Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
07.04.2025 11:09

ROUNDUP: Zollkonflikt löst Börsen-Talfahrt aus - EU berät Strategie

LUXEMBURG/WASHINGTON/TOKIO (dpa-AFX) - Im Zollkonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union zeichnet sich keine Entspannung ab. Zum Wochenauftakt ließ der handelspolitische Rundumschlag von US-Präsident Donald Trump die Börsenkurse noch weiter abstürzen. Der Deutsche Aktienindex (Dax ) brach zum Handelsauftakt um rund zehn Prozent ein. Er fiel auf 18.489 Punkte.

Zwar signalisierte der auf hohe Importzölle setzende US-Präsident Gesprächsbereitschaft unter bestimmten Bedingungen. Sein Handelsminister Howard Lutnick hatte zuvor aber angekündigt, dass die US-Regierung ihren harten Kurs mit hohen Einfuhrgebühren auf Waren aus fast allen Staaten der Erde durchziehen wolle. In Luxemburg beraten heute (11.00 Uhr) die Handelsminister der EU-Staaten über die Frage, mit welcher Strategie Trump zum Einlenken bei den Sonderzöllen bewegt werden könnte.

Für viele Privatanleger begann die Woche mit einem Schock: Die Börsen in Asien verbuchten am Montagmorgen massive Verluste. Nach den negativen Vorgaben der Wall Street stürzte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index an der Leitbörse in Tokio zwischenzeitlich um mehr als acht Prozent ab. Eine gute Stunde nach Handelsbeginn notierte der Nikkei einen heftigen Abschlag von 2.086,71 Punkten oder 6,18 Prozent beim Zwischenstand von 31.693,87 Zählern. Er schloss mit einem Minus von 2.644 Punkten oder 7,83 Prozent beim Stand von 31.136,58 Punkten - dem niedrigsten Stand seit dem 21. Oktober 2023.

Abwärtstrends halten seit vergangener Woche an

Auch die Börsen in China, Hongkong und Australien zeigten im frühen Handel deutliche Verluste. Der Shanghai Composite Index sackte kurz nach dem Handelsstart um 4,4 Prozent auf 3.342 Zähler ab. Der Hongkonger Hang Seng Index gab zunächst sogar um 9,3 Prozent auf 20.730 Punkte nach. Der australische S&P/ASX 200 fiel im frühen Handel auf ein neues 100-Tage-Tief.

Trumps Zollpaket hatte die Börsen bereits in der vergangenen Woche weltweit auf Talfahrt geschickt. Der Dax verbuchte ein Wochenminus von mehr als acht Prozent und damit seinen größten Verlust in einer Handelswoche seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Frühjahr 2022. In New York hatte der Dow mit einem Wochenminus von mehr als 8 Prozent die verlustreichste Börsenwoche seit Jahren.

Eine Erholung ist nicht in Sicht. Marktbeobachter rechnen weiter mit größeren Kursschwankungen, bis sich die Auswirkungen des Zollkonflikts klarer herauskristallisieren, mehr über Gegenzölle bekannt wird oder mit den Kontrahenten über erste Deals gesprochen wird.

Proteste in den USA

Das Börsenbeben radierte auch Vermögen von Privatanlegern in Milliardenhöhe aus - gerade in den USA haben viele Menschen an der Börse investiert, entsprechend groß fiel nun der Unmut aus. Doch trotz der Kritik hielt die US-Regierung zunächst an ihrem globalen Zollpaket fest - US-Finanzminister Scott Bessent etwa sagte dem Sender NBC, die Zölle seien nichts, was sich binnen Tagen oder Wochen wegverhandeln lasse.

Trump zeigt Verhandlungsbereitschaft

Trump zeigte sich später jedoch bereit, unter bestimmten Bedingungen mit Handelspartnern über eine Lockerung der neuen Zölle auf Einfuhren in die USA zu reden. "Ich möchte das Defizitproblem lösen, das wir mit China, der Europäischen Union und anderen Ländern haben", sagte er auf einem Rückflug vom Bundesstaat Florida in die US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie darüber reden wollen, bin ich offen für Gespräche." Er habe am Wochenende mit vielen führenden Politikern aus Europa, Asien und der ganzen Welt gesprochen, sagte Trump. "Sie brennen darauf, einen Deal zu machen."

Mit Blick auf die Turbulenzen an den Börsen sagte Trump, er wolle nicht, dass die Märkte nach unten gingen. "Aber manchmal muss man Medikamente nehmen, um etwas in Ordnung zu bringen."

Trump beklagte sich auch erneut bitterlich über den Handel mit europäischen Staaten, die einen enormen Handelsüberschuss gegenüber den USA hätten. Sie hätten Amerika "sehr, sehr schlecht behandelt" und damit ein Vermögen gemacht, behauptete der Republikaner. "Die Europäische Union wurde aus einem einzigen Grund gegründet: (...) um die Vereinigten Staaten abzuzocken."

