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05.02.2026 10:25

OTS: Allianz Trade / Allianz Trade Analyse: Negativrekord bei Großinsolvenzen ...

    Allianz Trade Analyse: Negativrekord bei Großinsolvenzen in
Deutschland in 2025
Hamburg (ots) -

- Alle 18 Stunden eine große Pleite: Weltweite Großinsolvenzen erreichen 2025
  mit 475 Fällen neuen Negativrekord (+1 % von 469 Fällen 2024)
- Deutschland verzeichnet ebenfalls neuen Höchststand mit 94 Fällen (+8 % von 87
  Fällen 2024) und ist mit 20 % aller Fälle weltweit ein Treiber hinter der
  globalen Dynamik
- Deutscher Dienstleistungssektor (insbesondere Kliniken), Automobil-, Chemie-
  und Metallbranche besonders hart getroffen
- Gesamtumsätze der weltweiten insolventen Großinsolvenzen steigen auf
  Rekordwert - in Deutschland Rückgang gegen den Trend rückläufig, aber auf
  zweithöchsten Wert seit Beginn der Analysen 2015
- Vorsicht Dominoeffekt: Besonders kleine Lieferanten sind bei großen Pleiten
  gefährdet
- Ausblick 2026: Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen steigt weiter- aber
  Dynamik flacht sich ab; leichte Erholung erst 2027 in Sicht

Die Großinsolvenzen [1] in Deutschland sind so hoch wie noch nie seit Beginn der
Analysen von Allianz Trade im Jahr 2015. Insgesamt 94 Unternehmen mit einem
Umsatz von über 50 Millionen Euro (Mio. EUR) rutschten 2025 in die Pleite. Das
sind sieben mehr als noch 2024 und entspricht einem Zuwachs von 8 %. Zu diesem
Schluss kommt die jüngste Insolvenzanalyse des weltweit führenden
Kreditversicherers Allianz Trade.

Besonders betroffen war der Dienstleistungssektor mit 14 großen Insolvenzen,
darunter 9 Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Aber auch die Automobil- (12),
Chemie- und Metallbranche (jeweils 11) waren stark von großen Insolvenzen
gezeichnet, gefolgt vom Baugewerbe (10) und dem seit Jahren kriselnden
Einzelhandel (9).

Weltweit alle 18 Stunden eine Großpleite - Deutschland ein Treiber der Dynamik

"Wenn es kracht, dann oft richtig. Wir sehen bereits seit vier Jahren deutlich
ansteigende Großinsolvenzen, die 2025 den höchsten Stand seit 2015 erreicht
haben - sowohl weltweit als auch in Deutschland", sagt Milo Bogaerts, CEO von
Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Weltweit mussten im
vergangenen Jahr 475 große Unternehmen Insolvenz anmelden, das entspricht einer
Großinsolvenz alle 18 Stunden. Deutschland macht etwa ein Fünftel (20 %) der
weltweiten Fälle aus und ist damit einer der Treiber hinter der globalen
Dynamik."

Dabei war 2025 in der Bundesrepublik zweigeteilt: Im ersten Halbjahr sah es
zumindest noch nach einem leichten Rückgang aus (1. HJ 2025: 30 vs. 1. HJ 2024:
39). Im zweiten Halbjahr (insgesamt 64), insbesondere im 4. Quartal (37),
mussten allerdings besonders viele große Unternehmen die Segel streichen. Auch
weltweit war die Dynamik im 4. Quartal mit insgesamt 147 Großpleiten so stark
wie noch nie seit Beginn der Allianz Trade Analysen von Großinsolvenzen 2015.

Schneeballeffekt: Besonders kleine Lieferanten gefährdet bei großen Pleiten

"Das problematische an vielen Großinsolvenzen ist der mögliche Dominoeffekt auf
die Lieferketten", sagt Maxime Lemerle, Leiter der Insolvenzanalyse bei Allianz
Trade. "Gerade kleine Unternehmen mit einer starken Abhängigkeit von wenigen
großen Abnehmern sind hier gefährdet. Weltweit stieg der Gesamtumsatz der
insolventen Großunternehmen - und damit die Schäden bei den Lieferanten - um

12 % auf 208 Mrd. EUR. Die umsatzmäßig größten Insolvenzen gab es dabei USA und
China - sie verzeichneten gemeinsam 17 der 20 größten Pleiten."

Deutschland: Gesamtumsätze der insolventen Großunternehmen sinken

In Deutschland gab es beim Gesamtumsatz der 2025 von einer Pleite betroffenen
Unternehmen gegen den weltweiten Trend eine leichte Entspannung: Dieser sank um
rund ein Drittel von der 2024er-Rekordmarke von knapp 18 Mrd. EUR auf etwa 12
Mrd. EUR.

