Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
13.03.2025 19:42

GESAMT-ROUNDUP 2: Union und SPD starten Koalitionsverhandlungen

(neu: Ende Auftakttreffen)

BERLIN (dpa-AFX) - Zweieinhalb Wochen nach der Bundestagswahl haben Union und SPD formelle Koalitionsverhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung aufgenommen. Die 19 Hauptverhandler von CDU, CSU und SPD kamen am Abend in der CDU-Zentrale in Berlin mit den Vorsitzenden der 16 eingesetzten Arbeitsgruppen zusammen.

Das Auftakttreffen dauerte nur eine halbe Stunde. Jetzt sollen die AGs mit ihren jeweils 16 Mitgliedern bis zum 24. März Textvorschläge für den Koalitionsvertrag erarbeiten. Grundlage ist ein elfseitiges Papier, auf das sich beide Seiten in Sondierungsgesprächen geeinigt haben.

Verhandlungen unter schwierigen Vorzeichen

Die Verhandlungen beginnen unter schwierigen Vorzeichen. Für den zentralen Kompromiss aus den Sondierungsgesprächen fehlt weiter die Zustimmung der Grünen. Die ist notwendig, um am nächsten Dienstag im Bundestag das vereinbarte milliardenschwere Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur zu beschließen, für das eine Zweidrittelmehrheit gebraucht wird.

Unmittelbar vor Beginn der Koalitionsverhandlungen brachten Union und SPD die dafür erforderlichen Grundgesetzänderungen in einer dreistündigen Debatte auf den parlamentarischen Weg. Merz bot den Grünen dabei an, Gelder aus dem geplanten 500 Milliarden Euro großen Infrastruktur-Sondervermögen auch in Klimaschutz zu investieren und die Schuldenbremse nicht nur für Verteidigung zu lockern, sondern auch für Zivil- und Bevölkerungsschutz sowie die Nachrichtendienste.

Merz an die Grünen: "Was wollen Sie noch mehr?"

Damit könne Deutschland nicht nur bei der Verteidigung, sondern auch bei der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und beim Klimaschutz einen großen Sprung nach vorn machen, sagte der CDU-Chef an die Adresse der Grünen. "Was wollen Sie noch mehr?"

Die Grünen wiesen das Angebot allerdings umgehend zurück und beschwerten sich heftig über die Verhandlungsführung von Union und SPD. Redner von AfD, Linke und BSW lehnten die Pläne zur Änderung des Grundgesetzes grundsätzlich ab und sprachen von "Aufrüstung" und "Kriegskrediten".

Fallstrick bei Migration trotz Grundsatzeinigung

Auch bei den Themen Migration, Haushalt, Steuern und Verteidigung werden schwierige Verhandlungen erwartet. So gibt es beim gefundenen Kompromiss zur Zurückweisung von Asylbewerbern an den Grenzen unterschiedliche Lesarten der Bedingung, dass das nur "in Abstimmung mit den europäischen Nachbarn" geschehen soll. Die Union meint, man müsse die Nachbarn lediglich konsultieren. Die SPD hält eine Zustimmung für zwingend - und Österreich hat sich schon quer gestellt. Das dürfte für Ärger sorgen.

Es gibt zahlreiche weitere Fragen mit Zündstoff: Wo soll gespart werden? Was wird aus Erbschaftssteuer und Solidaritätszuschlag? Gibt es eine Rückkehr zur Wehrpflicht? Werden Taurus-Marschkörper in die Ukraine geliefert? Und was wird aus umstrittenen Ampel-Erbschaften wie dem Heizungsgesetz und der Cannabis-Legalisierung?

Söder zuversichtlich - Wiese sieht "steinigen Weg"

CSU-Chef Markus Söder zeigte sich unmittelbar vor den Verhandlungen zuversichtlich, dass eine Einigung möglich ist: "Die Sondierung ist eine sehr gute Basis, ein klares Signal an Freund und Feind in der Welt, aber auch an Deutschland, an unsere verunsicherte Bevölkerung."

