Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
23.05.2024 13:39

DIHK-Umfrage: Deutsche Konjunktur kommt nicht in Schwung

Wirtschaft

Berlin (dpa) - Die Unternehmen in Deutschland erwarten keine baldige kräftige Erholung der Wirtschaft. «Die Konjunktur schmiert nicht ab, aber nach oben geht es auch nicht», sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben, in Berlin bei der Vorstellung einer neuen Konjunkturumfrage.

Geschäftslage bleibt getrübt

Nur noch knapp drei von zehn Unternehmen bewerten laut Umfrage die aktuelle Geschäftslage als gut, ein Viertel als schlecht. Die DIHK verwies erneut auf strukturelle Probleme: Hohe Energie- und Personalkosten, Fachkräftemangel und eine überbordende Bürokratie belasteten die Betriebe. Dazu komme eine im internationalen Vergleich hohe Steuerlast.

Zwar hellen sich der Umfrage zufolge die Geschäftserwartungen der Firmen auf - es überwiegen aber weiterhin die pessimistischen Einschätzungen. «Die Hoffnung der letzten Monate, dass ein gutes Auslandsgeschäft oder eine wieder anziehende Inlandsnachfrage als Motor der heimischen Unternehmen wirken könnten, hat sich nicht bestätigt», sagte Wansleben.

Nur ein Viertel der Unternehmen plant laut Umfrage mit mehr Investitionen. Wansleben sprach von «alarmierenden Anzeichen einer schrittweisen Deindustrialisierung. Die DIHK prognostiziere beim Wirtschaftswachstum allenfalls eine Stagnation für dieses Jahr. Die Bundesregierung sowie Wirtschaftsinstitute erwarten nur ein Mini-Wachstum.

Lage in einzelnen Branchen

Die Lagebewertung in der Industrie hat sich im Vergleich zum Jahresbeginn 2024 noch weiter verschlechtert. Neuaufträge veharrten auf einem niedrigen Niveau, während die Kosten für Energie und Rohstoffe, Vorleistungen, Kredite oder Löhne hoch blieben oder gestiegen seien, so die DIHK. Die Konsumzurückhaltung belaste das Geschäft der Verbrauchsgüterproduzenten. Eine gedämpfte Nachfrage spüre auch der Handel. Im Baugewerbe dagegen entspanne sich die Geschäftslage leicht. Die Preise für Baumaterialien seien gesunken.

«Schönreden hilft nicht»

Zwischen den Spitzenverbänden der Wirtschaft und Kanzler Olaf Scholz (SPD) gibt es Misstöne. Der Kanzler wirft der Wirtschaft vor, die Lage schlecht zu reden - er verweist auf eine sinkende Inflation, sinkende Energiekosten, eine hohe Beschäftigung sowie Fortschritte zum Beispiel beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wansleben sagte: «Schönreden hilft auch nicht.» Die Bundesregierung müsse nun anpacken, dies müsse bei den Verhandlungen über den Haushalt 2025 sichtbar werden. «Der Spirit muss gedreht werden.»

Konkret fordert die DIHK vor allem steuerliche Entlastungen, um Anreize für Investitionen zu geben. Außerdem müsse die Bürokratie abgebaut und der Soli vollständig abgebaut werden. Letzteres will die FDP, das ist aber in der Koalition umstritten.

Der FDP-Wirtschaftspolitiker Reinhard Houben sagte: «Stagnation kann nicht der Anspruch der deutschen Wirtschaft sein. Die Bundesregierung muss die Weichen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit stellen.» Ein Baustein sei Bürokratieabbau. Houben wies zudem auf die Bedeutung hin, die Neuverschuldung zu begrenzen.

Warnung vor Handelsstreit

Belastend auswirken könnte sich eine Verschärfung des Handelsstreits mit China. US-Präsident Joe Biden hatte Sonderzölle von 100 Prozent gegen Elektroauto-Importe aus China verhängt. Es könnte zu Gegenmaßnahmen Chinas kommen. Die EU untersucht derzeit, inwiefern China den Markt für E-Autos verzerrt. Eine Entscheidung, ob die EU etwa Strafzölle erhebt, steht noch aus.

Wansleben sagte mit Blick auf die Bedeutung der deutschen Exportwirtschaft, aus deutscher Perspektive würden Zölle keine Gewinner kennen. Politisch brächen die Dämme, dies sei «brandgefährlich». Deutschland würde die Zeche zahlen.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 172     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
17.06.2024 07:30 EQS-News: Mutares hat die Übernahme von Cikautxo Rubber &am...
17.06.2024 07:30 EQS-News: WHY Resources vor Übernachterfolg mit zehn Jahren...
17.06.2024 07:22 RBC senkt Ziel für Hugo Boss auf 60 Euro - 'Outperform'
17.06.2024 07:20 ROUNDUP: IG Metall stellt Tarifforderung für Metall- und El...
17.06.2024 07:20 ROUNDUP: Staats-und Regierungschefs beraten über neues EU-S...
17.06.2024 07:18 UBS belässt Walmart auf 'Buy' - Ziel 74 Dollar
17.06.2024 07:15 Sieg verspielt: Eriksen trauert «anderer Geschichte» nach
17.06.2024 07:14 Kane über Bellingham: «Er ist unglaublich»
17.06.2024 07:09 UBS hebt Ziel für Michelin auf 43 Euro - 'Buy'
17.06.2024 07:07 McIlroy patzt, DeChambeau jubelt: Zweiter Sieg bei US Open
17.06.2024 07:06 JPMorgan belässt Roche auf 'Underweight' - Ziel 210 Franken
17.06.2024 07:03 Groß, Sané, Füllkrug, Müller, Can: Nagelsmanns Joker-Ranking
17.06.2024 07:02 UBS hebt Ziel für Tui auf 700 Pence - 'Neutral'
17.06.2024 07:01 EQS-Adhoc: Baloise Swiss Property Fund: Emissionskonditionen...
17.06.2024 07:00 EQS-News: Cicor ändert die Rechnungslegungsmethode für die...
17.06.2024 06:53 DAX-FLASH: Stabilisierungsversuch nach scharfer Korrektur
17.06.2024 06:48 Regenfälle richten schwere Schäden in Südchina an
17.06.2024 06:45 EQS-News: Fusion zwischen NOVAVEST Real Estate AG und SenioR...
17.06.2024 06:42 JPMorgan belässt Puma SE auf 'Neutral' - Ziel 47 Euro
17.06.2024 06:41 GNW-Adhoc: Adalvo erhält erste Generika-Zulassung in der EU...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
17.06.2024

EPLAY DIGITAL
Geschäftsbericht

TOSHIN
Geschäftsbericht

MINT TECHNOLOGY CORP
Geschäftsbericht

6TH OCT DEV INV
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services