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30.04.2025 14:02

Autobauer kämpfen mit China-Flaute und Trump-Zöllen

Autoindustrie

Wolfsburg/Stuttgart (dpa) - China, E-Auto-Flaute und jetzt auch noch Trump: Die Probleme für die deutschen Autohersteller werden nicht kleiner. Deutlich wird das an den aktuellen Geschäftszahlen: Nach einem schwachen Vorjahr sackten die Gewinne von Volkswagen und Mercedes-Benz weiter ab. Die Zölle von US-Präsident Donald Trump verschärfen die Lage nun zusätzlich – und kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. 

Zwar seien die Auswirkungen der US-Handelspolitik auf die Nachfrage derzeit nicht verlässlich zu beurteilen, teilte beide Hersteller mit. Doch, so hieß es bei Mercedes: Bleibe die US-Regierung trotz der Gespräche bei ihrer Linie, dürften die Konzernresultate deutlich darunter leiden. Im Pkw-Geschäft der Schwaben steht wegen der Zölle sogar fast die Hälfte des zuvor eingeplanten operativen Gewinns im Feuer. Die bisher geltende Prognose setzte Mercedes aus. Auch in der Van-Sparte rechnet das Unternehmen mit Gewinneinbußen. 

Aber auch schon vor den Zöllen - die seit Anfang April gelten - hatte Mercedes einen zunehmend schweren Stand. Gemessen am Vorjahreszeitraum sackte der Netto-Gewinn von Januar bis März um knapp 43 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro ab. Der Umsatz sank um gut 7 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, weil der Absatz weltweit wie bekannt geschrumpft war. Vor allem die Lage in China bleibt schwierig. Wohlhabende kaufen dort in der wirtschaftlich angespannten Situation seit geraumer Zeit weniger ausländische Premium- und Luxusautos.

Preisschraube als mögliche Antwort

Um die Folgen der US-Zölle abzumildern, arbeitet der Stuttgarter Autobauer nach eigener Darstellung an Gegenmaßnahmen. Das könnten unter anderem deutliche Preiserhöhungen sein. Das Unternehmen wolle in Amerika aber auch wachsen: «Wir haben Pläne, in den kommenden Jahren unseren Fußabdruck dort auszuweiten», sagte Mercedes-Chef Ola Källenius. Derzeit laufen demnach Gespräche mit den Verantwortlichen in den USA. Den Ergebnissen wollte nicht vorgreifen und daher keine Details nennen.

Möglich wäre, dass Mercedes wegen des Drucks der US-Regierung seine Produktion in der weltgrößten Volkswirtschaft ausbaut. Derzeit entstehen am Standort in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama große SUVs wie der GLE und GLS sowie deren Elektro-Varianten. Mehr Industrieproduktion in den USA ist das erklärte Ziel von US-Präsident Donald Trump.

Analysten: Belastungen in Milliardenhöhe

Volkswagen hielt sich dagegen bedeckt. Die Auswirkungen der US-Zölle ließen sich nicht seriös abschätzen, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz bei der Vorlage der Quartalszahlen in Wolfsburg. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern zwar seine bisherige Prognose. Doch: Auswirkungen der Zölle seien dabei noch nicht eingerechnet. Analysten rechnen bei VW mit Belastungen in Milliardenhöhe, sollten Trumps Zölle von 25 Prozent in Kraft bleiben.

Europas größter Autobauer prüfe derzeit verschiedene Optionen, mehr Autos in den USA selbst zu produzieren, sagte Antlitz. Das gelte auch für die Tochter Audi, die anders als die Kernmarke VW bisher nicht vor Ort produziert. Details könne man aber nicht nennen. «Dafür ist es noch zu früh.» Denkbar wäre Branchenexperten zufolge etwa, dass VW in seinem US-Werk in Chattanooga auch Autos der Schwestermarke baut.

Bei seinen in Mexiko gebauten Autos profitiert Volkswagen derzeit noch von der Zollbefreiung nach dem USMCA-Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Das, so räumte Antlitz ein, gelte aber nicht für die Tochter Audi. Deren Mexiko-Modelle erreichen nicht den erforderlichen Anteil an lokaler Wertschöpfung und würden daher mit Zoll belegt.

VW-Gewinn bricht weiter ein

Im ersten Quartal war der Konzerngewinn unterm Stricht bereits um 41 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro eingebrochen. Belastend wirkte auch hier - wie bei Mercedes - das schwache Geschäft in China, wo VW erneut deutlich weniger verdiente. Der Konzernumsatz stieg hingegen um knapp 3 Prozent auf 77,6 Milliarden Euro, der Absatz um ein Prozent auf rund 2,1 Millionen Fahrzeuge. Damit, so Antlitz, könne man definitiv nicht zufrieden sein. 

Erste Auswirkungen darauf hatten auch die seit April gelten US-Zölle: VW musste deswegen bereits 150 Millionen Euro abschreiben - für Fahrzeuge, die beim Inkrafttreten schon auf dem Weg waren, wie Antlitz sagte. Von den rund 730.000 Fahrzeugen, die der Konzern bisher pro Jahr in den USA absetzt, stammten nur rund 200.000 aus dortiger Produktion. Knapp 300.000 kämen aus Mexiko, wo VW und Audi Werke haben, der Rest aus Europa. 

Branchenriesen unter Druck

Auch der große VW-Rivale Stellantis bekommt die US-Zölle zu spüren. Die aus der Peugeot-Gruppe und Fiat Chrysler hervorgegangene Opel-Mutter zog die Finanzziele für dieses Jahr zurück - wie zuvor auch schon der US-Riese General Motors. Der Konzern machte vor einer hausgemachten Krise im vergangenen Jahr den Löwenanteil des Gewinns mit großen SUVs und Pick-ups in Nordamerika. Auch Stellantis ist mit der US-Regierung eigenen Angaben zufolge im Gespräch.

Hoffnung macht der Branche die jüngste Ankündigung Trumps, bestimmte Autoteile für zwei Jahre vom Zoll auszunehmen. «Die US-Regierung sendet grundsätzlich ein richtiges Signal», sagte die Chefin des Herstellerverbandes VDA, Hildegard Müller. «Die Maßnahmen bleiben allerdings deutlich hinter den Notwendigkeiten zurück.» Die Belastung für deutsche Hersteller bleibe enorm.



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