Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
03.08.2026 17:05

Studie: Kinder mit Social Media sind schlechter in der Schule

MILAN (dpa-AFX) - Bitten Kinder ihre Eltern um ein eigenes Smartphone, bekommen sie oft zu hören: Wer schon in jungen Jahren ständig TikToks schaut und durch Instagram scrollt, macht zu wenig für die Schule. Eine neue Studie aus Italien kommt zu dem Schluss, dass sie damit recht haben könnten.

Die Forschenden um Marco Gui von der University of Milano-Bicocca in Milan befragten dafür mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler, in welchem Alter sie ihr erstes Social-Media-Konto einrichteten: vor der neunten Klasse oder erst danach. Dann analysierten sie, wie die Schülerinnen und Schüler in späteren Leistungstests abschnitten, und zwar in Mathematik, der Muttersprache Italienisch sowie Englisch.

Schlechtere Tests, häufigeres Sitzenbleiben

Das Ergebnis der im Fachblatt "Nature Human Behaviour" veröffentlichten Studie: Diejenigen, die bereits in der sechsten, siebten oder achten Klasse ein Social-Media-Konto hatten, schnitten in den Tests im Schnitt schlechter ab als diejenigen, die mindestens bis zur neunten Klasse mit einem Konto warteten, also dann meist mindestens 14 oder 15 Jahre alt waren. Auch wiederholten die frühen Nutzer und Nutzerinnen von Tiktok, Instagram, Facebook usw. häufiger eine Klasse.

Nur in Englisch waren Kinder, die schon früh einen Account in sozialen Medien hatten, genauso gut. Die Autoren der Studie stellen die Hypothese auf, dass dies mit der "allgegenwärtigen Präsenz englischsprachiger Inhalte auf Social-Media-Plattformen" zusammenhängen könne. Das helfe den Schülerinnen und Schülern möglicherweise, informell Englisch zu lernen.

Mögliche Gründe: Ablenkung, weniger Zeit, Überlastung

Die Autorinnen und Autoren erklären, ihre Studie zeige, dass es wohl wirklich einen ursächlichen Zusammenhang zwischen sozialen Medien und Lernleistungen gebe. Denn das Team habe für die Studie zum Beispiel das Bildungsniveau der Eltern und den sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund der Familien berücksichtigt.

Die möglichen Gründe für die beobachteten Effekte wurden in der Studie nicht untersucht. Vorherige Forschung verweise aber auf die häufige Ablenkung durch soziale Medien, die das Lernen stört. Das Team schreibt weiter, zukünftig könne auch geschaut werden, ob es ein Zeitproblem sei: Wer gerade in sozialen Medien abhänge, könne nicht für die Schule lernen. Außerdem könne auf kognitive Überlastung geschaut werden, also ob das Arbeitsgedächtnis des Gehirns die Fülle an Informationen gar nicht aufnehmen könne.

Verbote schon angekündigt

Ob Jugendliche erst ab einem bestimmten Alter auf Social Media zugreifen dürfen, wird derzeit weltweit diskutiert. Als erstes Land in der Europäischen Union wird Frankreich ein Verbot für Jugendliche unter 15 Jahren einführen. Es soll nach den Sommerferien gelten. Auch Deutschland, Spanien, Griechenland und Österreich wollen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen.

In den politischen Debatten geht es vor allem um Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Suchtpotenzial. Doch auch die Konzentrationsfähigkeit, die Schlafqualität, die Lebenszufriedenheit und auch schulische Leistungen können wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge vermutlich darunter leiden.

Andere Forscher loben die Studie

Die aktuelle Studie sei geschickt gemacht, gelungen und die Ergebnisse fügten sich in die bisherige Forschung ein, meint Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. "Wieder einmal wurde gezeigt, dass eine frühe Social-Media-Nutzung zu negativen Effekten bei den Lernleistungen führen kann."

Die Leistungsunterschiede bei Tests in der achten oder zehnten Klasse zwischen denjenigen Jugendlichen, die einen Account in der sechsten Klasse erstellten und denjenigen, die einen Account ab der neunten Klasse erstellten, betrugen ein halbes Schuljahr. Das hält Zierer für dramatisch. Er ist der Meinung, dass die Ergebnisse auch auf andere westliche Länder wie Deutschland übertragbar sind.

Christian Montag, Außerordentlicher Professor für Kognitions- und Neurowissenschaften an der Universität Macau SAR in China, denkt, dass vor allen Dingen die ständigen Unterbrechungen durch aufploppende Social-Media-Benachrichtigungen auf dem Smartphone die Effekte erklären. "Dadurch werden die Zeitspannen möglicher Konzentration kürzer."

Forscherin fordert Schulung der jungen Menschen

María Paz Prendes Espinosa, Professorin für Bildungstechnologie an der University of Murcia in Spanien, ist sich nicht so sicher, dass die Studie wirklich so einfache Zusammenhänge zwischen Social-Media-Eintrittsalter und Schulleistung liefert. Dennoch zeige die Untersuchung, dass digitale Medien zum Alltag der Kinder gehören.

"Angesichts dieser Situation wird ein Verbot der Nutzung von Technologie die damit verbundenen Probleme nicht lösen", meint sie. "Im Gegenteil: Wir müssen eine Bildung fördern, die auf den realen Kontext, in dem wir leben, zugeschnitten ist; wir müssen die Menschen schulen und dazu anleiten, den Umgang mit Technologie zu beherrschen."/dd/DP/zb



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
ALPHABET INC. CLASS ... 356,650 USD 31.07.26 22:00 Nasdaq
META PLATFORMS INC. ... 556,710 USD 31.07.26 22:00 Nasdaq
SNAP INC. 4,970 USD 03.08.26 17:59 NYSE
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 425     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
03.08.2026 18:10 EQS-DD: Viromed Medical AG (deutsch)
03.08.2026 18:08 Hoffnung auf Iran-Gespräche treibt Dax über 26.000 Punkte
03.08.2026 18:04 Aktien Europa Schluss: EuroStoxx steigt auf Rekordhoch - Kei...
03.08.2026 18:01 EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-DD: Deutsche Bank AG (deutsch)
03.08.2026 18:00 EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
03.08.2026 17:59 Original-Research: Reply SpA (von Quirin Privatbank Kapitalm...
03.08.2026 17:55 Deutsche Anleihen: Gesunkene Ölpreise stützen Anleihen
03.08.2026 17:54 Aktien Frankfurt Schluss: Dax erstmals über 26.000 Punkten ...
03.08.2026 17:50 ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research belässt SpaceX auf 'B...
03.08.2026 17:49 Druck aus Moskau - Selenskyj hofft auf Frieden bis Herbst
03.08.2026 17:45 EQS-Stimmrechte: flatexDEGIRO SE (deutsch)
03.08.2026 17:35 TAGESVORSCHAU: Termine am 4. August 2026
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
03.08.2026

ENERGY TECHNOLOGIES LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

CREATD INC
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

AM POWER MACHINE INTERNATIONAL ENTERPRISE CO LTD
Geschäftsbericht

PRESCO PLC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services