dpa) - Beim Ausblick auf das Pokal-Halbfinale äußerten die Bayern unisono nur einen Wunsch. «Ein Heimspiel wäre wünschenswert», sagte Joshua Kimmich. Und der Gegner? «Es kann kommen, wer will», tönte Teamkollege Aleksandar Pavlovic angesprochen auf die Auswahl aus Titelverteidiger VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und SC Freiburg bei der Auslosung am 22. Februar. Nein, aufhalten lassen will sich der Rekord-Pokalsieger nach dem keinesfalls spektakulären, aber Bayern-typischen 2:0 (0:0) gegen RB Leipzig am 21./22. April auf dem Weg ins Endspiel (23. Mai) von niemandem mehr. «Es wird wieder Zeit, dass wir nach Berlin kommen», sagte Kapitän Manuel Neuer. Eine gefühlte Ewigkeit liegen das letzte Finale und der 20. Pokalsieg zurück, wie Bayern-Chef Jan-Christian Dreesen anschaulich beschrieb. «Wir haben eine große Sehnsucht nach Berlin. Der ganze Club will ins Finale. Das letzte Mal, als wir in Berlin waren, waren keine Zuschauer im Stadion. Es war noch Corona.» Wie mit Flick und Heynckes?Das Pandemiejahr 2020 war zudem die historische Bayern-Phase, als unter Trainer Hansi Flick sechs Titel eingesammelt wurden, darunter das zweite Triple nach 2013 (mit Jupp Heynckes). Und der Traum vom dritten Triple lebt in dieser Saison unter Vincent Kompany gerade immer mehr auf. «Der Drang ist da, gerade mit der Mannschaft, die wir jetzt haben», bestätigte Neuer. Der bald 40 Jahre alte Torwart hat in 15 Jahren beim FC Bayern längst ein Gespür für Triple-Teams entwickelt. «Jeder sieht, dass wir Spaß haben, dass wir zusammen an einem Strang ziehen. Ähnliche Situationen haben wir schon erlebt», sagte der Torwart. Kann er seine große Karriere nochmals krönen? Auch wenn die entscheidenden Triple-Schritte erst nach einem eher ruhigen Februar mit ungewöhnlich viel Zeit zum Durchschnaufen und Trainieren erst im knackigen Frühjahr kommen, wächst der Glaube an einen goldenen Mai. Kimmich: Bayern München ist im Moment sehr sexy«Wir sind in einer wirklich guten Situation, in einer viel besseren als letztes Jahr», sagte Torjäger Harry Kane, der als eiskalter Elfmeterschütze gemeinsam mit dem ebenfalls erneut treffenden Wirbelwind Luis Díaz innerhalb von drei Minuten die Leipziger ein drittes Mal in dieser Saison auf die Bretter schickte. «Wir sind schon sehr selbstbewusst», sagte Kimmich zur Aussicht auf drei Trophäen: «Wir sind jetzt auf jeden Fall in Position! Wir sind im Pokal-Halbfinale. Wir haben in der Meisterschaft einen soliden Vorsprung. Und in der Champions League sind wir auch sehr solide durch die Gruppenphase gegangen.» Gier, Hunger, Spaß - alle Erfolgsattribute sind in München zu spüren. Kimmich drückte das in einem Satz aus, als es um Dayot Upamecano ging, auf dessen Vertragsunterschrift alle immer noch warten. «Das Paket Bayern München ist im Moment sehr, sehr sexy», verkündete der 31 Jahre alte DFB-Kapitän. Geschnürt haben es Trainer Vincent Kompany und Kader-Baumeister Max Eberl. «Wir sind in allen drei Wettbewerben dabei. Und alle drei fängst du an, um sie zu gewinnen», sagte Sportvorstand Eberl - und mahnte zugleich: «Schritt für Schritt. Wenn du dauernd zu weit schaust, kannst du schnell stolpern.» Das Denken in kleinsten Triple-Schritten zeichnet wiederum Kompany aus. Der Belgier legt das Hauptaugenmerk immer auf das nächste Spiel. Und darauf, den komplett gesunden Kader frisch zu halten und in Topform zu bringen für die entscheidende Saisonphase. «Wir brauchen den gesamten Kader, um jede Trophäe gewinnen zu können», äußerte Kane in bester Kompany-Manier. Werners Zorn auf das Schiedsrichter-TeamAm Mittwoch war es kein Glamour-Abend, sondern eher ein Sieg von der Stange. «Unser Auftritt war wirklich professionell», urteilte Kane. «Zweite Halbzeit, ein K.o.-Spiel, wie du es spielen musst. Elfmeter bekommen, 1:0, 2:0, gut zu Ende gespielt», kommentierte Eberl im Telegrammspiel. Nationalspieler Jonathan Tah strahlte an seinem 30. Geburtstag und erklärte das Geheimnis hinter den drei Saisonsiegen gegen Leipzig. «Wir merken es immer wieder: Es gibt einen Zeitpunkt im Spiel, da schaffen wir es, sie zu brechen.» 6:0, 5:1, 2:0 - «zu den Bayern fehlt uns was», sagte RB-Coach Ole Werner. Sein Zorn entlud sich vor allem an einer Szene in der 27. Minute, als ein Foul von Bayerns Josip Stanisic an RB-Angreifer Antonio Nusa kurz vor oder auf der Strafraumlinie von Schiedsrichter Daniel Siebert nicht geahndet wurde. Von einem «absoluten Wahnsinn» sprach Werner erbost: «Für mich braucht man dafür keinen VAR (Videoschiedsrichter). Jeder im Stadion hat das Foul gesehen, außer vier Leute. Wenn ich das nicht als Foul sehe, ist das einfach schlecht.» Weitere Nachrichten |
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