Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
04.02.2026 14:16

ROUNDUP: Wie der Bund die Förderung beim Wohnungsbau erleichtern will

BERLIN (dpa-AFX) - Ein Programm für Familien, eins für die Sanierung alter Häuser, für Klimaschutz, für Genossenschaften, alle mit unterschiedlichen Förderbedingungen: Wer für sein Eigenheim Hilfe vom Staat möchte, muss sich bisher durch eine Vielzahl an Programmen wühlen. Das soll jetzt deutlich einfacher werden. Die Förderung von Wohngebäuden soll noch in diesem Jahr auf zwei Programme verschlankt werden, eins für Neubau und eins für Bestand beziehungsweise Modernisierung.

Hat die Wohnungsbau-Krise ein Ende?

Besserer Überblick, weniger Bürokratie, verlässliche Finanzierung: Das soll mehr Menschen dazu bewegen, ihren Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung wahrzumachen - und vor allem längst geplante Projekte auch wirklich umzusetzen.

Denn der Wohnungsbau steckte jahrelang in einer Krise. 400.000 neue Wohnungen pro Jahr hatte die Ampel-Regierung unter Kanzler Olaf Scholz versprochen. Doch hohe Zinsen und Baukosten sowie zähe Genehmigungen führten dazu, dass das Ziel immer wieder spektakulär verfehlt wurde. 251.900 Wohnungen wurden 2024 fertiggestellt, so wenig wie seit 2015 nicht.

"Tauwetter" statt "Eiszeit"?

Die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich bewusst kein ambitioniertes Neubau-Ziel festgeschrieben - wohl auch in der Erwartung, dass man solche Vorgaben schnell reißt. Doch sie sieht jetzt vorsichtige Zeichen der Erholung - und auf diesen Zug will man aufspringen.

"Branchenumfragen zeigen, dass die Eiszeit nun vorbei ist und Tauwetter eingesetzt hat", sagt Bau-Staatssekretär Sören Bartol. Er vertritt gerade Bauministerin Verena Hubertz, die ein Kind bekommen hat. Seit mehreren Monaten stiegen die Baugenehmigungszahlen, die Stimmung der Bauwirtschaft sei wieder optimistischer und die Investitionen gingen hoch. Es gehe jetzt darum, zur richtigen Zeit einen Förderanreiz zu setzen.

Besonders beliebt: klimafreundlicher Neubau

Im vergangenen Jahr hat der Bund über seine Förderbank KfW mehr als 64.500 Wohnungen gefördert. Kern der Programme sind zinsverbilligte Kredite. Die Bedingungen wurden in den letzten Monaten mehrfach nachgebessert, wohl auch, weil die Programme noch nicht so gut ankamen wie gewünscht.

Die meisten Wohnungen wurden im Programm "Klimafreundlicher Neubau" gefördert. Investoren, Genossenschaften, Unternehmen und Privatpersonen bekommen hier günstige Kredite für den Bau von Gebäuden, die bestimmte Vorgaben für Klimaschutz und Energieeffizienz erfüllen. Die Zinskonditionen waren im September nachgebessert worden. Insgesamt wurden in diesem Programm laut Bauministerium 36.747 Wohnungen mit Zusagen von rund 4,5 Milliarden Euro gefördert.

Nur wenig nachgefragt wird bisher dagegen das Programm "Jung kauft Alt", das Familien mit Kindern beim Kauf eines sanierungsbedürftigen Hauses unterstützt. Eigentlich sollte die Förderung dazu beitragen, dass alte Häuser in ländlichen und dünn besiedelten Regionen modernisiert und wieder bewohnt werden. Doch es gab nur 690 Förderzusagen mit einem Kreditvolumen von 80 Millionen Euro.

Kampf gegen den "Bauüberhang"

Seit einigen Wochen liegt der Förderschwerpunkt aber anderswo: Bei Wohnungen und Häusern, die vor Jahren geplant wurden, deren Baupläne aber in der Schublade verstauben. Im Ministerium spricht man von einem hohen "Bauüberhang".

Mitte Dezember wurde deshalb eine vor Jahren eingestampfte Förderung mit etwas anderen Bedingungen wieder reaktiviert: das Programm für Effizienzhäuser mit dem Standard EH55. Das sind Gebäude, die 55 Prozent der Energie verbrauchen, die ein Standardhaus benötigt.

