Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
16.03.2026 14:18

ROUNDUP: Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste

BRÜSSEL/BERLIN/LONDON (dpa-AFX) - Deutschland und wichtige Verbündete lehnen Forderungen von US-Präsident Donald Trump ab, auch Kriegsschiffe anderer Nato-Staaten zum Schutz von Öltankern in die umkämpfte Straße von Hormus zu schicken. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei."

Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte, die Allianz sei nicht zuständig für den Schutz des Schiffsverkehrs in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Regierungssprecher Stefan Kornelius stellte klar: "Dieser Krieg hat mit der Nato nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der Nato."

Trump hatte die Verbündeten in dem Militärbündnis zuvor mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus aufgefordert. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner dabei nicht helfen, sagte er der "Financial Times".

Der Schiffsverkehr in der Meerenge, eine zentrale Route für den Öl- und Gastransport, ist wegen der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen in der Region quasi zum Erliegen gekommen. Seither ist der Ölpreis stark gestiegen, auch die Freigabe von Ölreserven durch führende Industriestaaten konnte ihn nicht bremsen.

"Das wird keine Nato-Mission sein"

Auch ein Nato-Sprecher reagierte zurückhaltend zu den Forderungen Trumps nach einem Bündniseinsatz. Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen. Es sei zudem bekannt, dass einzelne Alliierte mit den USA und anderen darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten.

Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, gefragt sei nicht die Nato, sondern ein Bündnis aus den USA, Europäern und Partnern am Golf. "Das wird keine Nato-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen." Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles sagte, ihre Regierung ziehe eine Beteiligung nicht in Betracht. Vielmehr müsse der Krieg beendet werden, denn dieser sei sinnlos und illegal.

Einsatz "out of area" müsste einstimmig beschlossen werden

Als sehr unwahrscheinlich gilt ein Nato-Einsatz vor der Küste des Irans vor allem deswegen, weil die Straße von Hormus nicht zum Bündnisgebiet zählt und sich die USA deswegen nicht auf die Beistandspflicht nach Artikel 5 berufen können. Ein Einsatz dort wäre deswegen eine sogenannte "Out-of-area"-Operation, der alle Alliierten zustimmen müssten.

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die amerikanische Regierung werde voraussichtlich diese Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder eine Koalition bilden wollten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll. Die USA und potenzielle Mitstreiter diskutierten noch, ob diese Einsätze vor oder nach Kriegsende beginnen sollen.

Polen will möglichen Antrag der USA prüfen

Polens Außenminister Radoslaw Sikorski reagierte sehr vorsichtig auf den Vorschlag Trumps. "Sollte ein Antrag an die Nato gestellt werden, über den Schutz der Straße von Hormus zu beraten, werden wir dies aus Respekt und Sympathie für unseren amerikanischen Verbündeten prüfen", sagte er. Er ergänzte, Präsident Karol Nawrocki habe eine Teilnahme an einem Militäreinsatz bereits ausgeschlossen.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen schrieb auf X, die USA verfügten auch allein über die Mittel, die Straße von Hormus rasch wieder zu öffnen, indem sie die iranische Wirtschaft zum Zusammenbruch zwingen. "Dieses Ziel lässt sich durch ein vollständiges Embargo gegen iranisches Öl erreichen", schrieb er auf Englisch. Die Blockade des gesamten Schiffsverkehrs in und aus iranischen Häfen sollte dank der massiven Präsenz der US-Marine möglich sein./toz/DP/nas



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.601     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
14.04.2026 21:58 Geplante Atommüll-Bergung aus der Asse um Jahre verschoben
14.04.2026 21:27 US-Militär: Sechs Schiffe bei Seeblockade gestoppt
14.04.2026 20:19 Klingbeil nach Washington - IWF-Tagung im Schatten des Iran-...
14.04.2026 19:28 ROUNDUP 2/Kreise: Pakistan drängt auf neue Iran-USA-Gesprä...
14.04.2026 19:26 Merz: Iran-Krieg trifft Afrika noch härter als uns
14.04.2026 19:17 Kanada setzt vorübergehend Spritpreissteuer aus
14.04.2026 18:50 ROUNDUP: Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen
14.04.2026 18:23 Analyse: Rund 31.500 Vollzeitstellen in Offshore-Windbranche
14.04.2026 17:33 ROUNDUP: Gesetzentwurf für Tankrabatt ist fertig
14.04.2026 17:15 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 14.04.2026 - 17.10 Uhr
14.04.2026 17:01 ROUNDUP/Verbände: Viele Arbeitgeber lehnen Entlastungspräm...
14.04.2026 16:30 Verbände: Viele Arbeitgeber lehnen Entlastungsprämie ab
14.04.2026 16:26 ROUNDUP: Warkens Milliarden-Sparplan
14.04.2026 16:21 Kritik: Spritpreisbremse greift in Österreich nicht für alle
14.04.2026 16:18 Tschechische Regierung will Rundfunkgebühren abschaffen
14.04.2026 16:15 ROUNDUP: EU einigt sich auf schärfere Regeln für Stahlimpo...
14.04.2026 16:06 ROUNDUP: Spritsteuer-Senkung könnte ab 1. Mai greifen
14.04.2026 16:00 ROUNDUP 3/CDU-Generalsekretär Linnemann: Zehn Krankenkassen...
14.04.2026 15:59 Linke: Warkens Reformplan dient Arbeitgebern
14.04.2026 15:56 ROUNDUP: Gesetzentwurf für Tankrabatt ist fertig
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
14.04.2026

GREENTHESIS SPA
Geschäftsbericht

FORMOSA PLASTICS
Geschäftsbericht

DESTINY PHARMA HLDGS PLC
Geschäftsbericht

JUMBO SA
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services