Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
08.05.2026 04:30

Mehr Reisende, mehr Ziele: Bahn baut Europaverkehr aus

Tourismus

Frankfurt/Main (dpa) - Mit dem Zug nach Paris, Amsterdam oder Zürich: Die Deutsche Bahn verzeichnet wachsende Fahrgastzahlen im Europaverkehr und will mit neuen Verbindungen mehr Kunden gewinnen. «Im vergangenen Jahr waren 25 von rund 140 Millionen Kunden im Fernverkehr der Deutschen Bahn im grenzüberschreitenden Verkehr unterwegs, das sind 30 Prozent mehr als 2019», sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. «Dieses Jahr soll die Zahl erneut leicht steigen und in den Folgejahren mit mehr Europaverbindungen stark wachsen.»

Starkes Wachstum nach Zürich, Paris und Brüssel

Nach Angaben der Bahn sind die Passagierzahlen 2025 auf mehreren Verbindungen stark gestiegen, darunter München - Zürich mit 27 Prozent zum Vorjahr. Auch die Strecken von Frankfurt nach Paris (plus 22 Prozent) und von Köln nach Brüssel (plus 16 Prozent) legten zu. 

«Der internationale Verkehr mit der Bahn ist für viele Menschen attraktiver geworden», sagte Peterson. «Sie schätzen, dass die Züge bei Fernreisen direkt in die Innenstädte fahren, während man bei Flugreisen oft weit außerhalb der Zentren landet.» Außerdem sei die Toleranz für die Dauer von Fernreisen per Bahn deutlich gestiegen. «Vor Corona lag sie noch bei vier bis fünf Stunden, heute sind es sechs bis acht Stunden.» 

Im internationalen Verkehr sieht die Bahn Wachstumschancen - und Wachstum ist dringend nötig: Der Konzern schrieb 2025 einen Milliardenverlust. Auch bei DB Fernverkehr ist die Lage angespannt, dort wird ein Sanierungsprogramm erarbeitet. 

Mehr Europaverbindungen kommen

Ab Mitte Juni wird nach Bahn-Angaben die Direktverbindung zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg und Berlin auf zwei tägliche Zugpaare ausgebaut. Von Juni bis Ende August soll zudem die ICE-Verbindung zwischen Köln und Brüssel an Wochenenden bis Gent, Brügge und die belgische Küste reichen.

Im Juli und August bietet die Bahn zudem samstags eine Direktverbindung zwischen Frankfurt und Bordeaux an. Ab dem 7. September sollen dann vier tägliche ICEs zwischen Köln und Antwerpen fahren, erstmals mit Stopp am Flughafen Brüssel. Ein Ziel für 2027 ist eine neue Direktverbindung zwischen München, Mailand und Rom zusammen mit der italienischen Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen.

Angesichts einer hohen Nachfrage prüft die Bahn zudem, auf der Strecke zwischen Berlin und Paris ein zweites Zugpaar einzusetzen. Die direkte Fahrt dauert derzeit rund acht Stunden. «Das Interesse für einen Ausbau der Verbindung gibt es auf beiden Seiten, in Deutschland wie in Frankreich», sagte Peterson. Man lote hier Möglichkeiten mit der französischen Bahngesellschaft SNCF aus. Auch Frankfurt als Zwischenhalt könne profitieren.

Hürden nach London

Auf anderen Routen gibt es dagegen Hindernisse. So laufen Gespräche über eine Bahn-Direktverbindung von Deutschland nach London. Schon heute können Reisende aus Frankfurt oder Köln in die britische Hauptstadt fahren, müssen dafür aber in Brüssel umsteigen. 

«Die Hürden für eine Direktverbindung sind nicht zu unterschätzen, auch weil Großbritannien nicht Teil des Schengen-Raums ist. Wir bräuchten daher einen Terminal mit abgegrenzten Sicherheitskontrollen.» Es gebe eine Taskforce zwischen Bahn und Eurostar. «Für eine Bahn-Direktverbindung zwischen London und Deutschland braucht es aber noch einige Jahre.»

