Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
18.04.2024 20:15

EU will heimische Wirtschaft stärken - und sucht Geld

Brüssel

Brüssel (dpa) - Konkurrenz im Westen und Osten, Kriege und Krisen: Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen die Wirtschaftspolitik der Staatengemeinschaft schnell an aktuelle Herausforderungen anpassen.

Angesichts geopolitischer Spannungen und der Subventionspolitik einiger Länder brauche Europa einen wirtschaftspolitischen Wandel, schrieben die Spitzen der 27 EU-Mitgliedstaaten in einer Abschlusserklärung ihres Gipfeltreffens in Brüssel.

Bundeskanzler Olaf Scholz sagte: «Das ist der größte Binnenmarkt der Welt, aber er hat seine Potenziale und Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.» Ein auf dem Gipfel diskutierter Sonderbericht gab etwa neue Impulse zu in Europa bislang streng reglementierten Staatshilfen für die Wirtschaft.

Die EU sieht sich zunehmender Konkurrenz vor allem aus den USA und China ausgesetzt. Beide Länder verschaffen ihren Unternehmen aus EU-Sicht mit hohen Subventionen Vorteile, so dass Europa das Nachsehen hat.

Mobilisierung von Geld als Schlüssel für Investitionen

Damit die EU nicht abgehängt wird, braucht es vor allem Geld. «Wir müssen mehr Mittel mobilisieren», sagte EU-Ratspräsident Charles Michel. In der Gipfelerklärung nennen die Spitzenpolitiker öffentliche und private Finanzierungen als erforderlich für Investitionen in strategische Schlüsselbereiche und Infrastrukturen.

In seinem Sonderbericht nennt Verfasser Enrico Letta die Mobilisierung von Geld von Privatleuten und Firmen als Priorität. Der ehemalige Regierungschef Italiens war im vergangenen Jahr mit der Analyse beauftragt worden. 33 Billionen Euro an privaten Ersparnissen sind dem Bericht zufolge in der EU vorhanden - überwiegend in Bargeld und Einlagen. Jährlich rund 300 Milliarden Euro an Ersparnissen europäischer Bürger würden ins Ausland umgeleitet - vor allem in die USA, schreibt er in seinem Bericht.

Auch vor diesem Hintergrund drängten die Staats- und Regierungschefs nach Jahren ohne große Fortschritte auf ein «unverzügliches» Vorantreiben der Kapitalmarktunion, wie es in der Gipfelerklärung heißt. Sie sei der Schlüssel, um Privatkapital zu erschließen. Konkret soll die Entwicklung grenzüberschreitender Anlage- und Sparprodukte beschleunigt werden. Auch in zwei zuvor umstrittenen Punkten konnten die Mitgliedsländer Fortschritte machen: So verständigten sie sich darauf, Arbeiten voranzutreiben, um wichtige Aspekte der nationalen Regeln für Unternehmensinsolvenzen anzugleichen.

Effizientere Aufsicht über Kapitalmärkte und Finanz-Allgemeinwissen stärken

Zum anderen soll die Aufsicht über die Kapitalmärkte in der EU effizienter werden. Die Staats- und Regierungschefs beauftragten die EU-Kommission zu erarbeiten, wie die europäischen Aufsichtsbehörden besser zusammenarbeiten können - um so die wichtigsten grenzüberschreitend tätigen Finanzunternehmen besser überwachen zu können. Der Abschlusserklärung zufolge soll auch das Finanz-Allgemeinwissen von Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden. Wer über mehr Wissen und Know-how verfügt, investiert eher, so die Hoffnung.

Scholz hält nach dem Treffen weitere Fortschritte beim Zusammenwachsen der europäischen Kapitalmärkte für möglich. «Wahrscheinlich ist der nicht ausreichend entwickelte Kapitalmarkt in Europa die wesentliche Ursache, warum die Wachstumsdynamik in Europa nicht so groß ist, wie sie in manchen anderen Plätzen der Welt ist», sagte der SPD-Politiker. «Ich glaube, dass wir also in diesem Feld jetzt endlich Fortschritte sehen werden.»

Diskussion über mehr Staatshilfen und Abbau von Bürokratie

Mit Blick auf öffentliche Gelder sollen nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs vor allem die Europäische Investitionsbank und der langfristige Haushalt der Staatengemeinschaft eine Rolle spielen.

Zudem wird in der Staatengemeinschaft darüber nachgedacht, mehr Staatshilfen in Europa zuzulassen, um die Auswirkungen staatlicher Beihilfen für Unternehmen in China und den USA abzufedern. In seinem Bericht plädiert Letta dafür, dass es strengere Regeln für staatliche Beihilfen auf nationaler Ebene, aber mehr öffentliche Gelder für Projekte auf EU-Ebene geben sollte. Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, einen Teil ihrer Mittel für europaweite Projekte bereitzustellen. Die Staats- und Regierungschefs fordern die Kommission auf, den bürokratischen Aufwand für Unternehmen und nationale Behörden erheblich zu verringern.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 902     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.05.2024 18:59 EQS-News: «Basel blüht auf»: Mit einer vielfältigen Nat...
30.05.2024 18:53 Analyse zur E-Auto-Wende: Mercedes besser, VW fällt zurück
30.05.2024 18:40 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Etwas erholt von Kursrutsch
30.05.2024 18:37 US-Daten sorgen für Gewinne - SAP bremst Dax
30.05.2024 18:35 Nach Nadal-Showdown: Zverev meistert Zweitrunden-Hürde
30.05.2024 18:34 Lauterbach in Ludwigslust: 'Verbesserungen im Vergleich zu h...
30.05.2024 18:24 WDH/Aktien Wien Schluss: ATX tritt auf der Stelle
30.05.2024 18:24 Habeck sieht Stahlstandorte von ArcelorMittal für Zukunft g...
30.05.2024 18:23 Aktien Wien Schluss: - ATX tritt auf der Stelle
30.05.2024 18:20 EQS-News: EV Digital Invest AG aktualisiert Prognose für 20...
30.05.2024 18:19 Umfrage: Union mit Abstand stärkste Kraft bei Europawahl
30.05.2024 18:17 EQS-Adhoc: EV Digital Invest AG aktualisiert Prognose für 2...
30.05.2024 18:16 Analyse zur E-Auto-Wende: Mercedes besser, VW fällt zurück
30.05.2024 18:16 Aktien Europa Schluss: Etwas erholt von Kursrutsch
30.05.2024 18:15 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: US-Daten sorgen für Gewin...
30.05.2024 18:05 Kursversorgung bestimmter US-Aktienindizes läuft wieder an
30.05.2024 18:05 GNW-Adhoc: L'OCCITANE en Provence und CARBIOS präsentieren ...
30.05.2024 18:03 Trump-Jury hat sich wieder für Beratungen zurückgezogen
30.05.2024 18:03 IRW-News: Spark Energy Minerals: Spark Energy Minerals gibt ...
30.05.2024 18:00 EQS-Adhoc: SANDPIPER Digital Payments AG gibt Jahreszahlen 2...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
30.05.2024

IZAFE GROUP
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

ZENITH EXPO
Geschäftsbericht

KONA BAY TECHNOLOGIES INC
Geschäftsbericht

SHRI GANESH SPINNERS LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services