Europäer beraten über ihre Antwort

Beim Treffen der EU-Handelsminister in Luxemburg soll es auch um Vorkehrungen für den Fall gehen, dass Verhandlungen mit der US-Regierung über eine einvernehmliche Lösung platzen. Vorgesehen ist, die Vorbereitungen für Gegenzölle und andere denkbare Vergeltungsmaßnahmen voranzutreiben.

Trump will mit Zöllen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und mehr Produktion in die USA verlagern. Zugleich sollen die Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen großer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren.

"Frontalangriff der USA auf Welthandel"

Nicht nur für die Exportnation Deutschland sind die Zölle ein schwerer Schlag, der Außenhandelsverband BGA spricht von einem "Frontalangriff auf den Welthandel". Der deutsche Botschafter in Großbritannien, Miguel Berger, sagte dem Sender Sky News: "Es handelt sich um den größten Angriff auf den Welthandel, den wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben."

Die Unternehmen sind ohnehin in einer schwierigen Lage. Im vergangenen Jahr sanken die Warenexporte der deutschen Wirtschaft um ein Prozent, in diesem Jahr wird ein noch deutlich stärkerer Rückgang erwartet. Im Januar stand ein Minus von 2,5 Prozent zum Vormonat Dezember. Das Statistische Bundesamt legt heute Zahlen für Februar vor.

"Die anderen sollen aus Angst kuschen"

Vor dem EU-Ministertreffen forderte der geschäftsführende Wirtschaftsminister Robert Habeck ein Signal der Stärke. "Politik der Angst können wir nur mit Stärke begegnen", sagte Habeck dem "Stern". "Die US-Regierung will ihre Dominanz nutzen, um Zugeständnisse zu erzwingen und sich Vorteile zu verschaffen." Trumps Taktik sei, möglichst stark einzuschüchtern, "damit die anderen aus Angst kuschen", sagte der Grünen-Politiker. Er deutete an, dass auch Maßnahmen gegen US-Digitalkonzerne ergriffen werden könnten.

EU hat auch China im Blick

Neben den Problemen mit der US-Regierung sollen bei dem Treffen auch die Handelsbeziehungen der EU zu China eine Rolle spielen. Handelskommissar Maros Sefcovic wird über seine jüngsten Gespräche in Peking berichten. Die EU versucht China seit Jahren dazu zu bewegen, unfaire Handels- und Subventionspraktiken einzustellen - bislang allerdings ohne große Erfolge. Der Wert der Importe aus China in die Europäische Union überstieg den Wert der Exporte in das Land im vergangenen Jahr um 304,5 Milliarden Euro./aha/bf/ln/vni/DP/stk



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   24 25 26 27 28    Berechnete Anzahl Nachrichten: 830     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.01.2026 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.01.2026 - 17.00 Uhr
12.01.2026 16:50 EQS-News: Nexus Uranium gibt den Termin der öffentlichen An...
12.01.2026 16:48 Devisen: Euro profitiert von Dollar-Schwäche - Sorgen um Un...
12.01.2026 16:48 Nach Krankheitspause: Skispringer Raimund startet wieder
12.01.2026 16:40 Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1692 US-Do...
12.01.2026 16:29 OTS: Polarise GmbH / Polarise und Macquarie geben Finanzieru...
12.01.2026 16:28 Schritte geplant: Nato sucht Ausweg aus Streit um Grönland
12.01.2026 16:21 Rheinmetall liefert Schützenpanzer Lynx an Ukraine
12.01.2026 16:09 Ölpreise sinken etwas nach kräftigem Anstieg - Iran im Fokus
12.01.2026 16:07 Aktien New York: Etwas Ernüchterung nach Höhenflug - Trump...
12.01.2026 16:05 EQS-News: Basecamp Research bringt weltweit erste KI-Modelle...
12.01.2026 15:54 Wie X-Nutzer mit Musks KI Frauen belästigen: «Bikini jetzt»
12.01.2026 15:51 SPD erwägt 'Deutschland-Korb' für Lebensmittel
12.01.2026 15:48 Kion verlängert Vertrag mit Finanzchef bis Mitte 2029
12.01.2026 15:45 OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP: Warum sich die Bahn bei Extrem...
12.01.2026 15:43 Regierung will Entwicklungszusammenarbeit neu ausrichten
12.01.2026 15:43 Klingbeil: Große Sorge um das transatlantische Verhältnis
12.01.2026 15:40 ROUNDUP: VW-Konzern und Mercedes verkaufen weniger Autos
12.01.2026 15:34 EQS-News: Aufsichtsrat verlängert Amtszeit von Finanzvorsta...
12.01.2026 15:34 Klingbeil: Mindestpreis für Seltene Erden kann Option sein
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
13.01.2026

GAMES WORKSHOP GROUP PLC
Geschäftsbericht

LIHIT LAB
Geschäftsbericht

SUEDZUCKER AG
Geschäftsbericht

WHITEWATER ACQUISITION CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services