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23.04.2026 13:47



FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 23. April 2026. FRANKFURT (Goldberg & Goldberg). Die Hoffnung, dass die Straße von Hormus geöffnet werden könnte, hat dem DAX zum Wochenschluss gegenüber unserer vergangenen Sentimenterhebung-Erhebung ein Plus von zeitweise 3,1 Prozent beschert. Auch wenn sich diese Hoffnung am Ende nicht erfüllt hat und es zwischen den USA und dem Iran seither keine weiteren Verhandlungen gab, blieb bis heute immerhin ein Gewinn von 1,1 Prozent in der Punktbetrachtung übrig. Vielleicht auch, weil viele Börsianer mit dem gestern verkündeten Open-End-Waffenstillstand von US-Präsident Donald Trump leben können. Auch wenn diese Maßnahme vielerorts wieder einmal als Rückzieher wahrgenommen wurde, scheint für die Teilnehmer an den Aktienmärkten in erster Linie wichtig, dass sich der Status quo nicht dramatisch zum Schlechten, etwa in Form von eskalierenden Kampfhandlungen im Iran-Krieg verändert. So zumindest äußerten sich einige Kommentatoren. An alles andere scheint man sich der menschlichen Natur gemäß mehr oder weniger bewußt gewöhnen zu können.

Unterdessen ist der Optimismus, den wir seit mehreren Wochen bei den von uns befragten institutionellen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont feststellen konnten, mit einem Mal verschwunden. Denn unser Deutsche Börse Sentiment-Index ist drastisch um 30 Punkte auf einen neuen Stand von -6 - es handelt sich um das niedrigste Niveau seit dem 14. Januar - gefallen. Dabei hat sich das Bullenlager um 16 Prozentpunkte verringert.

Aus gutem Grund losgelassen

Wir vermuten, dass dieser Stimmungswandel nicht nur einer neuen geopolitischen Einschätzung, sondern mehrheitlich der Glattstellung früherer Schieflagen geschuldet ist. Im zweiten Zug hat das Bärenlager um 14 Prozentpunkte zugenommen, während die Gruppe der neutral gestimmten Investoren nur einen leichten Zuwachs verzeichnen konnte. So gesehen könnte man die ehemaligen institutionellen Optimisten als "hoffnungsbefreit" bezeichnen.

Auch bei den Privatanlegern stellen wir eine Verschlechterung der Stimmung fest, allerdings längst nicht so stark wie bei ihren institutionellen Pendants. Der Deutsche Börse Sentiment-Index fällt in diesem Panel um 8 Punkte auf einen neuen Stand von +14.  Dabei verzeichnen die Pessimisten einen Zuwachs von 6 Prozentpunkten, der sich zu einem Drittel aus ehemaligen Bullen, die ihre Position um 180° gedreht haben, und zu zwei Dritteln aus vormals neutral eingestellten Anlegern speist. Obwohl sich diejenigen, die wir über Social Media befragen, und die übrigen Anlegenden in die gleiche Richtung bewegen, ist der Optimismus bei Letzteren deutlich weniger stark ausgeprägt. Der Sentiment-Index in dieser Untergruppe liegt nämlich nur bei +3.

Neues Potenzial

Unter dem Strich hat sich zwischen Privatanlegern und institutionellen Investoren eine neue Stimmungskluft aufgetan, die allerdings längst nicht so groß wie in der Vorwoche ist. Darüber hinaus haben sich die Verhältnisse umgekehrt, da die institutionellen Investoren nunmehr pessimistischer als die Privatanleger eingestellt sind. Wie ausgeprägt dieser Pessimismus tatsächlich ist, zeigt sich auch in der relativen Betrachtung auf Sicht der vergangenen drei Monate - er entspricht einem Sentiment-Index von -26.

Per Saldo bedeutet dies eine gute Nachricht für den DAX, denn mit den neu eröffneten bearishen Engagements gibt es im Falle einer potentiellen DAX-Schwäche Nachfrager auf niedrigerem Niveau, wenn die Gewinne aus den Short-Positionen realisiert werden. Diesbezüglich rechnen wir mit erster Nachfrage zwischen 23.720 und 23.770 DAX-Zählern. Auf der anderen Seite ist nun die Oberseite wesentlich durchlässiger als in den vorangegangenen Wochen, da sich die Zahl der Bullen und damit verbundenes Angebot deutlich verringert hat.

Für einen klaren und nachhaltigen Anstieg des Börsenbarometers ist allerdings frische, langfristige Nachfrage notwendig. Ob diese auch aus dem Ausland zu erwarten ist, bleibt allerdings fraglich.

von Joachim Goldberg

22. April 2026, © Goldberg & Goldberg für Deutsche Börse

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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