SPD-Innenexperte Dirk Wiese betonte allerdings, dass es keinen Automatismus für eine Verständigung gebe. "Ist noch ein steiniger Weg", sagte er. Mit Blick auf das Finanzpaket kritisierte er den Umgang der Union mit den Grünen in den vergangenen Wochen, konkret Söders Attacken am politischen Aschermittwoch: "Diese Äußerungen im bayerischen Bierzelt, die waren nicht hilfreich. Aber wir reden jetzt konstruktiv mit den Grünen."

Keine Pressekonferenzen und Selfie-Verbot

Die Spitzen von Union und SPD haben den Mitgliedern der Arbeitsgruppen strenge Vorgaben für ihre Beratungen gemacht. "Keine Statements, keine Pressekonferenzen, keine Kommunikation von Zwischenergebnissen, keine Selfies etc.", heißt es in einer "Handreichung zu den Koalitionsverhandlungen 2025". Darin ist alles bis ins Kleinste geregelt, sogar das Format des Ergebnispapiers, das "möglichst kurz und präzise" sein soll: "Schriftgröße 11, Schriftfarbe schwarz Calibri, Zeilenabstand 1,5."

Am Ende steht ein Finanzcheck

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden am Ende der zentralen Verhandlungsrunde mit 19 Mitgliedern vorgelegt, der die Parteichefs Merz (CDU), Lars Klingbeil, Saskia Esken (beide SPD) und Söder (CSU) angehören. Dort wird dann der Feinschliff vorgenommen. Am Ende steht ein Finanzcheck für alle Maßnahmen. Wenn der Koalitionsvertrag dann fertig ist, bedarf er noch der Zustimmung der zuständigen Gremien der drei beteiligten Parteien. Die SPD will außerdem ihre Mitglieder befragen./mfi/sam/DP/ngu



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   19 20 21 22 23    Berechnete Anzahl Nachrichten: 483     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 08:54 Barclays senkt Ziel für Renault auf 42,50 Euro - 'Overweigh...
09.01.2026 08:53 Barclays senkt Ziel für Stellantis auf 10 Euro - 'Equal Wei...
09.01.2026 08:53 Barclays belässt Porsche SE auf 'Underweight' - Ziel 35 Euro
09.01.2026 08:53 Barclays belässt Volkswagen auf 'Overweight' - Ziel 125 Euro
09.01.2026 08:52 Barclays hebt Ziel für Mercedes-Benz auf 55 Euro - 'Equal W...
09.01.2026 08:52 Barclays senkt Porsche AG auf 'Underweight' und Ziel auf 40 ...
09.01.2026 08:52 Barclays senkt BMW auf 'Underweight' - Ziel bleibt 82,50 Eur...
09.01.2026 08:50 ROUNDUP: Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholun...
09.01.2026 08:49 ANALYSE-FLASH: RBC senkt Sartorius auf 'Sector Perform' - Zi...
09.01.2026 08:48 RBC belässt Teamviewer auf 'Outperform' - Ziel 16 Euro
09.01.2026 08:42 Deutsche Bahn erwartet ab Samstag Entspannung im Zugverkehr
09.01.2026 08:37 Stromversorgung im Südwesten Berlins weiter stabil
09.01.2026 08:37 Deutschland: Dämpfer für Exportwirtschaft im November
09.01.2026 08:36 AKTIE IM FOKUS: Teamviewer steigen vorbörslich - Umsatzziel...
09.01.2026 08:32 EQS-News: LIR Life engagiert Neuland Labs, um die Entwicklun...
09.01.2026 08:31 JPMorgan hebt BNP Paribas auf 'Overweight' - Ziel 102 Euro
09.01.2026 08:28 RBC senkt Sartorius Stedim auf 'Sector Perform' - Ziel 240 E...
09.01.2026 08:26 Dämpfer für Exportwirtschaft im November
09.01.2026 08:21 Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholungskurs
09.01.2026 08:18 OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / Stabiler deutsch...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.01.2026

Jordanien
Verbraucherpreisindex (CPI)

AL-SHEHILI METAL INDUSTRIES CO
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services