Die Ampel-Regierung hatte diese Förderung 2022 beendet mit dem Argument, dieser Energiestandard habe sich längst auf dem Markt durchgesetzt. Daher sollte fortan der strengere und teurere Energieeffizienzhaus-40-Standard gefördert werden. In der Folge legten viele Investoren ihre Planungen für EH55-Häuser auf Eis und bauten überhaupt nicht.

Seit dem 16. Dezember wird wieder gefördert, wenn die Wärme zugleich zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien erzeugt wird. Bis Ende des Jahres wurde laut Bauministerium der Bau von 13.988 Wohnungen mit einem Kreditvolumen von 1,3 Milliarden Euro unterstützt.

Was jetzt geplant ist

Auf den EH55-Häusern soll laut KfW auch weiterhin ein Fokus liegen. In den kommenden Monaten laufen laut Bauministerium erst einmal sechs bewährte Förderprogramme für unterschiedliche Zielgruppen weiter. Im Laufe des Jahres soll dann umgestellt werden.

Über die künftig zwei Säulen der staatlichen Wohnungsbau-Förderung ist allerdings noch wenig bekannt. "Jedes dieser Programme ermöglicht weiterhin individuelle und flexible Lösungen", versichert KfW-Chef Stefan Wintels.

Doch gibt es mehr oder weniger Geld? Wie wichtig ist künftig der Klimaschutz? Und welche anderen Bedingungen gibt es für zinsverbilligte Kredite? Fest steht bisher lediglich, dass es ein Programm für den Neubau geben soll und eins für den Bestand beziehungsweise die Modernisierung. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgeschrieben: "Dabei setzen wir Anreize für einfaches, klimafreundliches und kostenreduziertes Bauen."/tam/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.042     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
04.02.2026 16:03 Aktien New York: Keine Tech-Erholung - Dow jedoch im Plus
04.02.2026 16:00 EQS-Gesamtstimmrechtsmitteilung: ASTA Energy Solutions AG (d...
04.02.2026 15:57 EQS-Stimmrechte: ASTA Energy Solutions AG (deutsch)
04.02.2026 15:52 EQS-News: Stabilus SE: Hauptversammlung beschließt Dividend...
04.02.2026 15:51 EQS-Stimmrechte: ASTA Energy Solutions AG (deutsch)
04.02.2026 15:46 ROUNDUP: Zum Facharzt in sechs Wochen - Warken gelobt Besser...
04.02.2026 15:42 Droht WM-Ausfall? Ter Stegen muss operiert werden
04.02.2026 15:33 Ölpreise geben etwas nach
04.02.2026 15:30 EQS-Stimmrechte: ASTA Energy Solutions AG (deutsch)
04.02.2026 15:30 EQS-News: Der Präsident Lettlands besucht das neue Rechenze...
04.02.2026 15:27 ROUNDUP: Höcke scheitert mit Sturzversuch gegen Ministerpr?...
04.02.2026 15:27 EQS-Adhoc: LM Pay S.A.: Frühzeitige Rückzahlung von Anleih...
04.02.2026 15:26 Warum die Telekom ein riesiges KI-Rechenzentrum eröffnet
04.02.2026 15:24 ROUNDUP/Nächster TV-Coup: ProSiebenSat.1 kauft Handball-Lä...
04.02.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 04.02.2026 - 15.15 Uhr
04.02.2026 15:15 ROUNDUP 2/Kampf um Gewichtssenker: Lilly glänzt anders als ...
04.02.2026 15:05 EQS-News: Aufsichtsrat bestellt Jörn Caumanns zum neuen CFO...
04.02.2026 15:03 IRW-News: Karbon-X Corp: Karbon-X veröffentlicht Quartalsbe...
04.02.2026 15:03 ROUNDUP 2: Merz will engere Partnerschaft mit Golfstaaten
04.02.2026 14:58 ROUNDUP: Iran: Mehrere Orte für Verhandlungen mit den USA i...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
04.02.2026

GOLDEN VY BANCSHARES INC
Geschäftsbericht

GETINGE AB
Geschäftsbericht

DUNDAS MINERALS LIMITED
Geschäftsbericht

BANCO SANTANDER SA
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services