Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
29.04.2026 10:41

ROUNDUP: Arbeitsstunde kostet 45 Euro - nur wenige EU-Länder teurer

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die im europäischen Vergleich hohen Arbeitskosten in Deutschland sind 2025 deutlich gestiegen. Eine Arbeitsstunde in der Produktion und für Dienstleistungen kostete im Schnitt 45 Euro je Stunde, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Gemessen am EU-Mittel von 34,90 Euro zahlten Unternehmen in Deutschland damit 29 Prozent mehr. Gemessen am Vorjahr wuchsen die Arbeitskosten um 3,6 Prozent - etwas weniger als im EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent.

Im EU-Vergleich liegt Deutschland in der Spitzengruppe. Höher waren die Arbeitskosten 2025 nur in Luxemburg (56,80 Euro), Dänemark (51,70), den Niederlanden (47,90) und Österreich (46,30). Allerdings gab es für Belgien noch keine Ergebnisse, das Land lag im Vorjahr auf Platz drei. Das Land mit den EU-weit niedrigsten Arbeitskosten 2025 war Bulgarien mit 12,00 Euro pro Arbeitsstunde, gefolgt von Rumänien (13,60 Euro) und Ungarn (15,20 Euro).

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten wie Sozialbeiträgen der Arbeitgeber zusammen. Zu den Bruttoverdiensten zählen das Entgelt für geleistete Arbeitszeit, Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, Vergütung für nicht gearbeitete Tage wie Urlaubstage. Nicht dazu zählt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Größte Anstiege in Osteuropa

2025 hätten sich die deutschen Arbeitskosten unterdurchschnittlich zum Euroraum und der EU entwickelt, schrieb Ulrike Stein, Arbeitsmarktexpertin am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. "Während sich die Arbeitskosten im privaten Dienstleistungssektor im Durchschnitt bewegten, fiel der Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich unterdurchschnittlich aus."

Am stärksten stiegen die Arbeitskosten 2025 in Bulgarien (+13,1 Prozent), gefolgt von Kroatien mit 11,6 Prozent und Polen mit 10,5 Prozent. Nur relativ wenig verteuerte sich Arbeit in Frankreich (+2,0 Prozent), Dänemark (+3,0) und Italien (+3,2). In Malta sanken die Arbeitskosten sogar leicht.

Arbeitsstunde seit 2020 um ein Fünftel verteuert

Wirtschaftsverbände fordern immer wieder Reformen, um die hohen Arbeitskosten in Deutschland zu senken. Zuletzt kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung BDA, Steffen Kampeter, die geplante Entlastungsprämie der Bundesregierung, die Unternehmen steuerfreie Zahlungen von 1.000 Euro an ihre Beschäftigten erlaubt, und verlangte Entlastungen für Arbeitgeber statt "zusätzliche Belastung bei den Arbeitskosten."

Mittelfristig habe sich die Arbeitsstunde in Deutschland seit 2020 um gut ein Fünftel verteuert (+22,3 Prozent), schrieb das Statistische Bundesamt weiter, besonders stark im Gastgewerbe mit einem Plus von 30 Prozent.

Der Abstand zum EU-Schnitt änderte sich aber kaum: So lagen die Arbeitskosten in Deutschland 2020 mit 30 Prozent fast ebenso deutlich über dem EU-Mittel wie 2025 mit 29 Prozent. Aus Sicht von Arbeitsmarktexpertin Stein zeigt das, dass sich an der Wettbewerbsposition Deutschlands bei den Lohnkosten wenig geändert habe./als/DP/zb



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 886     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
29.04.2026 11:47 ROUNDUP: Gesundheits-Sparpaket auf dem Weg - Reicht der Puff...
29.04.2026 11:46 Renten steigen um 4,24 Prozent
29.04.2026 11:38 Merz räumt Defizite in seiner Kommunikation ein
29.04.2026 11:38 Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt steigen um 3,1 Prozent
29.04.2026 11:37 Trump droht Iran: 'NO MORE MR. NICE GUY'
29.04.2026 11:31 Kabinett bringt Gesundheits-Sparpaket auf den Weg
29.04.2026 11:23 ROUNDUP: Inflation in Bayern steigt auf 2,9 Prozent
29.04.2026 11:21 Wegen Preissprungs bei Spritpreisen: Inflation in NRW bleibt...
29.04.2026 11:20 Israel und Hisbollah greifen einander wieder gegenseitig an
29.04.2026 11:12 Ifo-Index sackt ab - Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft...
29.04.2026 11:05 ROUNDUP: Übermorgen startet der Tankrabatt - was man wissen...
29.04.2026 11:04 Merz offen für höhere Reichensteuer
29.04.2026 11:04 Von der Leyen: 27 Milliarden Euro extra für Energie-Importe
29.04.2026 11:03 Von der Leyen sieht Russen hinter neuem Eisernen Vorhang
29.04.2026 11:02 Berichte: Höchste US-Diplomatin in der Ukraine tritt zurück
29.04.2026 10:50 ROUNDUP 2: Was bringt der Puffer gegen höhere Krankenkassen...
29.04.2026 10:43 Eurozone: Wachstum der Geldmenge etwas höher als erwartet
29.04.2026 10:41 ROUNDUP: Arbeitsstunde kostet 45 Euro - nur wenige EU-Lände...
29.04.2026 10:35 Sprit, Prämien, öffentlicher Dienst - was sich im Mai ändert
29.04.2026 10:16 KORREKTUR/ROUNDUP: Was bringt der Puffer gegen höhere Krank...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
29.04.2026

VIVOTEK INC
Geschäftsbericht

TME PHARMA NV
Geschäftsbericht

TAIFLEX
Geschäftsbericht

RM SECURED DIRECT LENDING PLC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services