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| 30.04.2026 15:04 ROUNDUP 3: DHL überrascht positiv dank starkem Express-Geschäft - Dax-Spitze (neu: Kurs, Analystenstimme, Aussagen aus Konferenzen) BONN (dpa-AFX) - Die DHL Group hat zum Jahresstart überraschend gut abgeschnitten. Ergebnistreiber waren das lukrative Geschäft mit zeitkritischen Sendungen sowie der Warentransport auf dem Luft- und Seeweg; beide fielen besser aus als von Analysten erwartet. Das Geschäftsmodell sei widerstandsfähig und die Sparmaßnahmen wirksam, sagte DHL-Chef Tobias Meyer laut Mitteilung am Donnerstag in Bonn. Er bestätigte seine Jahresziele. Die DHL-Aktie legte deutlich zu. Sie gewann zuletzt rund fünfeinhalb Prozent und stand damit an der Spitze im Dax , der nur leicht zulegte. Das DHL-Papier erholt sich damit ein Stück weit von den Verlusten der vergangenen zwei Wochen. Seit Jahresbeginn steht damit nun ebenfalls ein Plus auf der Kurstafel. Für JPMorgan-Analystin Alexia Dogani spiegelt die bestätigte Prognose das unsichere Geschäftsumfeld ebenso wider wie das vorsichtige Erwartungsmanagement des Vorstands. Das erste Jahresviertel wertete sie aber als "starke Outperformance". Die Sparmaßnahmen hätten sich als Hebel erwiesen. Die DHL hatte vor gut einem Jahr ein Kostenprogramm eingeläutet, das mehr als eine Milliarde Euro einsparen soll. Davon hatte DHL 2025 bereits über 600 Millionen erzielt. Die Milliardenmarke will Finanzchefin Melanie Kreis aber nicht als Endpunkt sehen, wie sie am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Investoren ausführte. Das Programm mit seinen Maßnahmen habe sich mittlerweile viel mehr zu einer Grundhaltung im gesamten Konzern entwickelt. Zumindest Metzler-Analyst Guido Hoymann sieht weiteres Einsparpotenzial, besonders für den Fall weiteren geopolitischen Gegenwinds. Er verwies dabei auf die rund 600.000 DHL-Angestellten, von denen über zwei Drittel außerhalb des deutschen Heimatmarktes beschäftigt seien. Im ersten Quartal steigerte die DHL den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut acht Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Die an der Börse viel beachteten freien Barmittelzuflüsse ohne den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen fielen mit einem Zuwachs um fast zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro sogar noch deutlich höher aus als erwartet. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt um rund zwei Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Hier wirkten sich Wechselkurseffekte negativ aus. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um gut drei Prozent auf 812 Millionen Euro und überraschte damit ebenfalls positiv. Im Tagesgeschäft gelang es DHL, das Netzwerk an die geopolitischen Verwerfungen anzupassen. Konfliktbedingt gestiegene Kosten etwa im Express-Geschäft würden im Zeitverlauf größtenteils durch etablierte Preis- und Zuschlagsmechanismen kompensiert, teilte der Konzern mit. In dem Bereich wuchs der operative Gewinn um mehr als ein Fünftel. Im Frachtgeschäft ging er hingegen fast genauso stark zurück, fiel aber ebenfalls höher aus als von Analysten gedacht. In der Lieferkettenlogistik verdiente DHL etwas mehr als ein Jahr zuvor. Im internationalen Paketgeschäft ging der operative Gewinn hingegen zurück, ebenso wie im deutschen Brief- und Paketgeschäft. Dabei konnten steigende Paketmengen die rückläufigen Briefmengen und die höheren Transport- und Personalkosten nicht vollständig kompensieren. Für 2026 peilen die Bonner weiterhin ein operatives Ergebnis von mehr als 6,2 Milliarden Euro und einen freien Barmittelzufluss von rund 3 Milliarden Euro an. Dies deckte sich zuletzt mit den Analystenschätzungen. Entscheidend für die Ergebnisse sind im weiteren Jahresverlauf dabei natürlich auch die Entwicklungen im Iran-Krieg, der wirtschaftliche Unsicherheit und Sprünge beim Ölpreis mit sich bringt. Die Folgen der militärischen Eskalation können dabei für DHL Risiken bringen - aber auch Chancen. So ändern sich durch den Krieg viele Handelsrouten nicht zuletzt durch die Blockade der Straße von Hormus, was Potenzial für DHL birgt. Auf der anderen Seite trifft den Logistiker die Knappheit an Kerosin. Für die Versorgung an den eigenen Drehkreuzen befinde man sich "in guten Gesprächen", sagte Meyer. An einigen asiatischen Flughäfen gebe es aber durchaus Einschränkungen, etwa was zusätzlich anberaumte Flüge angehe. Für die ersten drei Monate des Jahres beurteilte er in Telefonkonferenz mit Journalisten die Folgen des Konflikts auf die DHL-Geschäfte "neutral"./lew/stw/jha/ Weitere Nachrichten |
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| DEUTSCHE POST AG | 50,280 | EUR | 30.04.26 | 17:17 | Xetra |
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