Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
10.02.2026 14:32

ROUNDUP/Wohnung, verzweifelt gesucht: Branche macht wenig Hoffnung

BERLIN (dpa-AFX) - Für Menschen auf Wohnungssuche ist in deutschen Städten kaum Besserung in Sicht. Nach Schätzungen der Immobilienbranche werden dieses Jahr mit 215.000 Wohnungen rund 20.000 weniger fertig als 2025 und insgesamt deutlich weniger als benötigt. Die Mieten ziehen laut Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) auch 2026 an. Ähnlich sieht es bei Kaufimmobilien wie Eigentumswohnungen und Häusern aus. Schnäppchen? Fehlanzeige.

In Städten wie München, Frankfurt oder Berlin, aber auch anderen Regionen ächzen viele Normalverdiener schon jetzt unter hohen Wohnungskosten. Die Politik versucht mit Förderprogrammen und gelockerten Bauvorschriften gegenzusteuern. Zuletzt legte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) Pläne vor, die Mieterinnen und Mieter vor Auswüchsen unter anderem beim möblierten Wohnen schützen sollen. Die Immobilienbranche sieht die bisherigen Rezepte aber skeptisch.

"Lücke schließt sich nicht"

Das ZIA-Gutachten macht angesichts des stockenden Neubaus wenig Hoffnung auf Entspannung. Statt der für 2026 erwarteten 215.000 neuen Wohnungen bräuchte es demnach bis 2040 jedes Jahr knapp 258.000 Einheiten. "Die Lücke schließt sich damit nicht, sie wächst", sagte Mitautor Ralph Henger vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW). "In vielen Großstädten wird sich die Lage damit noch einmal zuspitzen."

Immerhin stieg laut Gutachten die Zahl der Baugenehmigungen 2025 um 10,5 Prozent auf 235.000. "Aber dieser Anstieg kann den Rückgang der vorherigen Jahre nicht ausgleichen", sagte der IW-Experte.

Mieten gehen weiter hoch

Die Mieten steigen laut Gutachten weiter. Im Bundesschnitt wurden Wohnungen im vierten Quartal 2025 um 4,1 Prozent teurer angeboten als ein Jahr zuvor. Am stärksten zugelegt hätten die Mieten in Köln, im Schnitt um 7,6 Prozent auf 15 Euro je Quadratmeter. In Hamburg waren es 5,4 Prozent auf 14,41 Euro.

In München war der Anstieg etwas geringer - plus 4,6 Prozent - das Niveau aber mit 22,62 Euro je Quadratmeter besonders hoch. In Frankfurt am Main wurden Wohnungen im Schnitt mit 17,19 Euro je Quadratmeter angeboten, in Berlin mit 15,78 Euro. "Für 2026 werden weitere Mietpreisanstiege erwartet", so das Gutachten.

Auch das Beratungsinstitut Empirica rechnet mit einem weiteren Anstieg. Um die Kosten zu decken, müssten Neubaumieten in westdeutschen Großstädten rund 20 Euro pro Quadratmeter betragen. Die Bestandsmieten, die im Bundesschnitt zuletzt bei 10,60 Euro je Quadratmeter lagen, dürften 2026 um drei bis vier Prozent anziehen, schätzt Empirica.

Wohnimmobilien um 4,2 Prozent teurer

Am Markt für Eigentumswohnungen und das eigene Häuschen sieht es laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) für Käufer nicht besser aus. Im vergangenen Jahr verteuerten sich Wohnimmobilien demnach im Schnitt um 4,2 Prozent - doppelt so stark wie im Vorjahr. Weil Wohnraum insgesamt so knapp ist, dürften die Preise auch hier dieses Jahr steigen, sagte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.

Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern aus, die Ende 2025 rund 5,3 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. Selbst genutztes Wohneigentum, zu dem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zählen, verteuerte sich um 3,0 Prozent, berichtet der Verband. Er vertritt die wichtigsten Immobilienfinanzierer hierzulande, darunter große Sparkassen, Landesbanken, Deutsche Bank und Commerzbank .

In den Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart verteuerten sich Wohnimmobilien sogar um 4,7 Prozent im Vergleich zu Ende 2024. In Stuttgart stiegen die Preise mit 2,2 Prozent am geringsten, in Frankfurt mit 5,7 Prozent am stärksten.

