Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.03.2025 06:17

Experte: Energiewende braucht mehr soziale Gerechtigkeit

PAU (dpa-AFX) - Bei der Energiewende drohen einem Experten zufolge soziale Ungerechtigkeiten, die die Kluft zwischen Arm und Reich in der EU weiter vergrößern könnten. Für mehr Energiegerechtigkeit sollten künftige Steuersätze sich am jeweiligen Zweck der Energie orientieren, rät Jean-Baptiste Jarin von der Universite de Pau et des Pays de l'Adour. Eine Beibehaltung der derzeitigen Politik werde zu großen Ungerechtigkeiten führen.

Es gebe beim Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien eine Fehlentwicklung der Steuerpolitik, erklärt Jarin im Fachjournal "Climate Policy" am Beispiel des Flugverkehrs. Das wohlhabendste Prozent der EU-Bürger sei für zwei Drittel der Flugkilometer verantwortlich. Die Hälfte der Menschen in der Europäischen Union reise hingegen nicht oder fast gar nicht per Flugzeug.

Strom für Haushalte dreimal so teuer wie für die Flugreisen Reicher

Strom für primäre Bedürfnisse wie Heizung oder Beleuchtung könnte aber dreimal so viel kosten wie Strom zur Produktion von E-Kraftstoffen (E-Fuels) für drittrangige Bedürfnisse wie die Langstreckenmobilität, kritisiert der französische Forscher. "Während die gesamte Bevölkerung auf Strom angewiesen ist, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, kommt die Nutzung der Flugmobilität vor allem den Wohlhabendsten zugute." Hauptursache sei die Steuerpolitik.

Strom für den Bedarf der Haushalte und der lokalen Mobilität kostet demnach 194 Euro pro Megawattstunde, heißt es in der Studie, die auf französischen Daten basiert. Der Strom für synthetische nachhaltigere Flugkraftstoffe für die Luftfahrt könnte der Analyse zufolge nur 65,5 Euro pro Megawattstunde kosten.

E-Kraftstoffe für Flugreisen weitgehend steuerfrei

Elektrointensive Anlagen, die E-Kraftstoff für den Flugverkehr herstellen, könnten - wenn sich die Politik dies nicht ändert - kaum oder gar nicht besteuert werden. Dabei ist der Energiebedarf im Flugverkehr gewaltig, wie Jarin erläutert: Allein der Hin- und Rückflug einer Person zwischen Paris und New York schlage rein rechnerisch bei Verwendung des E-Kraftstoffs mit 7.300 Kilowattstunden zu Buche - was den gesamten jährlichen Primär- und Sekundärbedarf einer Einzelperson übersteige. Dieser liege bei etwa 5.000 Kilowattstunden.

Es sei es an der Zeit, dass sich die politischen Entscheidungsträger mit den potenziellen sozialen Ungerechtigkeiten befassen, die bei der Formulierung einer E-Fuel-Politik entstehen könnten, so Jarin. Steuersätze sollten proportional zum Endzweck der Energie sein.

Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich weiter

Jarin erklärte, er halte es für besorgniserregend, dass eine kohlenstoffarme Politik die Energieungerechtigkeit zu fördern droht. Die Produktion von E-Kraftstoff vor allem für die Luftfahrt könnte über die steuerlichen Ungleichheiten die Kluft zwischen den Reichsten und dem Rest weiter vergrößern, befürchtet er. "Große Mengen von E-Fuels könnten sich erheblich auf die Stromnachfrage auswirken, da für ihre Herstellung eine beträchtliche Menge Strom benötigt wird." Folgen wie höhere Energiepreise, geringere Wirtschaftswachstumsraten und höhere Inflation könnten vor allem die untersten Einkommensschichten hart treffen.

Französische Daten auf andere EU-Länder übertragbar

Einschränkend gibt Jarin in "Climate Policy" zu bedenken, dass seine Analyse auf französischen Daten basiert. Zwar befolgten alle EU-Länder dieselbe Energiesteuerrichtlinie, die Ergebnisse könnten aber von Land zu Land wegen unterschiedlicher Strompreise leicht unterschiedlich ausfallen.

Jarin hatte unter anderem Daten über den Stromverbrauch für den primären (Haushalte), sekundären (Elektrofahrzeuge für die lokale Mobilität) und tertiären (E-Kraftstoff für die Langstreckenmobilität) Bedarf gesammelt und dann die Strompreise vor und nach der Besteuerung verglichen.

Die Energiewende in der EU zielt darauf ab, die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral zu machen. Im Jahr 2024 stammten etwa 48 Prozent des Stroms in der EU aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Solar- und Wasserkraft. Flugzeuge sollen zukünftig verstärkt mit klimafreundlichen Treibstoffen betrieben werden. Ab 2025 sollen mindestens 2 Prozent der Flugkraftstoffe nachhaltig sein. Darunter fallen etwa Kraftstoffe aus Bioabfällen, Altspeiseöl, aber auch synthetisch hergestellte Kraftstoffe. Dieser Anteil soll bis 2050 auf 70 Prozent erhöht werden./kll/DP/stk



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 279     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.01.2026 08:20 ROUNDUP: Ermittler finden Autokennzeichen nach Bankeinbruch
05.01.2026 08:18 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nähert sich Rekordhoch - Ven...
05.01.2026 08:13 IRW-News: The FUTR Corporation: FUTR geht Partnerschaft mit ...
05.01.2026 08:10 Ölpreise nach Maduro-Gefangennahme nur wenig bewegt
05.01.2026 08:09 Nordex erhält Aufträge über 508 Megawatt aus Kanada
05.01.2026 08:05 Ermittler finden Autokennzeichen nach Bankeinbruch in Gelsen...
05.01.2026 07:59 Kühlschrank mit Köpfchen: Samsung bringt KI in alle Geräte
05.01.2026 07:56 Wadephul beschwört europäische Verteidigungsbereitschaft
05.01.2026 07:51
05.01.2026 07:44 ROUNDUP: Senatorin fordert Bundeshilfe bei Stromausfall-Ermi...
05.01.2026 07:39 WDH: Ölpreise geben nach Maduro-Gefangennahme und Schalte d...
05.01.2026 07:30 EQS-News: Die Nordex Group erhält Aufträge über 508 MW in...
05.01.2026 07:24 Bitcoin legt weiter zu und steuert auf fünften Handelstag i...
05.01.2026 07:24 DAX-FLASH: Dax steigt Richtung Rekordhoch - Keine Venezuela-...
05.01.2026 07:15 Beleidigen und beschuldigen: Skisprung-Zoff ums Material
05.01.2026 07:10 Ölpreise geben nach Maduro-Gefangennahme und Schalte der Op...
05.01.2026 07:05 ROUNDUP: Venezuelas neue Regierung geht auf USA zu
05.01.2026 07:00 Nordkorea will Hyperschallraketen getestet haben
05.01.2026 06:58 EQS-DD: Douglas AG (deutsch)
05.01.2026 06:53 Berlins Wirtschaftssenatorin fordert Bundeshilfe bei Stromau...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
05.01.2026

GALACTICO CORPORATE SERVICES LTD
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services