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| 19.04.2026 10:15 Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt TEL AVIV (dpa-AFX) - Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten. In Kiriat Schmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem heute geschlossen, wie der israelische Kan-Sender berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant, die auch während des jüngsten Kriegs immer wieder von der Hisbollah beschossen worden war. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag. Wie andere Einwohner des israelischen Nordens fordern auch Repräsentanten von Kiriat Schmona eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz in dem Grenzort. Dies gelte besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Einwohner die besonders betroffene Stadt Kiriat Schmona verlassen. Vorwürfe gegen Netanjahu Kritiker werfen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, er habe sich von US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe im Libanon aufzwingen lassen. Netanjahu hatte mehrfach einen entscheidenden Sieg über die Hisbollah versprochen. "Das ist kein vollständiger Sieg - das ist eine Abkehr von den Bewohnern des Nordens!", hieß es in einer Mitteilung des Bürgermeisters von Kiriat Schmona, Avichai Stern. Er sprach von einer "gefährlichen Waffenruhe", die die Sicherheit der Einwohner des israelischen Nordens preisgebe. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei./le/DP/zb Weitere Konjunkturnachrichten |
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