Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
01.07.2026 15:27

Spritpreise ziehen mit dem Ende des Tankrabatts kräftig an

Mobilitätskosten

München (dpa) - Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts stark gestiegen. Am Mittwochmorgen war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Bis zum späten Vormittag weitete sich die Differenz bei beiden Kraftstoffen sogar noch minimal aus. 

Nach dem typischen Mittagssprung stiegen die Preise für E10 im bundesweiten Durchschnitt auf 2,15 Euro pro Liter an, bei Diesel auf 2,11 Euro. Der seit der Einführung der 12-Uhr-Regel typische Mittagssprung fiel allerdings etwas niedriger aus als in den Tagen zuvor. Das könnte ein Indiz für einen sich verlangsamenden Anstieg sein - angesichts der ungewöhnlichen Preisentwicklung am Dienstag ist die Aussagekraft des Vergleiches aber beschränkt. Bis 14.00 Uhr sanken die Preise bereits wieder, hielten sich aber zunächst über 2 Euro. 

Preiserhöhung durch ausbleibendes Absinken

Der Steuerrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf Kraftstoff bei der Lieferung an die Tankstelle war um Mitternacht ausgelaufen. Zu dieser Zeit konnten die Tankstellen ihre Preise wegen der 12-Uhr-Regel nicht erhöhen. Offensichtlich lösten viele dieses Dilemma, indem sie die Preise nach einem kräftigen Mittagssprung am Dienstag nicht wie üblich zügig und stark senkten, sondern nur in geringem Umfang. Die Preiserhöhung wurde letztlich durch das Ausbleiben von Preissenkungen umgesetzt.

Die 12-Uhr-Regel besagt, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag - um 12.00 Uhr - die Preise erhöhen dürfen. Senkungen sind immer erlaubt. Sie wird teilweise auch als Österreich-Modell bezeichnet, da sie dort schon früher praktiziert wurde.

Kritik von ADAC und Monopolkommission

Die Rücknahme des Tankrabatts sei damit ungerechtfertigt vorweggenommen worden, heißt es vom ADAC. Dieses Vorgehen sei fragwürdig, «denn noch befindet sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen». Daher hätten die Preise nicht schon am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen. 

Nun dürften die Preise nicht noch weiter angehoben werden, heißt es vom Verkehrsclub. «Das Preisniveau bei beiden Sorten ist insbesondere seit dem Start des Österreich-Modells zumeist klar überhöht und der Tankrabatt wurde bereits vorzeitig von den Konzernen beendet. Eine erneute Verteuerung wäre damit nicht mehr gerechtfertigt.»

Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, kritisiert, dass die Preise zu früh gestiegen seien. «Der Tankrabatt ist seit heute Nacht Geschichte - doch an den Zapfsäulen war das Ende längst eingepreist. In den vergangenen Tagen haben Mineralölunternehmen das absehbare Auslaufen des Rabatts offenbar genutzt, um ihre Margen gezielt auszuweiten.»

Rabatt wurde zuletzt sehr viel schwächer weitergegeben

Die Monopolkommission beobachtet den Tankrabatt seit Beginn. «In den letzten Tagen lag die Weitergabe nur noch bei 7 bis 11 Cent pro Liter je nach Kraftstoff, obwohl der Rabatt rechnerisch rund 17 Cent betragen sollte», sagt Duso. «Das bedeutet: Mehr als die Hälfte des Rabatts kam bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern schlicht nicht mehr an. Das ist wettbewerbspolitisch alarmierend.» 

Da für die Steuer nicht der Kauf an der Zapfsäule, sondern die Belieferung der Tankstelle entscheidend ist, wäre in Dusos Augen ein schrittweiser Preisanstieg nach dem tatsächlichen Auslaufen zu erwarten gewesen. «Stattdessen stiegen die Preise bereits Tage vorher stark an.» 