Bahn profitiert von hohen Spritpreisen

Allgemein komme der Bahn zugute, dass mit dem Iran-Krieg Autofahren teurer geworden ist. «Wir sehen, dass sich die Menschen angesichts der hohen Spritpreise stärker für die Reise mit der Bahn entscheiden», sagte Peterson. «An einzelnen Tagen verzeichnen wir bis zu zehn Prozent mehr Nachfrage.» Um einen strukturellen Trend zu beurteilen, sei es aber noch zu früh.

Zwar treibt der Iran-Krieg die Energiekosten für Unternehmen, doch die Bahn fahre im Fernverkehr zu 100 Prozent mit Ökostrom und sei so unabhängig von fossilen Brennstoffen. Außerdem hat sich der Konzern laut Peterson für dieses Jahr zusätzlich gegen Preisanstiege abgesichert und sich 2027 große Mengen an Strom vertraglich gesichert.

Das größte Ärgernis für Bahnfahrer, die häufigen Verspätungen, ließen zuletzt etwas nach. «Die Pünktlichkeit der Fernverkehrszüge war im April mit 64,4 Prozent erneut besser als im Vormonat», sagte Peterson. Ziel sei weiter die Marke von 60 Prozent für 2026. «Die Wintermonate bleiben aber eine schwere Hypothek.» Noch im Februar wurden nur 59,4 Prozent aller Fernverkehrshalte pünktlich erreicht, im Januar rund 52 Prozent. 

KI gegen Verspätungen 

Beim Kampf gegen Verspätungen setzt die Bahn auch auf Künstliche Intelligenz (KI). «Zum Beispiel kann die KI unseren Disponenten bei der Frage helfen, ob ein Zug auf eine verspätete Verbindung warten sollte oder ob es besser ist, ihn abfahren zu lassen, damit möglichst viele Fahrgäste profitieren und das Gesamtgefüge nicht aus dem Takt gerät», sagte Peterson. 

Der Schlüssel für eine pünktliche Bahn liege aber in der Infrastruktur, die jahrzehntelang vernachlässigt worden sei. «Am Ende ist Eisenbahn aber ein physisches Produkt, es geht um Räder auf Gleisen.»



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   8 9 10 11 12    Berechnete Anzahl Nachrichten: 255     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
24.05.2026 08:30 Brenner-Blockade: Acht Stunden kein Transit möglich
24.05.2026 08:29 Parlamentswahl in Zypern begonnen: Enges Rennen und neue Kr?...
24.05.2026 08:27 China korrigiert Zahl der Todesopfer nach Minenunglück von ...
24.05.2026 08:20 ROUNDUP/Trump: Einigung mit Iran nah - Kritiker fürchten mi...
24.05.2026 08:20 ROUNDUP: Massiver russischer Angriff auf Kiew mit Raketen un...
24.05.2026 08:14 Teheran: Straße von Hormus bleibt unter Irans Kontrolle
24.05.2026 08:14 Schüsse im Umfeld des Weißen Hauses
24.05.2026 08:13 Umfrage: Nur wenige trauen Bundeswehr Verteidigung Deutschla...
24.05.2026 08:12 Neuer russischer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen
24.05.2026 08:10 Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken
24.05.2026 08:10 SMS-Nutzung bricht ein
24.05.2026 08:09 Wagenknecht fordert billiges Öl und Gas - auch aus Russland
24.05.2026 06:00 Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken
24.05.2026 05:45 Eberl antwortet Hoeneß: Mache weiter, «wenn man das möchte»
24.05.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
24.05.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum
23.05.2026 23:39 Eberl antwortet Hoeneß: Mache weiter, «wenn man das möchte»
23.05.2026 23:32 Trotz DEB-Sieg gegen Österreich: Viertelfinal-Chancen sinken
23.05.2026 23:28 Hoeneß über massiven Fanprotest gegen DFB: «Unverschämtheit»
23.05.2026 23:22 Hoeneß über Kane: Bester Bayern-Transfer der Geschichte
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
25.05.2026

SPLASH BEVERAGE GROUP INC.
Geschäftsbericht

ENVIROTECH VEHICLES INC.
Geschäftsbericht

ARISZ ACQUISITION CORP
Geschäftsbericht

G CITY
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services