"Es gab 2025 zwar deutlich mehr Großinsolvenzen in Deutschland, aber die bei den
Lieferanten dadurch verursachten Schäden gingen nach dem Höchststand 2024
zurück", sagt Bogaerts. "Das ist zunächst eine gute Nachricht. Eine Entwarnung
ist es allerdings nicht, denn der Gesamtumsatz der insolventen Unternehmen in
Deutschland liegt mit gut 12 Mrd. EUR auf dem zweithöchsten Wert seit Beginn der
Aufzeichnungen im Jahr 2015. Unternehmen sollten deshalb weiterhin wachsam
bleiben und auch bei großen und bekannten Unternehmen beim Risikomanagement
genau hinschauen."

Weltweite und deutsche Insolvenzen steigen weiter - aber Dynamik 2026 gebremst

Nicht nur die Großinsolvenzen sind 2025 gestiegen, auch die Gesamtzahl der
Unternehmenspleiten stieg merklich an. Weltweit lag der Anstieg der Insolvenzen
2025 bei voraussichtlich 6 % [2], in Deutschland fast doppelt so hoch bei 11 %
[3].

"Prozentual dürften Insolvenzen im vergangenen Jahr in der Türkei (+57 %),
Hongkong (+45 %), Griechenland, der Schweiz (jeweils + 40 %) und Singapur (+27
%) am stärksten zugelegt haben", sagt Lemerle. "Bei den absoluten Zahlen liegt
die Schweiz (+3.400 Fälle) vor Deutschland (+2.500 auf 24.300 Fälle), Italien
(+2.480), Frankreich (+2.330) und den USA (+1.800)."

Die größten Rückgänge verzeichneten 2025 voraussichtlich Indien und Russland
(jeweils -24 %), Kanada (-23 %) und die Niederlanden (-16 %).

Für 2026 erwarten die Allianz Trade Experten weltweit den fünften Anstieg in
Folge mit weltweit rund 3 % - auch getrieben durch Zoll-Effekte. In Deutschland
dürften die Fallzahlen 2026 um etwa 1 % zulegen und auf 24.450 Fälle steigen.

"2026 dürfte sich die Dynamik beim Anstieg der Unternehmensinsolvenzen etwas
abflachen", sagt Bogaerts. "Eine Trendwende und einen leichten Rückgang bei den
Fallzahlen erwarten wir allerdings erst 2027. Weltweit dürften sie dann um 1 %
sinken. In Deutschland dürfte die erwartete Erholung mit -6 % im Jahr 2027 etwas
schneller verlaufen als der globale Trend. Dennoch werden die Insolvenzen
weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bleiben."

Die vollständige Analyse zu den weltweiten Großinsolvenzen finden Sie beigefügt
und hier:

https://bit.ly/4bwv4Tw

[1] Als Großinsolvenzen werden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 50
Mio. EUR definiert.

[2] Schätzung: Offizielle Zahlen für das Gesamtjahr 2025 liegen noch nicht für
alle Länder vor, aber die bisher verfügbaren Daten bestätigen die Trends der im
Oktober 2025 veröffentlichten globalen Insolvenzstudie.

[3] Schätzung: Offizielle Statistiken für das Gesamtjahr 2025 liegen für
Deutschland noch nicht vor, aber die bisher verfügbaren Daten bestätigen die
Trends der im Oktober 2025 veröffentlichten globalen Insolvenzstudie.

Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,
um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die
Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen
kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die
Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)
entfallen.

Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und
gibt den weltweit über 70.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte
und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating
von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im
Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800
Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de

Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen

Die in dieser Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über zukünftige
Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf aktuellen
Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren, und bekannte und
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Aussagen wesentlich abweichen können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im
jeweiligen Kontext spiegelt die Verwendung von Wörtern wie "kann", "wird",
"sollte", "erwartet", "plant", "beabsichtigt", "glaubt", "schätzt",
"prognostiziert", "potenziell" oder "weiterhin" ebenfalls eine
zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen
oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren von solchen
zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören
u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der
branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die Kernmärkte der
Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der
"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und
Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten
Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen
ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß
der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der
Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen
einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen
Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.
ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich
der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,
regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge
und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen übernimmt keine
Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Pressekontakt:

Allianz Trade
Antje Wolters
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)40 8834-1033
Mobil: +49 (0)160 899 2772
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OTS:               Allianz Trade


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