Laut ADAC-Daten ist der Spritpreis bereits in der letzten Woche des Tankrabatts täglich gestiegen. Dabei war der Rohölpreis in dieser Zeit tendenziell rückläufig. 

Auch vom Tankstellen-Interessenverband TVI kam Kritik: Ein Sprecher sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): «Das, was die Mineralöl-Konzerne momentan treiben, ist eine Unverschämtheit erster Güte.» Die Tankstellenbetreiber hätten die Preisgestaltung selbst nicht in der Hand, bekämen aber den Ärger dafür ab. 

Am Mittwochmorgen nur noch vereinzelt billige Angebote

Autofahrer, die gehofft hatten, dass das Ende des Tankrabatts erst am Mittwochmittag an den Zapfsäulen durchschlägt, wurden enttäuscht. Nur vereinzelt hatte es am Mittwochmorgen noch Tankstellen mit Preisen unter 1,80 Euro gegeben - vor allem bei Diesel. Mit der Preiserhöhung am Mittwochmittag verschwanden diese Angebote weitestgehend.

Der Tankrabatt galt vom 1. Mai bis 30. Juni. Der Staat ging in früheren Schätzungen von Steuermindereinnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro aus.

Juni war billigster Tankmonat seit Kriegsbeginn

Im Juni hatte der Tankrabatt noch seine Wirkung entfaltet. Zusammen mit wieder sinkenden Ölpreisen sorgte das für den billigsten Tankmonat seit Ausbruch des Iran-Kriegs. Nach Daten des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 1,870 Euro. Das waren 11,3 Cent weniger als im Mai und 23,9 Cent weniger als im April, dem bisher teuersten Monat. 

Ein Liter Diesel kostete im Monatsschnitt 1,818 Euro. Das waren 17,3 Cent weniger als im Mai und 44,5 Cent weniger als im besonders teuren April.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.023     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
01.07.2026 16:58 USA: ISM-Industriestimmung trübt sich stärker als erwartet...
01.07.2026 16:57 EQS-DD: Verve Group SE (deutsch)
01.07.2026 16:55 EQS-News: Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr l...
01.07.2026 16:54 ROUNDUP 3: Nike sieht Verbraucher weltweit unter Druck - Akt...
01.07.2026 16:50 ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research hebt Ziel für Nordex ...
01.07.2026 16:48 Verkauf von Lacke-Sparte bringt BASF Milliarden
01.07.2026 16:47 VW und Bosch beenden Allianz beim automatisierten Fahren
01.07.2026 16:43 Aktien New York: Vorsicht kehrt zurück - Zinspolitik zunehm...
01.07.2026 16:36 EQS-Stimmrechte: InnoTec TSS AG (deutsch)
01.07.2026 16:36 EQS-Stimmrechte: InnoTec TSS AG (deutsch)
01.07.2026 16:33 Brand in russischer Raffinerie nach drei Tagen gelöscht
01.07.2026 16:24 Trump fliegt erstmals mit von Katar geschenktem Jumbojet
01.07.2026 16:23 Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1383 US-Dol...
01.07.2026 16:20 ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research belässt Freenet auf '...
01.07.2026 16:17 KORREKTUR/ROUNDUP 2: Warum Südamerika für Wadephul eine He...
01.07.2026 16:10 ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Heidelberg Materials ...
01.07.2026 16:09 ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Gerresheimer auf 'Market-Perfo...
01.07.2026 16:04 AKTIE IM FOKUS: Kreisebericht zu Cloud-Plan treibt Meta - Ko...
01.07.2026 16:02 IRW-News: ACCESS Newswire: Hydrosat startet Data-Discovery-P...
01.07.2026 16:02 Nahles: Beitrag für Arbeitslosenversicherung könnte steigen
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
01.07.2026

POWERHOUSE ENERGY GROUP
Geschäftsbericht

EZGO TECHNOLOGIES LTD
Geschäftsbericht

GET NICE FINANCIAL GROUP LTD
Geschäftsbericht

LEGACY IRON ORE LTD.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services