Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.04.2025 11:40

BGH prüft Erfolgshonorar für Studienplatzvermittler

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Wer im Ausland Medizin studieren will, kann sich bei der Suche nach einem Studienplatz von Vermittlungsfirmen helfen lassen. Die Vertragsbedingungen für das Erfolgshonorar eines solchen Anbieters nimmt nun der Bundesgerichtshof (BGH) unter die Lupe. Dabei geht es im Kern um die Frage, ob die Vereinbarung als Maklervertrag einzustufen ist.

Laut einer Klausel des Anbieters StudiMed wird das Honorar in Höhe einer Jahresstudiengebühr der jeweiligen Universität schon bei einer Studienplatz-Zusage fällig. Das Münchner Oberlandesgericht (OLG) entschied, das benachteilige den Auftraggeber unangemessen. Er sei in der Studienplatzwahl nicht mehr völlig frei. Ob er einen Vertrag mit der Uni schließe, sei ein typisches Maklerrisiko.

Welchen Schwerpunkt hat der Vertrag?

Der Vorsitzende Richter am BGH, Thomas Koch, sagte, die vielfach verwendete Vereinbarung von StudiMed enthalte Elemente verschiedener Vertragstypen. Bei der Prüfung werde ein Vertrag aber nicht die Einzelteile zerlegt, es komme auf den Schwerpunkt an. Komme der BGH zu dem Schluss, hier sei Maklerrecht anzuwenden, wäre die Klausel wohl auch unangemessen. Ein Urteil will der erste Zivilsenat in Karlsruhe aber erst nach der Prüfung sprechen.

Mehrere Tausend Menschen studieren im Ausland Medizin, weil sie wegen ihres Notenschnitts beim Abitur in Deutschland keinen Platz bekommen. Viele kümmern sich selbst um eine Zulassung. Einige wenden sich an Vermittler.

Erfolgshonorar zwischen 8.000 und 15.000 Euro

StudiMed-Geschäftsführer Hendrik Loll sagte vor der Verhandlung, Bulgarien, Litauen, Österreich und Polen etwa zählten zu den Studienländern. Seine Firma berate die Familien, kümmere sich um Bewerbungsunterlagen, bereite Bewerber auf naturwissenschaftliche Aufnahmetests vor und biete Betreuung vor Ort. Die Studiengebühr - also auch das Erfolgshonorar - liege zwischen 8.000 und 15.000 Euro. "Ob der Bewerber den Platz dann auch tatsächlich annimmt, ist kein zusätzliches Risiko, das wir übernehmen möchten."

Lolls Anwalt hob auf das Gesamtpaket ab. Die Leistungen seien etwas anderes als bei einem Grundstücksmakler. "Das muss man ja berücksichtigen." Gerade weil der Bewerber im konkreten Fall mit einer Abinote von 3,0 nicht für ein Medizinstudium prädestiniert sei, müsse er zum Beispiel einen Vorbereitungskurs absolvieren. Es handle sich schwerpunktmäßig also um einen Dienstvertrag.

Der Anwalt des Studenten entgegnete, bei der Prüfung müsse man von einem Verständnis ausgehen, das rechtliche Laien haben. "Die kundenfreundlichste Auslegung ist zweifellos die Auslegung als Maklervertrag."

Bisher keine einheitliche Rechtssprechung

Der Bewerber hatte StudiMed laut dem Urteil des OLG München im Jahr 2022 mit der Vermittlung eines Medizin-Platzes an der Uni Mostar in Bosnien beauftragt. Gut einen Monat später habe er Abstand von dem Vertrag genommen. StudiMed habe fast 11.200 Euro in Rechnung gestellt.

Da das Gericht mit seinem Urteil von Entscheidungen anderer OLG abwich, ließ es die Revision zu. Die Firma verfolgt ihre Ansprüche daher am BGH weiter./kre/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 423     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.01.2026 14:56
12.01.2026 14:56 EQS-News: Blue Elephant Energy erwirbt 381 MW Windportfolio ...
12.01.2026 14:55 BVB-Trainer Kovac: Dass wir Bayern nicht angreifen können, ...
12.01.2026 14:45
12.01.2026 14:34 IRW-News: Datavault AI Inc: Datavault AI kündigt das Ziel a...
12.01.2026 14:31 ROUNDUP: Trump droht mit Zinsdeckel für Kreditkarten - Bank...
12.01.2026 14:29 ROUNDUP: Europa sucht Ausweg aus Grönland-Konflikt - Trump ...
12.01.2026 14:27 IRW-News: Integral Metals Corp.: Integral Metals stellt Jahr...
12.01.2026 14:23
12.01.2026 14:19 Ministerium rechtfertigt Einsatz zweier Regierungsflieger
12.01.2026 14:13 Lithiumabbau im Osterzgebirge: Prüfung sieht Chancen und Ko...
12.01.2026 14:11 AKTIE IM FOKUS: Autowerte nach neuen EU-Regeln für China-Ex...
12.01.2026 14:06 IRW-News: Canada Nickel Company Inc.: Korrektur: Canada Nick...
12.01.2026 14:05 VW-Konzern verkauft weniger Autos - USA und China belasten
12.01.2026 14:05 Mercedes-Benz verkauft weniger Autos - Zähes China-Geschäft
12.01.2026 14:04 Mieterhöhungen landen häufiger vor Gericht
12.01.2026 14:02 Argenx steigert Vyvgart-Umsatz deutlich - Aktie gibt nach
12.01.2026 14:00 EQS-News: Integral Metals legt den Jahresbericht 2025 und d...
12.01.2026 13:49 ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research hebt Beiersdorf auf 'B...
12.01.2026 13:49 Wüst bekennt sich klar zum Berufsbeamtentum
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.01.2026

ANACLE SYSTEMS LTD
Geschäftsbericht

LASER EYE
Geschäftsbericht

VOXX INTERNATIONAL CORP.
Geschäftsbericht

ORIGIN AGRITECH
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services