Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
10.04.2025 16:29

Urteil: Gendern bei Lebenserwartungs-Rechnung erlaubt

Lebenserwartung

München (dpa) - Der Bundesfinanzhof hat der Einführung einer für Männer und Frauen gleichermaßen geltenden Einheitssterbetafel in Deutschland eine Absage erteilt. In einem Revisionsverfahren um die großzügige Schenkung eines Unternehmers an seine Kinder urteilte der II. Senat, dass die üblichen geschlechtsspezifischen Sterbetafeln nicht gegen das verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot verstoßen. 

Sterbetafeln sind die von der Rentenkasse und anderen Versicherern genutzten Kalkulationen der restlichen Lebenserwartung. Da Frauen im Schnitt länger leben als Männer, sind die Sterbetafeln nach Geschlecht getrennt.

Einzelfall mit potenziell großer Wirkung

In dem Verfahren ging es um einen Steuerstreit eines Sohns mit seinem Finanzamt, der jedoch mittelbare Auswirkungen weit über den Einzelfall hätte haben können. Der in Nordrhein-Westfalen lebende 74 Jahre alte Vater hatte seinen Kindern 2014 Anteile an einer GmbH geschenkt, sich aber ein lebenslanges Nießbrauchsrecht vorbehalten, um weiter frei über die Geschicke der Firma entscheiden zu können. Kläger war ein Sohn, dessen Firmenanteil knapp 782.000 Euro wert war. 

345.000 Euro Steuernachlass waren dem Kläger nicht genug

Da die Kinder in solchen Fällen zwar Miteigentümer sind, aber nicht nach Belieben schalten und walten können, gewähren die Finanzämter einen Steuerabzug bei der Berechnung der Schenkungssteuer. Dabei kommen die Sterbetafeln ins Spiel: Ein maßgeblicher Faktor beim Kapitalwert lebenslanger Nießbrauchsrechte ist die verbleibende Lebenserwartung des Schenkenden. 

Im konkreten Fall hatte der Vater laut Sterbetafel für Männer noch knapp achteinhalb Jahre zu leben. Das Finanzamt zog vom Wert des geschenkten Firmenanteils gut 345.000 Euro ab, die der Kläger nicht versteuern musste.

Der II. Senat sieht Männer nicht diskriminiert

Doch das war dem Mann zu wenig: Er argumentierte, dass die geschlechterspezifische Sterbetafel gegen das Diskriminierungsverbot verstoße. Der finanzielle Hintergrund: Da Frauen länger leben, ist auch im Alter von 74 die restliche Lebenserwartung einer Frau höher. Gäbe es eine Einheitssterbetafel für Frauen und Männer, käme der Mittelwert heraus. Die restliche Lebenserwartung eines Mannes würde sich zumindest rechnerisch etwas verlängern, und in dem konkreten Fall wäre der Steuerabzug mutmaßlich etwas höher ausgefallen. 

Schon in erster Instanz vor dem Finanzgericht Köln hatte der Mann verloren. Nun urteilte auch der II. Senat des höchsten deutschen Finanzgerichts, dass nach Geschlecht getrennte Sterbetafeln für Zwecke der Erbschafts- und Schenkungssteuer nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. 

Anderslautendes Urteil hätte Rentenkasse und Versicherungen bundesweit beschäftigt

In dem Prozess vor dem Bundesfinanzhof ging es unmittelbar zwar nur um die Festsetzung der Schenkungssteuer eines einzigen wohlhabenden Klägers. Doch eine Entscheidung, dass nach Geschlecht getrennte Sterbetafeln verfassungswidrig sind, hätte in der Folge Auswirkungen auf Krankenversicherung, Rentenversicherung und Lebensversicherung in ganz Deutschland gehabt.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   21 22 23 24 25    Berechnete Anzahl Nachrichten: 490     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.01.2026 19:32 Gefrierender Regen - Bahn erwartet nur kleinere Störungen
11.01.2026 19:27 Bauarbeiten am gesperrten Hauptbahnhof Dresden im Zeitplan
11.01.2026 19:27 Trump rät Kuba zu Deal 'bevor es zu spät ist'
11.01.2026 17:30 Internationale Gespräche über kritische Rohstoffe
11.01.2026 17:28 Silber-Coach bleibt Bundestrainer der Handballerinnen
11.01.2026 15:34 Staffel-Drama um DSV-Quartett: Das «Riesenfest» fällt aus
11.01.2026 15:10 EQS-News: Supermicro kündigt intelligente In-Store-Einzelha...
11.01.2026 14:41 Nächster Dämpfer: Straßer scheidet bei Adelboden-Slalom aus
11.01.2026 12:03 Bereit für Mega-Kampf: Kabayel fordert Champion Usyk heraus
11.01.2026 11:35 ROUNDUP 2: Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu - Te...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP 2/Wetter: Bahnverkehr rollt an - Jetzt droht Glattei...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP/Spektakel mit Spaß: Eintracht und BVB mit 'Werbung'...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Was Kanzler Merz in Indien vorhat
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Bund lehnt Länder-Vorstoß für Boarding-Ausweisko...
11.01.2026 11:35 ROUNDUP: Warken weist Vorwürfe von US-Minister scharf zurück
11.01.2026 11:30 HBO Max in Deutschland: Was kann der neue Streamingdienst?
11.01.2026 11:25 Zugang zum Internet im Iran weiter blockiert
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken a...
11.01.2026 11:05 ROUNDUP: Iranische Führung blockiert weiter Zugang zum Inte...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
13.01.2026

GAMES WORKSHOP GROUP PLC
Geschäftsbericht

LIHIT LAB
Geschäftsbericht

SUEDZUCKER AG
Geschäftsbericht

WHITEWATER ACQUISITION CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services