Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
15.01.2026 20:05

ROUNDUP/EU: Dänemark könnte im Grönland-Ernstfall Beistand verlangen

LIMASSOL/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Fall eines gewaltsamen Konflikts um Grönland könnten Deutschland und die anderen EU-Staaten auf Antrag Dänemarks hin Beistand leisten müssen. Das stellte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas jetzt nach den ergebnislos verlaufenen Gesprächen über die aus europäischer Sicht ungerechtfertigten US-Besitzansprüche auf die Arktisinsel in Washington klar.

Grönland sei Teil des Hoheitsgebiets des Königreichs Dänemark und fiele daher grundsätzlich unter die gegenseitige Solidaritätsklausel in Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags, sagte die Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte sie, dass sich die Frage einer Anwendung derzeit nicht stelle. Grundsätzlich gilt eine militärische Konfrontation als sehr unwahrscheinlich, weil sich vermutlich niemand mit der mächtigsten Militärmacht der Welt anlegen würde.

Deutliche Ansage nach langem Schweigen

Brisant ist die öffentliche Festlegung dennoch. Zuvor waren EU-Vertreter der Frage lange ausgewichen, ob Dänemark im Fall einer gewaltsamen Einverleibung Grönlands durch die USA theoretisch den Beistand anderer Mitgliedstaaten anfordern könnten. Als Grund gilt unter anderem, dass die Grönländer 1982 in einem Referendum für den Austritt aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) gestimmt hatten. Zugleich ist Grönland aber weiterhin Teil des Königreichs Dänemark. Unter Juristen wird zum Teil auch die Auffassung vertreten, dass die Solidaritätsklausel vermutlich nicht für Grönland gilt.

In ihr heißt es konkret: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (...)."

Auf Nato kann Dänemark im Streit nicht zählen

Artikel 42 Absatz 7 ist damit noch schärfer formuliert als Artikel 5 der Nato. Nach diesem liegt es im Ermessensspielraum der Bündnisstaaten, wie sie im Fall eines Angriffs Alliierten zu Hilfe kommen. Den Nato-Bündnisfall könnte Dänemark zudem ohnehin nicht ausrufen, weil dazu auch die USA zustimmen müssten.

Die Klarstellung erfolgte kurz nach erfolglos geendeten Grönland-Gesprächen am Mittwoch in Washington. Bei diesen hatten der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt versucht, den Amerikanern klarzumachen, dass die USA keinen Anspruch auf Grönland haben und dass die größte Insel der Welt nicht zum Verkauf steht.

Trump lässt nicht locker

Schon direkt vor dem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance hatte US-Präsident Donald Trump noch einmal deutlich gemacht, dass er nicht daran denke, sein Interesse an dem rohstoffreichen Grönland aufzugeben. Er verwies dabei erneut auf strategische Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten, die sich angeblich nicht über die Nato schützen ließen.

Für Aufsehen und Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bislang auch militärischen Zwang nicht ausschließt, um Kontrolle über Grönland zu erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.

Rasmussen konstatierte nach dem Austausch mit Rubio und Vance "fundamentale" Meinungsverschiedenheiten. Als Zeichen der Solidarität mit Dänemark und Grönland haben Deutschland und andere EU-Staaten eine Militärmission für das Land angekündigt. Die Bundeswehr beteiligt sich mit 13 Soldaten an dem mehrtägigen Erkundungseinsatz auf der Arktisinsel./aha/DP/nas



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 849     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
15.01.2026 21:38 US-Deal mit Taiwan soll mehr Chipwerke nach Amerika bringen
15.01.2026 21:31 US-Deal mit Taiwan soll mehr Chipwerke nach Amerika bringen
15.01.2026 21:07 Selenskyj drängt auf höhere Stromimporte
15.01.2026 21:06 Devisen: Eurokurs schwächelt nach robusten US-Daten
15.01.2026 21:04 Weißes Haus: 800 Hinrichtungen im Iran abgesagt
15.01.2026 20:53 USA: Soldaten in Europa beeinflussen Grönland-Ziel nicht
15.01.2026 20:34 ROUNDUP: Palästinensische Technokratenregierung trifft sich...
15.01.2026 20:26 Palästinensische Technokratenregierung trifft sich in Kairo
15.01.2026 20:25 ROUNDUP: Blackstone plant Rechenzentrum in NRW für vier Mil...
15.01.2026 20:05
15.01.2026 20:05 ROUNDUP/EU: Dänemark könnte im Grönland-Ernstfall Beistan...
15.01.2026 19:58 Aktien New York: Gut erholt - Optimismus von TSMC treibt Chi...
15.01.2026 19:46 IRW-News: Sterling Metals Corp.: Sterling Metals erweitert B...
15.01.2026 19:45 EQS-News: ValueLabs setzt Wachstumskurs als unabhängiges, g...
15.01.2026 19:40 EU: Dänemark könnte im Grönland-Ernstfall Beistand verlangen
15.01.2026 19:40
15.01.2026 19:40 ROUNDUP: Schweiz bietet USA und Iran Vermittlung an
15.01.2026 19:39 Blackstone plant Rechenzentrum in NRW für vier Milliarden E...
15.01.2026 19:33 JPMorgan belässt Richemont auf 'Overweight' - Ziel 200 Fran...
15.01.2026 19:09
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
16.01.2026

GOLD HUNTER RESOURCES INC.
Geschäftsbericht

RIMBACO GROUP GLOBAL LTD
Geschäftsbericht

ORIENTAL UNIVSTY CITY HLDGS (HK)LTD
Geschäftsbericht

PONNI SUG E
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services