Lob für den "Bau-Turbo"

Aus Sicht der Immobilienbranche ist die Politik gefordert - aber nicht unbedingt so wie bisher geplant. "Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Preisen sein", sagt Tolckmitt. Die Bundesregierung habe mit dem "Bau-Turbo" einen richtigen Impuls gesetzt. Helfen könnten aus seiner Sicht auch staatliche Bürgschaften im Wohnungsbau.

IW-Experte Henger lobte ebenfalls den Bau-Turbo, der Gemeinden eine schnellere Genehmigung von Bauprojekten ermöglicht. Wichtig sei, Baustandards und damit Kosten zu senken.

Kritik an Hubigs Plänen

Dagegen gingen die Vorschläge von Justizministerin Hubig zur Mietregulierung "aus unserer Sicht ein bisschen in die falsche Richtung", sagte Henger. Die Auswüchse beim möblierten Wohnen seien nicht so stark, wie sie oft gemacht würden. Auch Hubigs Vorschläge zu befristeten Mietverträgen und zur Deckelung von Indexmieten auf einen jährlichen Anstieg von 3,5 Prozent halte man "nicht für zielführend".

Zu Hubigs Plänen gibt es auch ein Gutachten des Berliner Unternehmens Wunderflats, das möblierte Wohnungen für wenige Monate vermittelt. Das Papier zweifelt die Rechtmäßigkeit der geplanten Vorgaben für die Höhe des Möblierungszuschlags an. Auch an der Begrenzung von Kurzzeitmietverträgen auf maximal ein halbes Jahr gibt es darin Kritik. "Erreicht wird hier kein Mieter- und Verbraucherschutz", sagte der Verfassungsrechtler Ulrich Battis. Vielmehr würden Verbraucher bevormundet./vsr/als/DP/jha



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
COMMERZBANK AG 36,130 EUR 12.02.26 12:45 Xetra
DEUTSCHE BANK AG 31,705 EUR 12.02.26 12:44 Xetra
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   38 39 40 41 42    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.154     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
10.02.2026 17:06 JPMorgan belässt Allianz auf 'Neutral' - Ziel 380 Euro
10.02.2026 17:05 EQS-News: Kasowitz und Mishcon de Reya kommentieren das Jahr...
10.02.2026 17:05 EQS-News: PlasCred Circular Innovations Inc. kündigt nicht ...
10.02.2026 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 10.02.2026 - 17.00 Uhr
10.02.2026 17:01 DZ Bank senkt fairen Wert für Teamviewer auf 6,50 Euro - 'H...
10.02.2026 16:59 ROUNDUP 2: Tchibo unterliegt auch im zweiten Anlauf gegen Al...
10.02.2026 16:56 Erneut Zehntausende Stellen in der Autoindustrie abgebaut
10.02.2026 16:55 AKTIE IM FOKUS: Ferrari im EuroStoxx nach Zahlen in der Pole...
10.02.2026 16:55 Ärztepräsident warnt vor Verunsicherung von Patienten
10.02.2026 16:55 AKTIE IM FOKUS: Ausblick schickt Salzgitter nach Absacker au...
10.02.2026 16:54 AKTIE IM FOKUS 2: Commerzbank scheitern nach Eckzahlen am Ko...
10.02.2026 16:51 ROUNDUP: Spotify verdient deutlich mehr - Mehr Nutzer als er...
10.02.2026 16:51 Tchibo unterliegt auch im zweiten Anlauf gegen Aldi Süd
10.02.2026 16:50 ROUNDUP: Coca-Cola peilt auch 2026 Zuwächse an - Aktie gibt...
10.02.2026 16:49 ROUNDUP: US-Spezialchemiekonzern Dupont will 2026 stärker w...
10.02.2026 16:45 Berlin weist Macrons Vorstoß für EU-Schulden zurück
10.02.2026 16:45 ROUNDUP 2: Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige? Parte...
10.02.2026 16:45 ROUNDUP: Barclays verdient mehr als erwartet - Milliardenaus...
10.02.2026 16:41 Devisen: Euro verteidigt Vortagsgewinne
10.02.2026 16:41 Banken fordern vor EU-Gipfel Kurswechsel bei Regulierung
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.02.2026

ABRDN CHINA INVESTMENT CO. LTD.
Geschäftsbericht

VERSES TECHNOLOGIES INC.
Geschäftsbericht

REDCASTLE RESOURCES
Geschäftsbericht

PI2
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services